"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~
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Mittwoch, 9. September 2026

[Buchrezension] "Wildhonig" von Jodi Picoult und Jennifer Finney Boylan

 


- C. Bertelsmann Verlag
- 2022 erschienen
- 532 Seiten
- übersetzt von Elfriede Peschel
Inhaltswarnung*: häusliche Gewalt, Trauer und Verlust
 
Inhalt
Olivia McAfee zieht mit ihrem Sohn Asher in ihre Heimatstadt zurück, wo Asher sich in Lily verliebt. Doch dann stirbt Lily und er gerät unter Verdacht...
  
Meinung
"Wildhonig" ist in zwei Perspektiven geschrieben: Olivia und Lily. Und das fand ich großartig, denn somit lernen wir Lily besser kennen, die mich als Charakter total verzaubert hat. 
 
Da Olivia als Imkerin tätig ist, erfahren wir immer wieder häppchenweise Informationen zum Leben von Bienen, was ich ebenso total toll fand. 
 
Es ist kein Kriminalroman oder Thriller, sondern eher ein Spannungsroman. Während wir nach und nach die Hintergründe der Beziehungen der Protagonist:innen erfahren, wird am Ende der Todesfall aufgeklärt. 
 
Ich empfand das Buch als sehr tiefgründig und bewegend. Es hat mich sogar zu Tränen gerührt. 
 
Das eigentliche Thema des Buches möchte ich gar nicht verraten, weil es auch nicht auf dem Klappentext steht. Ich kann nur sagen, dass es meiner Meinung nach grandios umgesetzt wurde. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es hat mich zum Nachdenken angeregt. 
 
Gleichzeitig habe ich wieder Neues über das Rechtssystem in den USA bzw. über den Verfahrensablauf gelernt. 
 
Das Einzige, was mich ein bisschen gestört hat, sind die wechselnden Zeitebenen. Wir haben die Zeit vor dem Todesfall und die Zeit danach. Doch dann gibt es immer wieder Wochenangaben, die mich etwas verwirrt haben.  
 
Insgesamt hat mich "Wildhonig" überzeugt und ich freue mich auf weitere Werke der Autorinnen (auch wenn sie nicht gemeinsam geschrieben werden). 
  
Bewertung

*Inhaltswarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

**unbezahlte Werbung** 

Montag, 24. August 2026

[Buchrezension] "Mama & Sam" von Sarah Kuttner

 

 


- S. Fischer Verlag
- 2025 erschienen
- 281 Seiten
- Originalsprache Deutsch

 
Inhalt
Als die Mutter der Ich-Erzählerin stirbt, geht diese den Umständen des Todes nach. Dabei stößt sie auf Hinweise, die auf Love Scamming hindeuten...  
 
Meinung
Bereits vor einer Weile habe ich zum ersten Mal von Love Scamming gehört. Es handelt sich um eine Betrugsmasche insbesondere von Männern, die Frauen die große Liebe vortäuschen, um sich ihr Vertrauen zu erschleichen, was schließlich zu Geldforderungen führt. 
 
Das Thema ist sehr hart und mich hat brennend interessiert, wie die Autorin das umsetzt. Denn von Sarah Kuttner habe ich bislang alle Bücher gelesen und somit war klar, dass ich auch dieses lesen würde. Als ich vor kurzem in der Bibliothek gestöbert habe, war es verfügbar und ich nahm es mit. 
 
Was mir besonders gut gefallen hat, ist der Zeitstrahl am Anfang der Kapitel, der mich sehr gut darin unterstützt hat, zu wissen, in welcher Zeit des Romans wir uns befinden. Es gibt Zeitsprünge, die so gar kein Problem für mich waren.  
 
Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich gleichzeitig wütend und hilflos beim Lesen gefühlt habe, also genau so, wie sich Angehörige beim Love Scamming oft fühlen. Mir war so schlecht beim Lesen! Denn wie sich der Mann hier das Vertrauen der Frau erschleicht und schließlich ihre Ersparnisse (und mehr darüber hinaus), war einfach richtig perfide. Denn wir reden hier auch nicht nur von schlichten Überweisungen, sondern die Art und Weise, wie das Geld fließt und was die Frau dafür auf sich nimmt, ist unglaublich. Mehr verrate ich dazu nicht. 
 
