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Samstag, 27. Oktober 2018

[Buchrezension] "Der Name der Rose" von Umberto Eco





- dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
- 1980 erschienen
- 655 Seiten
- übersetzt von Burkhart Kroeber

Inhalt
1327 kommt es in einem abgelegenen Kloster zu ungewöhnlichen Todesfällen. William von Baskerville wird mit den Ermittlungen betraut und er versucht, Licht ins Dunkel zu bringen...

Meinung
Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und begann mit dem eBook. In dem Buch befinden sich zahlreiche lateinische Wendungen, die zum großen Teil in einem Anhang übersetzt werden. Beim eBook zwischen Text und Anhang hin und her zu blättern, war sehr mühsam, weil ich zwar problemlos zum Anhang kam, dann aber nicht wieder gleich an die Stelle zurück, an der ich gerade las.

Deshalb bin ich dann doch in die Bücherei gegangen und habe die Printversion geliehen. Genau diese lateinischen Wendungen waren für mich aber ein großes Problem bei dem Buch. Ich hatte nie Latein und verstand somit so gut wie nichts. Deshalb musste ich jedes Mal nachschlagen. Das hat mich aus dem Lesefluss gerissen, was ich sehr schade fand. Zumal die Wendungen dann auch nicht wirklich zum Inhalt/zur Handlung beigetragen haben. Ich hätte mir hier gewünscht, dass diese Wendungen als Fußnoten eingearbeitet worden wären. Dann hätte es meinen Lesefluss nicht so gestört. 

Auch die vielen Debatten und Reden/Monologe/Visionen in dem Buch haben meinen Lesefluss beeinträchtigt. Sie waren oft langatmig und trugen nur wenig zur Handlung bei. Ich habe deshalb sehr viele Passagen quergelesen, weil es mich weniger interessierte. 

Aber es gab auch Dinge an der Handlung, die das Buch auf jeden Fall bereichert haben. So gefielen mir am besten die Ermittlungen als solche. Damals gab es zum Beispiel noch keine DNA-Analysen oder ähnliches und deshalb fand ich diese Ermittlungsszenen umso spannender. 

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, wird aber eben immer wieder unterbrochen und ist durchsetzt von lateinischen Wendungen und diese ewigen Debatten, die leider keinen Nerv bei mir getroffen haben.

Am Anfang fiel es mir sehr schwer, in das Buch und in die Geschichte hineinzufinden. Der erste Leseabschnitt zog sich doch sehr. Doch irgendwann hatte ich dann den Faden gefunden und kam recht schnell durch die Seiten. Trotzdem hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, nicht von der Stelle zu kommen. Es ist ein Klassiker und gehört meiner Meinung nach zur gehobeneren Literatur. Es ist nicht immer ganz einfach zu lesen. Trotzdem macht es auch Spaß - vor allem bei den Ermittlungen. 

Die Figuren blieben für mich größtenteils leider sehr blass. Einzig die Beziehung zwischen William und seinem Gehilfen, unserem Ich-Erzähler, fand ich teilweise sehr amüsant und habe sie sehr gerne verfolgt.

Ich schwankte beim Lesen zwischen zwei und drei Herzen, habe mich aber letztendlich für drei Herzen entschieden, weil die spannenden Ermittlungsszenen für mich persönlich die langatmigen Stellen ein wenig ausgleichen konnten.

Bewertung
♥♥♥

Weitere Meinung
*Rezension von Julias Sammelsurium*

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2 Kommentare:

  1. Hey Melli,

    Ich habe das Buch auf spanisch gelesen, kann dein Leseempfinden aber dennoch bestätigen. Dieses ganze lateinische noch dazu hat micha uch so manches Mal aus dem Konzept gebracht. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so wirklich an den Inhalt des Buches erinnern. Es ist schon einige Jahre her.

    LG, Moni

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    1. Hey Moni,
      das kenne ich. Es gibt Bücher, die bleiben präsent und bei anderen weiß man manchmal schon nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr, worum es eigentlich ging.

      Spanisch habe ich auch mal gelernt, aber leider fast alles vergessen. Bücher in dieser Sprache zu lesen, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Respekt!

      Ich fand vor allem schade, dass die lateinischen Wendungen überflüssig waren, weil sie oft gar nichts zum Inhalt beigetragen haben. Ich schlug sie nach und habe den Sinn dahinter trotzdem nicht verstanden.

      Liebe Grüße Melli

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