"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Montag, 8. August 2016

[Buchrezension] "The Green Mile" von Stephen King (Reihen-Rezension)





- Bastei Lübbe Verlag

- 1996 im monatlichen Rhythmus erschienen 
- Erstausgabe als sechsteilige Reihe erschienen; inzwischen gibt es auch Gesamtausgaben
- insgesamt 599 Seiten
- Originaltitel: "The Green Mile"
- übersetzt von Joachim Honnef
Die Reihe "The Green Mile"
Der Tod der jungen Mädchen
Die Maus im Todesblock
Coffey's Hände
Der qualvolle Tod
Reise in die Nacht
Coffey's Vermächtnis

Der erste Satz
 
"Dies geschah 1932, als das Staatsgefängnis noch in Cold Mountain war."
 
Inhalt
Paul Edgecombe lebt im Seniorenheim und schreibt seine Lebensgeschichte nieder. Er war als Gefängniswärter im Todesblock in Cold Mountain tätig und beschreibt vor allem die Zeit in den 1930er Jahren.

Meinung
Vor ca. elf Jahren habe ich diese als Reihe erschienene Ausgabe von "The Green Mile" bereits gelesen und hatte vor Kurzem spontan Lust, sie noch einmal zu lesen. Gesagt, getan. 

"The Green Mile" waren damals meine ersten Bücher, die ich von Stephen King gelesen habe. Ich hatte die Story noch grob in Erinnerung, bin beim erneuten Lesen aber doch überrascht gewesen, was man so alles vergisst. 

Mir haben diese Bücher auch beim zweiten Lesen richtig gut gefallen. Es steckt in meinen Augen eine tolle Idee dahinter, die Stephen King fantasievoll und realitätsnah umgesetzt hat, auch wenn es übernatürliche Elemente gibt. Trotzdem hatte ich das Gefühl beim Lesen, dass es (fast) genauso hätte passieren können (mit wenigen Ausnahmen). 

Im Vordergrund steht die Vergangenheit des Protagonisten Paul, aber zwischendurch erzählt er immer wieder seine gegenwärtige Situation im Seniorenheim. Die Teile der Gegenwart haben genau die richtige Länge für mich gehabt, d. h. dass ich zwar ein bisschen ungeduldig beim Lesen war, wie es denn nun in der Vergangenheit weiterging, aber dann wurde auch schon weiter erzählt, was damals geschah.

Paul Edgecomb schreibt seine Memoiren nieder und stellt dabei die 1930er Jahre in den Vordergrund, als er Gefängniswärter im Todesblock war. Es geht vor allem um die Insassen in jenem Gefängnis zu jener Zeit, so dass es gleichzeitig deren Geschichte ist. Besonders im Fokus steht Coffey, ein Mann, der ein Zwillingspärchen umgebracht haben soll.

Die ganze Zeit schwingt unterschwellig Horror mit, denn die Protagonisten befinden sich im Todesblock und es sollen die Urteile gegen die Insassen mit dem elektrischen Stuhl vollstreckt werden. Oft habe ich aber tatsächlich vergessen, dass wir uns im Gefängnis befinden, denn trotz der Umgebung hatte ich das Gefühl, dass die Gefängniswärter einem ganz normalen Job nachgehen und ebensolche Probleme haben, wie Kollegen untereinander in anderen Berufen auch.
 
Die Handlung entwickelt sich in den einzelnen Teilbänden stetig weiter und findet zu einem schlüssigen Ende, wobei dieses auch mit einem Augenzwinkern zu sehen ist, finde ich. 
 
Neben dieser Handlung mit ihren ganzen Wendungen habe ich als Leser das Leben im Gefängnis ein bisschen näher kennen gelernt, vor allem auch die Funktion des elektrischen Stuhls bzw. was dabei zu beachten ist etc. Darüber habe ich mir bisher wenig Gedanken gemacht, so dass es mich auch etwas zum Nachdenken gebracht hat. 
 
Insgesamt hat mir das Lesen Spaß gemacht. Ich habe die Protagonisten gerne begleitet und einige davon sind mir richtig ans Herz gewachsen. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt, obwohl das Buch für Kings Verhältnisse nicht so dick ist (hier bedenke man, dass es sich um sechs Bände à ca. 100 Seiten handelt). Es ließ sich richtig schnell lesen, weil es mich gepackt und nicht mehr los gelassen hat.
 
Ein bisschen Horror blitzt auch durch, aber nicht so viel wie in den meisten Büchern von Stephen King. Es ist wie gesagt eher unterschwelliger Horror aufgrund des Settings in einem Todesblock von einem Gefängnis. Hinzu kommen die übernatürlichen Elemente, die für die Handlung eine wichtige Rolle spielen.
 
Bewertung
♥♥♥♥♥

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