Der Chat, den Sarah Kuttner als solchen abbildet, fand ich sehr authentisch. Das hat das Ganze real wirken lassen. Der Roman ist teilweise autobiographisch, was mir eine Gänsehaut beschert. 
 
Am Ende bleiben viele Fragen offen, was mich zum Nachdenken angeregt hat. Ich glaube, dass genau dieses Ende so gut passt, weil auch in der Realität beim Love Scamming vermutlich viele Fragen nie geklärt werden können. 
 
Wer sich literarisch mit Love Scamming beschäftigen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Für Angehörige, die Antworten suchen, ist es eher nicht geeignet.  
 
Bewertung

Montag, 8. Juni 2026

[Buchrezension] "Die Unbändigen" von Emilia Hart




- HarperCollins Verlag
- 2024 erschienen
- 416 Seiten
- übersetzt von Julia Walther
Inhaltswarnung*: Abtreibung, Gewalt von Männern gegen Frauen, häusliche Gewalt, Vergewaltigung
 
Inhalt
Kate, 2019: Sie flieht aus London vor ihrem Mann. Sie hat gerade ein Cottage von ihrer Großtante geerbt und findet dort Zuflucht.
 
Violet, 1942: Sie ist fasziniert von Insekten und möchte später diese Tiere erforschen. Doch ein Vorfall erschüttert ihr Leben für immer.
 
Altha, 1619: Sie ist der Hexerei angeklagt. 


Drei Frauen, deren Schicksale enger verwoben sind, als es anfangs scheint. Alle drei kämpfen in ihrer jeweiligen Zeit für Unabhängigkeit. 
 
Meinung
Was für ein Buch! Als ich gesehen habe, dass Livia es lesen möchte, habe ich mich ihr angeschlossen und gemeinsam mit Julia haben wir das Buch in einer Leserunde gelesen, die ich Euch *HIER - Leserunde mit Spoilern* verlinke. 
 
Meine Rezension bleibt natürlich spoilerfrei wie immer. 
 
Aufgrund unserer Leserunde habe ich mir fleißig Notizen gemacht und somit habe ich schnell ins Buch gefunden und konnte die drei Perspektiven gut auseinanderhalten. Aber die Notizen hätte es für letzteres gar nicht gebraucht, wie ich schnell feststellen konnte. Denn zum einen nutzt die Autorin für jede Frau ein anderes Symbol am Kapitelanfang und zum anderen sind die drei Perspektiven sehr gut voneinander zu unterscheiden. 
 
Faszinierend war für mich, wie sehr ich mit allen drei Frauen mitgefiebert habe. Alle drei Zeitebenen haben mich gleichviel interessiert. Das fand ich schön, denn so hatte ich das ganze Buch hindurch Lust, direkt weiterzulesen. 
 
Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zur Geschichte. Denn ein großer Teil hiervon sind Naturbeschreibungen und Naturverbundenheit, ohne dass es mir zu viel wurde. Ich mag Tiere, Pflanzen und die Natur allgemein und deshalb fand ich es schön, das zu lesen. 
  
Es gibt drei Kritikpunkte an diesem Buch von mir. Zum einen ist ist sehr vorhersehbar. Das fand ich schade, weil ich eher überraschende Wendungen mag. Die Übernatürlichkeit (mehr verrate ich dazu nicht) traf nicht so ganz meinen Geschmack, auch wenn es gut zu dieser Geschichte passt. Und gegen Ende hin wird mir manches zu schnell abgehandelt.  
 
Davon abgesehen ist es teilweise sehr brutal, was den Umgang von Männern mit Frauen betrifft. Wenn Ihr hierzu Genaueres wissen wollt, schaut unbedingt in meine Inhaltswarnungen.
 
Mich hat das Buch extrem wütend gemacht. Es gibt so viele Ungerechtigkeiten und so viele Handlungen von männlichen Personen, die ich nicht ertragen habe. Es waren für mich keine neuen Dinge, weil ich schon viele historische Romane gelesen habe, trotzdem kamen sie hier geballt vor und das hat mich sehr mitgenommen. 
 
