"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Dienstag, 21. Oktober 2014

[Buchrezension] "Off" von Walter Jon Williams






- DuMont Buchverlag
- 1. Auflage 2009
- 427 Seiten
- Originalsprache: Englisch
- ISBN: 978-3-8321-8103-1










Der erste Satz
"Über Charlies Monitor hingen die Plüschfiguren von Pinky und Brain."


Der Autor
Walter Jon Williams lebt in der Nähe von Albuquerque, New Mexico. Er ist vor allem durch seine Science-Fiction-Romane bekannt geworden. "Off" ist sein erster Thriller.


Inhalt
Klappentext:
"Wir sind Profis. Sämtliche unserer Leute waren früher
Soldaten. Wir wissen, welches Risiko wir eingehen."
"Aber ich bin keine Soldatin. Auf so etwas war ich überhaupt nicht vorbereitet."
"Wir holen Sie da raus. Denken Sie einfach nur daran."
"Ich versuche es."
"Wir sind bald da."


Dagmar ist Designerin und Leiterin von Online-Spielen, bei denen die Grenzen von Realität und Virtualität verschwimmen. Zu ihren Aufgaben gehört es, durch die Welt zu fliegen und Hinweise für diese Online-Spiele zu geben, falsche Fährten zu legen etc.
Auf dem Rückflug von einer jener Reisen will sie in Jakarta umsteigen, doch in der Stadt bricht plötzlich ein Bürgerkrieg aus. Dagmar sitzt fest und wendet sich an ihre Online-Fans, die sie davon überzeugen muss, dass das kein Spiel ist...

Meinung
Ich habe das Buch eingeschweißt erworben und hatte somit nur den Klappentext (s. Inhalt) als Anhaltspunkt. Da dieser sehr kryptisch gestaltet ist, klang es interessant und ich habe das Buch gekauft. Auf dem Cover befinden sich ein Goldfisch und dahinter ein Koi, der sein Maul geöffnet hat, als wolle er den Goldfisch fressen. Mit der Handlung des Buches hat dieses Cover eher wenig zu tun.

Beim Lesen ist mir schnell klar geworden, dass ich mir etwas völlig anderes darunter vorgestellt hatte. Was genau, weiß ich auch nicht, aber vielleicht eine Story, die in Richtung Gefangenschaft (welcher Art auch immer) ginge.

Es geht jedoch um Dagmar, die Online-Computer-Rollenspiele entwickelt und leitet, bei denen die Grenzen zwischen Realität und Virtualität verschwimmen. Das heißt, dass die Leute, um in dem Spiel weiter zu kommen, "echten" Fährten zu "echten" Menschen und Orten folgen müssen, um Hinweise aufzuspüren und Rätsel lösen zu können etc.

Das gesamte Buch beschäftigt sich sehr viel mit Ideen solcher Spiele, deren möglicher Finanzierung und Ablauf sowie mit der Kommunikation in Chat-Rooms zu den Spielen. Die Handlung ist immer wieder durch solche Online-Gespräche unterbrochen, was mir durchaus gefallen hat. Ebenso fand ich das Buch zum größten Teil spannend. Dagmar ist in einer Stadt gefangen, in der der Bürgerkrieg ausgebrochen ist. Sie sitzt fest und versucht, Hilfe zu bekommen. Dafür chattet sie mit Spielern und muss diesen klar machen, dass es sich diesmal nicht um ein Spiel handelt.

Ich selbst spiele keine Online-Computer-Rollenspiele, so dass diese Materie nicht so meins war. Ich habe zwar alles als Laie auf diesem Gebiet verstanden, fand aber die Darlegung und Beschreibung (vor allem von der Finanzierung etc.) ziemlich langweilig, so dass das Buch für mich zu viele Längen aufwies.

Ferner hat mich gestört, dass die Kapitel durchnummeriert sind und dann extra noch einen Titel aufweisen. Die Titel haben Satzstruktur, was nicht so meinen Geschmack traf, zumal sie meines Erachtens nicht immer zum Geschehen passten.

Insgesamt ist das Buch bestimmt etwas für Menschen, die Online-Computer-Rollenspiele selbst spielen oder sich für das Thema interessieren.

Mir hat es leider nicht ganz so gut gefallen, trotzdem war das Buch lange Zeit spannend und in Bezug auf Dagmars Flucht sowie die Chat-Dialoge interessant, so dass ich dem Thriller-Debüt des Autors drei Herzen vergebe.


Bewertung
♥♥♥

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