"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Mittwoch, 25. Januar 2017

[Buchrezension] "Federgrab" von Samuel Bjork

 
 
- Goldmann Verlag
- 2016 erschienen
- 478 Seiten 
- Originaltitel: Uglen
- übersetzt von Gabriele Haefs
 
Der erste Satz
"Der Botaniker Tom Petterson nahm die Fototasche aus dem Auto und ließ sich Zeit, um den Ausblick auf den spiegelblanken Fjord zu genießen, ehe er sich auf den Weg durch den Wald machte."

Die Reihe
Engelskalt
Federgrab


Inhalt
Ein Mädchen verschwindet aus einem Jugendheim und wird kurz darauf tot aufgefunden. Die Ermittler tappen im Dunkeln, bis sie von einem Hacker kontaktiert werden...
 
Meinung
Es handelt sich um den zweiten Band einer Reihe. Meiner Meinung nach können sie aber unabhängig voneinander gelesen werden, da auch ich den ersten Teil nicht kannte, als ich den hiesigen zweiten gelesen habe. Trotzdem empfiehlt es sich meiner Ansicht nach immer, die Reihenfolge einzuhalten.

In diesem Buch stehen nicht nur zwei Ermittler im Vordergrund, sondern ein ganzes Ermittlerteam spielt eine Rolle. Dadurch treffen die unterschiedlichen Charaktere bei ihrer Arbeit aufeinander. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits hat jeder so seine persönlichen Probleme, was mir ein bisschen zu viel war. Der eine kämpft gegen den Alkohol, der nächste gegen Tabletten und wiederum ein anderer hat familiäre Probleme. 

Sehr positiv hervorzuheben ist die Spannung, die von Anfang bis Ende aufgebaut wird und mich ans Buch gefesselt hat. 

Viele Themen kommen in der Handlung vor, was das Ganze interessant macht, aber auch in geballter Ladung für den einen oder anderen Leser vielleicht zu viel sein könnte. Ich fand es zwar gut, aber dadurch werden die einzelnen Thematiken nur angeschnitten und bleiben meist oberflächlich. Dazugelernt habe ich trotzdem etwas, vor allem im Bereich des Hackens. 

Der Schreibstil war leider nicht ganz so meins. Es gab oftmals Wiederholungen, die in meinen Augen hätten vermieden werden können. 

Durch die ganzen Probleme, die die Ermittler haben, ist meiner Meinung nach die Charakterentwicklung ein bisschen auf der Strecke geblieben. Ich bin bis zum Schluss mit den Protagonisten nicht warm geworden, was ich ein bisschen schade fand. 

Die krassen Wendungen haben allerdings für o. a. Spannung gesorgt, wovon ich angetan war.

Insgesamt ist es ein solider Thriller mit viel Spannung, bei dem die Ermittlungen einerseits und die Ermittelnden mit ihren Problemen andererseits eine Rolle spielen. 

Bewertung
♥♥♥

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