In unserer Leserunde kamen wir darauf, dass der Roman auf einigen Plattformen als "historischer Roman" gelabelt wird. Das sehen wir kritisch. Es ist unseres Erachtens eher in Belletristik einzuordnen. Es spielt zwar teilweise in den Jahren 1619 und 1942, aber es gibt einen Handlungsstrang in der Gegenwart.  
 
Ich habe nun lange geschwankt zwischen 4 und 5 Herzen. Da ich 4,5 vergeben würde, runde ich auf 5 auf.
 
Meine Kritikpunkte habe ich oben benannt. Insgesamt wird das Buch länger nachhallen, weil manche Szenen sehr eindrücklich geschrieben sind. 
 
Zum Schluss zitiere ich in Auszügen (ohne Spoiler) einen meiner Kommentare in der Leserunde:
 
"Ich möchte schreien. Mich auf den Boden werfen und nur noch schreien.

Und zwar so lange, bis Frauen endlich nicht mehr von Männern Gewalt erfahren. Und ich werde wohl ewig auf dem Boden liegen und schreien. 
 
[...]
 
Und dann kommen diese ganzen guten Bücher zu diesem Thema (Feminismus, starke Frauen etc.).

Und immer wieder halten wir diese furchtbaren Situationen und Szenen aus, die Frauen ausgeliefert sind (literarisch oder eben in der Realität - siehe auch zuletzt erschienene Biographien von misshandelten Frauen).

Es zieht sich durch die Jahrhunderte/Jahrtausende." 

 
Bücher wie dieses sorgen dafür, dass ein Funke Hoffnung geweckt wird, dass es vielleicht irgendwann besser wird. Wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen. Unseren Kindern die entsprechende Bildung mitgeben, als Frauen zusammenhalten und als Männer Unterstützung und Respekt gegenüber Frauen zeigen. 
 
Bewertung

*Inhaltswarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

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Dienstag, 26. Mai 2026

[Buchrezension] "Ganz langsam weit weg" von Annkathrin Kaßner und Nico Ladewig

 


 

- Selfpublished/BoD Verlag
- 2025 erschienen
- 336 Seiten
- Originalsprache: Deutsch
 
 
Inhalt
Annkathrin Kaßner und Nico Ladewig sind 2024 aufgebrochen, um die Welt auf ihren Fahrrädern zu erkunden. Mit Zeltrausrüstung und nützlichen Gegenständen bereisen sie in diesem ersten Band Deutschland, die Benelux-Staaten, Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko.

 

Meinung
Reiseberichte aller Art lese ich sehr gerne. Ich liebe es, in fremde Lebensrealitäten hineinzuschnuppern und verschiedene Wege kennenzulernen. 
 
Deshalb habe ich mich sehr gefreut, die beiden Autor:innen literarisch auf ihrem Weg mit den Fahrrädern zu begleiten, auch wenn ich selbst nur sehr selten Rad fahre, was unterschiedliche Gründe hat.
 
In Deutschland beginnend radeln die beiden zunächst durch Westeuropa und schließlich auch durch Nordafrika. Beides fand ich sehr spannend. 
 
Sie begegnen unterschiedlichen Menschen, erkunden sowohl Sehenswürdigkeiten an einzelnen Orten, als auch abgelegene Wege und Landschaften. Das Besondere ist, dass sie mit Fahrrädern unterwegs sind. Das bringt natürlich Vorteile wie auch Nachteile mit sich, zum Beispiel können diese Fahrzeuge nicht in jeder Unterkunft sicher untergebracht werden, so dass dann nach einem langen Tag doch noch einige weitere Kilometer zurückzulegen sind, um einen geeigneten Platz zu finden. Das fand ich sehr authentisch und interessant zu lesen. 
 
Ebenso habe ich mich mitgefreut, wenn die beiden Glück hatten in irgendwelchen Situationen und manches besser funktioniert hat als gedacht. Fahrräder wollen bei so einer langen Reise selbstverständlich auch gepflegt und ab und zu geflickt werden. 
 
