"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Mittwoch, 21. Januar 2015

[Buchrezension] "Beim Leben meiner Schwester" von Jodi Picoult



- Piper Verlag GmbH
- 2004 erschienen
- 475 Seiten

Der erste Satz
"Als ich klein war, fragte ich mich nicht, wie Babys gemacht wurden, sondern warum."

Die Autorin
Jodi Picoult wurde 1967 geboren. Sie ist eine bekannte amerikanische Autorin und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in New Hampshire.

Inhalt
Kate Fitzgerald hat Leukämie. Da ihr Bruder Jesse nicht als potenzieller Spender infrage kommt, beschließen ihre Eltern, ein weiteres Kind (Anna) zu bekommen, um das Nabelschnurblut für Kate nutzen zu können. Doch dabei bleibt es nicht. 
Als Anna 13 Jahre alt ist, weigert sie sich, weiterhin als Spenderin für ihre Schwester zu dienen...

Meinung
"Beim Leben meiner Schwester" hat einen sehr dramatischen Hintergrund. Ich kannte bereits den Film, bevor ich das Buch gelesen habe, bin aber trotzdem ohne Voreingenommenheit an die Lektüre herangegangen, da ich mich nur noch teilweise an den Film erinnern konnte und somit z. B. das Ende gar nicht mehr wusste. 

Das Buch ist in Wochentage unterteilt, die wiederum in die verschiedenen Sichtweisen der beteiligten Personen gegliedert sind. Somit enthält das Buch die unterschiedlichsten Sichtweisen auf die Handlung. Das fand ich ebenso interessant wie die Darstellung der Charaktere. Jeder hat eine eigene Sicht- und Denkweise auf die dargestellten Konflikte und diese sind sehr gut herausgearbeitet. Man kann in die Rolle von jedem einzelnen schlüpfen und sich als Leser Gedanken zu der jeweiligen Person und ihre Beteiligung am Geschehen machen.

Im Vordergrund stehen Kate als Leukämie-Patientin und Anna als ihre Schwester und Spenderin (u. a. von Knochenmark). Die Eltern spielen dabei auch eine wichtige Rolle, denn sie wollen zum einen ihre Tochter Kate retten und zum anderen Anna das Leid ersparen. 

Ich konnte mich gut in jeden einzelnen hineinfühlen und seinen Standpunkt nachvollziehen, weil alle sehr authentisch dargestellt sind, egal ob sie zur Familie gehören oder nicht.

Der Vater von Kate und Anna arbeitet bei der Feuerwehr und interessiert sich hobbymäßig für Astronomie. Beide Themengebiete fließen immer wieder mit in die Geschichte ein, so dass ich bei beiden Themen einiges dazu gelernt habe. Das hat mir gut gefallen, da es die Geschichte nicht in ihrem Lesefluss beeinträchtigt, sondern zu deren Gestaltung beiträgt. 

Nur zwei Kritikpunkte habe ich auszusetzen. Zum einen waren mir die Zeitsprünge nicht immer ganz klar. Manchmal steht die Zeit da, in der wir uns befinden, aber manchmal springt das Buch von einem Absatz zum nächsten in der Zeit hin und her, was mich dann verwirrt hat. 

Der zweite Kritikpunkt ist das Ende. Ich mag zwar überraschende Wendungen und finde es auch richtig, dass nicht jedes Buch ein Happy end hat, denn das Ende muss meiner Meinung nach immer zur Geschichte und zum jeweiligen Buch passen. Aber das Ende in diesem Buch kam für mich sehr überraschend und ich hätte es mir ein bisschen anders gewünscht.

Nichtsdestrotrotz finde ich das Buch bewegend, berührend und interessant. Es regt zum Nachdenken an und der Leser kann sehr viel lernen, nicht nur zu den Themengebieten Feuerwehr und Astronomie, sondern auch zu der Krankheit, die Kate hat.

Das Buch ist insgesamt meiner Ansicht nach definitiv ein gelungenes Buch und bekommt deshalb von mir vier Sterne.

Bewertung
♥♥♥♥

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