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Sonntag, 26. November 2017

[Buchrezension] "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach

- Piper Verlag
- 2010 erschienen
- 206 Seiten


Inhalt
"Verbrechen" beinhaltet elf Fälle, die Ferdinand von Schirach als Strafverteidiger erlebt hat. Sie beruhen auf Tatsachen, wurden aber teilweise abgewandelt, so dass nur der Autor weiß, was tatsächlich so geschehen ist und wo Abweichungen von der Realität vorliegen.
Meinung
Die elf Fälle werden nüchtern erzählt. Für mich liegt ein besonderer Schreibstil vor, denn die einzelnen Fakten des jeweiligen Falles werden in kurzen Szenen in Romanform zusammengefasst. 

Ich empfand es weder als zu kurz oder zu lang, sondern eben genau richtig. Es hat mich von Anfang an in Bann gezogen und interessiert verschlang ich eine Szene nach der anderen. Die Tatsache, dass die Fälle auf wahren Begebenheiten beruhen und der Leser nicht weiß, was genau real ist und was er glauben soll, haben es für mich so spannend gemacht. Ich fragte mich die ganze Zeit, mit wem ich sympathisiere und warum bzw. ob es "in Ordnung" ist, mit dem "Täter" zu sympathisieren. Somit geriet ich immer wieder in Gewissenskonflikte, was vom Autoren wohl so beabsichtigt und brillant umgesetzt wurde.

Bewertung
♥♥♥♥♥

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