Das Besondere ist auch, dass es sich nicht um eine zeitlich limitierte Reise handelt, sondern die beiden tatsächlich heute noch unterwegs sind. Sie hatten zuvor ihre Wohnung und ihre Jobs gekündigt (wobei sie die Möglichkeit haben, teilweise digital zu arbeiten). 
 
Somit handelt es sich bei diesem Buch um Teil 1 einer Reihe, die in der Zukunft fortgesetzt werden wird. Das Buch beinhaltet nur wenige Fotos. Wer mehr Bildmaterial sehen möchte, kann auf ihrer *Instagram-Seite* fündig werden.
 
Ich habe nur einen kleinen Kritikpunkt zu diesem Buch: Es enthält einige sprachliche Wiederholungen, bei denen zwei aufeinanderfolgende Sätze denselben Inhalt wiedergeben. Darüber bin ich beim Lesen ein bisschen gestolpert. 
 
Ansonsten hatte ich viel Spaß, die Reise der beiden zu begleiten :-) 
 
Bewertung

**unbezahlte Werbung** 

Montag, 25. Mai 2026

[Buchrezension] "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" von Taylor Jenkins Reid

 

 


- Ullstein Verlag
- 2017 erschienen
- 459 Seiten
- Übersetzerin: Babette Schröder
 
 
Inhalt
Die Journalistin Monique bekommt die Chance, eine der größten Filmstars ihrer Zeit, Evelyn Hugo, zu interviewen. Dabei hofft sie, auch mehr hinter die Kulissen blicken zu können und über deren sieben Ehemänner zu erfahren. Doch sie ahnt nicht, wie viel sie herausfinden wird...

 

Meinung
Obwohl die Autorin sehr gehypt ist und ich "Carrie Soto is Back" von ihr total gerne gelesen habe (*Rezension*), hatte ich gar nicht so große Lust, dieses Buch zu lesen. Weil ich dachte, es ginge um eine Filmikone und ihre Lebensgeschichte, die sieben Ehemänner umfasst.
 
Wenn ich gewusst hätte, dass es um so viel mehr geht und vor allem, was der eigentliche Hintergrund ist, hätte ich es sofort zur Hand genommen. 
 
Trotzdem empfehle ich, völlig unbefangen heranzugehen und das Buch zu lesen, ohne viel darüber zu wissen. Denn so konnte ich alles in Ruhe entdecken und ein Buch lesen, das mich komplett geflasht hat. 
 
Nach und nach erzählt Evelyn Hugo ihre Lebensgeschichte und legt dar, wie es zu den einzelnen Ehen gekommen ist. So ergibt sich am Ende ein Gesamtbild, das Stück für Stück offengelegt wird. 
 
Hierbei fand ich zwar die Auflösung der Frage, warum ausgerechnet Monique als Interviewpartnerin ausgewählt wird, nicht so spektakulär. Aber es existieren immer wieder überraschende Wendungen, bei denen mir der Mund offen stehenblieb und ich dachte "Das hat sie nicht gemacht?!". Doch sie hat es getan. Immer wieder. Die Autorin ist erbarmungslos. Mehr verrate ich natürlich nicht. 
 
Eine Stelle war so spannend, dass ich unterwegs auf dem Fußweg weiterlesen musste, weil ich es kaum ausgehalten habe :D 
 
Für mich ist dieses Buch ein Jahreshighlight, ja sogar ein Lebenshighlight geworden. Leider kann ich Euch aber nicht erzählen, warum, sonst würde ich komplett spoilern. Sagen wir so: Es gibt einen queeren Aspekt in dem Buch und dieser hat mich total abgeholt. 
 
Ferner hat das Buch einen unfassbaren Tiefgang und es ist interessant geschrieben, so dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Der Schreibstil hat mich in seinen Bann gezogen. 
 
Es ist so ein Buch, bei dem ich genau weiß, dass ich es irgendwann noch einmal lesen werde. Und natürlich muss ich nun noch alle weiteren Bücher von Taylor Jenkins Reid lesen, auch wenn ich vermute, dass sie für mich hinter diesem Buch möglicherweise zurückbleiben könnten. Vielleicht überrascht mich die Autorin aber auch ein weiteres Mal. Das würde ich ihr durchaus zutrauen.  
 
Bewertung

**unbezahlte Werbung** 

Montag, 18. Mai 2026

[Buchrezension] "Pflegefrei - Meine Reise durch Südamerika" von Dominic Armbruster

 



- BoD/Selfpublished
- 2025 erschienen
- 385 Seiten
- Originalsprache Deutsch
 
 
Inhalt
Dominic Armbruster arbeitet als Gesundheits- und Krankenpfleger, als ihn eine ältere Dame durch ihre Erinnerungen dazu ermuntert, seine eigene Reise anzutreten. So macht er sich auf den Weg. 

 

Meinung
Wer träumt nicht davon, den Alltag hinter sich zu lassen und zu reisen? Und dann gibt es die Menschen, die es tun. Dazu gehört auch Dominic Armbruster. 
 
Vorab bin ich über seine *Instagram-Seite* gestolpert, die mich sofort neugierig gemacht hat. Sie dient auch im Nachgang als gute Ergänzung zum Buch, denn in diesem selbst gibt es keine Fotos. Mich persönlich hat das nicht gestört, denn ich glaube zu wissen, dass Fotos in Büchern sehr teuer zu produzieren sind (insbesondere Farbfotografien) und somit für Selfpublisher eine größere Herausforderung darstellen. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass es die Bilder auf Social Media gibt. 
 
Nach einem kurzen Einblick in den Alltag als Gesundheits- und Krankenpfleger und der Antwort auf die Frage, warum sich der Autor überhaupt auf diese Reise begeben hat, ging es auch schon los. 
 
Die Reise führt Dominic Armbruster in neun Länder Südamerikas. Er reist zehn Monate durch diese Landschaften und faszinierenden Orte. Aber vor allem begegnet er Menschen und ihren Geschichten. Dabei unternimmt er nicht nur Ausflüge zu bekannten touristischen Zielen und Sehenswürdigkeiten, sondern schaut auch abseits dessen hinter die Kulissen auf die nicht so schönen Seiten eines Landes bzw. Ortes. 
 
Das Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches gibt einen sehr guten Überblick über die einzelnen bereisten Länder und Städte, so dass es auch eine Hilfe sein kann, wenn man selbst vorhat, diese Orte zu bereisen und zu erkunden. 
 
Mir hat der Schreibstil insgesamt zugesagt, nur eine Sache hat meinen Lesefluss an einigen Stellen gestört: die zahlreichen Aufzählungen. Als Stilmittel werden sie gerne genutzt und das ist auch völlig in Ordnung, mir war das hier nur ein bisschen zu viel. 
 
Ansonsten habe ich den Autor bei seiner Reise sehr gerne literarisch begleitet. Seine Darstellungen sind sehr bildhaft, so dass ich mich gefühlt habe, als würde ich selbst durch den Dschungel streifen und die Abenteuer miterleben. 
 
Wenn Ihr also Lust habt auf eine Reise durch Südamerika, dann lasst Euch von diesem Buch dorthin entführen! 
 
Bewertung

**unbezahlte Werbung** 

Freitag, 15. Mai 2026

[Buchrezension] "Carrie Soto is Back" von Taylor Jenkins Reid



- Ullstein Verlag
- 2022 erschienen
- 404 Seiten
- übersetzt von Babette Schröder

 
Inhalt
Carrie Soto ist Tennisspielerin und hat schon viele Turniere gewonnen. Nun soll ihr Rekord von einer jungen Tennisspielerin eingestellt werden. Das kann sie natürlich nicht zulassen und kehrt mit 37 Jahren auf den Tennisplatz zurück...  
 
Meinung
Wenn von einer Autorin so geschwärmt wird, dann werde ich natürlich neugierig. Also stehen diverse Bücher von ihr auf meiner Wunschliste. Als ich zuletzt in der Bibliothek war, durften dann gleich zwei Werke mit und ich habe mit diesem hier begonnen. 
 
Obwohl Tennis so gar nicht mein Sport ist und ich weder die Regeln kenne, noch es selbst gespielt habe, noch es im Fernsehen verfolge, war ich sofort in Bann gezogen. 
 
Das ging sogar so weit, dass ich mir Zusammenfassungen von Steffi Graf auf YouTube angesehen habe :D Wenn ein Buch das schafft, ist das schon mal ein großer Pluspunkt. 
 
Auch wenn mir die Protagonistin Carrie wenig sympathisch war, konnte sie doch eine Entwicklung vollziehen, die mir sehr gut gefallen hat. 
 
Im Fokus stehen ihre Tenniskarriere und ihr Comeback einige Jahre später. Hierbei spielt auch ihr Vater eine Rolle, der sie teilweise trainiert. Ihre Gegnerinnen auf dem Platz sind eher Randfiguren, was ich hier authentisch fand. Dann gibt es noch ihren Sparringspartner im Tennis. 
 
Unterbrochen wird die Geschichte immer wieder von Zeitungsartikeln und Kommentaren in den Medien, was ich so sehr gerne gelesen habe. Denn das lockert die Handlung auf und gibt gleichzeitig interessante weitere Informationen. 
 
Für mich entwickelte sich das Buch schnell zu einem Pageturner und ich freute mich immer darauf, weiterzulesen. 
 
Und nun bin ich gespannt auf weitere Werke der Autorin Taylor Jenkins Reid. :-) 
 
Bewertung

**unbezahlte Werbung**  

Mittwoch, 22. April 2026

[Buchrezension] "Cupido" von Jilliane Hoffman


 

 

- BamS Verlag (Sonderedition)
- 2003 erschienen
- 396 Seiten
- übersetzt von Sophie Zeitz
Inhaltswarnung*: Vergewaltigung
 
Die Reihe
Cupido
Morpheus
Argus
Nemesis 
 
Inhalt
Chloe steht kurz vor ihrem Abschlussexamen in Jura. Sie möchte Anwältin werden. Doch dann wird sie eines Nachts brutal vergewaltigt, was sie völlig aus der Bahn wirft. 
Zwölf Jahre später arbeitet sie als Staatsanwältin und sitzt plötzlich dem Täter von damals gegenüber...   
 
Meinung
Die Reihe wollte ich schon ewig lesen. Nun habe ich das endlich in Angriff genommen. 
 
Ich war sofort im Bann dieses Buches gefangen. Von Anfang an gibt es eine düstere Stimmung und es liegt eine Spannung in der Luft, die zum Greifen nahe ist. 
 
Es beginnt direkt brutal, wobei Details erst später aufgedeckt werden. Dann kommt es zu diversen Verwicklungen und ich habe ein bisschen miträtseln können und viel über das amerikanische Rechtssystem gelernt. Die Autorin ist selbst als Staatsanwältin tätig gewesen und ich habe gemerkt, dass sie weiß, wovon sie schreibt. Das hat dem Ganzen eine hohe Authentizität verliehen. 
 
Es gibt auch eine leichte Liebesgeschichte, die sich anbahnt, aber sie blieb weitestgehend im Hintergrund. Ich bin gespannt, wie sich die Figuren im Laufe der Reihe entwickeln werden. 
 
Die Entwicklung der Protagonistin in diesem Auftaktband fand ich sehr gut umgesetzt. Sie trägt ihre Narben außen und innen, versucht aber, ihren Weg zu gehen und damit umzugehen. 
 
Gleichzeitig gibt es so überraschende Wendungen, die mich den Atem haben anhalten lassen. 
 
Es wird zwar permanent erwähnt, dass das Buch 2000 spielt und einige Elemente deuten auch darauf hin (zum Beispiel Festnetztelefone). Trotzdem empfand ich es fast als zeitlos. 
 
Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel ließen mich nur so durch die Seiten fliegen. Ich freue mich auf Band 2, der schon bereit liegt.  
 
Bewertung

*Inhaltswarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

**unbezahlte Werbung** 

Dienstag, 24. Februar 2026

[Buchrezension] "Blaues Wunder" von Anne Freytag

  

- Kampa Verlag
- 2025 erschienen
- 256 Seiten
- Originalsprache: Deutsch

 
Inhalt
Sieben Personen auf einer Luxusyacht. Es könnte eine entspannte Zeit sein. Doch es geht um etwas Großes - warum hat der Chef die beiden größten Kontrahenten in seinem Unternehmen wirklich mit deren Ehefrauen eingeladen? Und welche Rolle spielt seine Familie? 

  

Meinung
Einfach nur wow. Binnen 24 Stunden habe ich diesen Roman regelrecht weginhaliert. Es gibt beim eBook ein fehlendes Leerzeichen beim ersten Satz eines jeden Kapitels, so dass zwei Wörter zu einem verschmelzen. Ich war froh über diese Stolperer beim Lesen, sonst hätte ich das Buch noch schneller weggesuchtet :D
 
Meine Augen flogen nur so über die Zeilen und hungerten danach, wie es weitergeht, was noch passiert. Es lag eine knisternde Spannung in der Luft, zwischen den Zeilen und in den Beschreibungen. 
 
Wir haben drei Perspektiven: Rachel, Franziska und Nora. Die drei Ehefrauen der vermeintlich erfolgreichen Männer an ihrer Seite. Doch was passiert wirklich hinter der Fassade? Genau diese Fassade, das Außen hat Anne Freytag unheimlich gut beobachtet und in diesem Roman verarbeitet. Aber auch das Innen, die Gedanken, Gefühle und daraus resultierende Handlungen hat sie perfekt in Szene gesetzt. Diese Sprachgewalt der Autorin fasziniert und begeistert mich immer wieder aufs Neue. Deshalb stehen alle ihre Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, auf meiner Wunschliste.  
 
Von Anfang an war ich mit den Charakteren auf der Yacht, habe jede Perspektive mit eingenommen und hautnah miterlebt. Jeder Blick, jede Geste, alles konnte ich mir bildhaft vorstellen. Das Ende bzw. der Anfang einer jeden Figur war für mich perfekt ausgearbeitet. So eine tolle Idee und so eine grandiose Umsetzung!  
 
Bei guten Büchern ist es immer ein bisschen schade, wenn ich sie zu schnell lese. Aber es ging nicht anders. Ich klebte am Buch, wollte es gar nicht aus der Hand legen. Lesepausen durch den Alltag habe ich bedauert und mich immer aufs Weiterlesen gefreut. Wenn Literatur das schafft, dann ist das große Kunst.  
  
Bewertung

Samstag, 17. Januar 2026

[Buchrezension] "Duddits" von Stephen King

 

 


- Heyne Verlag
- 2001 erschienen
- 875 Seiten
- übersetzt von Jochen Schwarzer
Triggerwarnung*: Krebs, Suizid(gedanken)
 
Inhalt
Vier Männer planen einen Jagdausflug, der in einer bedrohlichen Katastrophe enden wird. Werden sie diese abwenden können? 

 

Meinung
Das erste Buch, das ich 2026 gelesen habe, war direkt ein Highlight!
 
Der Klappentext verrät ausnahmsweise nicht so viel. Deshalb werde auch ich mich zum Inhalt bedeckt halten. Wissen solltet Ihr auf jeden Fall, dass es in meinen Augen eine Mischung aus Horror und Science Fiction ist.
 
Wer oder was Duddits ist, müsst Ihr ebenso selbst herausfinden. Mich persönlich hätte der Originaltitel ("Dreamcatcher") wörtlich übersetzt mit Traumfänger als Haupttitel (im Deutschen ist es nur der Untertitel) mehr gecatcht (Achtung Wortspiel). Aber das ist meine persönliche Meinung.  
 
Auf den ersten 300 Seiten habe ich mich durchweg geekelt. Es ist sehr blutig. Gleichzeitig ist es so gut geschrieben - durchweg bis zum Schluss! Es spalten sich immer wieder einzelne Handlungsstränge ab, die teilweise wieder zusammengeführt werden. Das hat King meisterhaft zusammengewoben. Auch werden am Ende alle Herausforderungen, die King aufwirft, super gelöst, finde ich.
 
Einige Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, andere konnte ich gar nicht ausstehen. Großartig umgesetzt von King! Hinzu kommen Freundschaft, aber auch Verlust von Freundschaft sowie Down-Syndrom als wichtige Themen vor.  
 
Vielleicht sollte man noch wissen, dass das Buch handschriftlich von King geschrieben wurde, als er sich unter starken Schmerzmitteln von den Folgen seines schweren Unfalls "erholt" hat. Umso beeindruckender finde ich das Ergebnis - also diese Geschichte.  
 
Das Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht. Es ist so herzzerreißend!  
  
Bewertung

*Triggerwarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

Samstag, 10. Januar 2026

Dienstag, 6. Januar 2026

[Buchrezension] "Bernsteintränen" von Izabelle Jardin

 

 


- Zeilenfluss Verlag
- 2015 erschienen
- 430 Seiten
- Originalsprache: Deutsch
Triggerwarnung*: gestörtes Essverhalten, Tod eines Tieres
 
Inhalt
Nicola ist Justiziarin eines weltweit tätigen Unternehmens und soll zwischen Weihnachten und Neujahr für ein Projekt nach Polen reisen. Doch dort erwartet sie noch etwas ganz anderes... 
 
Meinung
Mit "Bernsteintränen" habe ich eine Perle auf einer älteren Leseliste entdeckt. Das Buch erschien 2015 zum ersten Mal und wurde nun zehn Jahre später neu aufgelegt. 
 
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen: Heute und 1945. Beide haben mir gleich gut gefallen. Die Autorin hat für mich beide spannend gestaltet, so dass ich jeweils gefesselt war. 
 
Die abgedruckten Briefe fand ich schön eingebettet mit passenden Schriftarten. Es gibt eine Liebesgeschichte, die für mich gut dosiert war. Die Sexszenen sind nur angedeutet (für alle, die das wissen müssen). 
 
Ansonsten haben mich die Beschreibungen und der Schreibstil verzaubert. Von der ersten Seite an war ich in Bann gezogen. 
 
So ganz nebenbei erfuhr ich als Leserin eine Menge (aber nicht zu viele Fakten, die mich möglicherweise überfordert hätten) über die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Polen. Weitere ernste Themen sind wunderbar in die Geschichte eingeflochten. Das Buch enthält auch kluge Gedanken zum Patriarchat.  
 
Nur eine Sache hat mich wirklich gestört. Das Buch enthält schon arg große "Zufälle", die für mich auch nicht als "Bestimmung" oder "Wunder" (wie in der Handlung selbst so bezeichnet) durchgehen, selbst wenn ich beide Auge zudrücke ;-) 
 
Ansonsten wirklich eine toll erzählte Geschichte über zwei Zeitebenen hinweg, die mich vom Schreibstil her komplett überzeugt hat und nur aufgrund des einen (für mich großen) Kritikpunktes keine volle Punktzahl erhält. 
 
 
Bewertung

*Triggerwarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

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Montag, 5. Januar 2026

[Buchrezension] "Horror-Date" von Sebastian Fitzek

 

 


- Droemer Verlag
- 2025 erschienen
- 329 Seiten
- Originalsprache: Deutsch 

 

Triggerwarnung*: Krebs

 
Inhalt
Raphael ist unheilbar krank und möchte sich noch einmal verlieben. Dazu meldet er sich bei einer besonderen Datingplattform an. Als sein Date mit Nala ansteht, muss sein Freund für ihn einspringen... 

 

 
Meinung
Manchmal finden Bücher einen im richtigen Moment. Das Buch war kaum bei mir eingezogen, als ich es auch schon in die Hand genommen habe. (So muss das sein!) 
 
Nachdem ich bereits die anderen beiden "Kein-Thriller-Bücher" von Sebastian Fitzek gelesen hatte, freute ich mich auf eine humorvolle Geschichte, die aber auch ihre traurigen Momente bekommen würde. Und genau das habe ich bekommen! 
 
Das Buch hat mich zum Schmunzeln und lauten Auflachen gebracht, aber genauso zu Tränen gerührt. Es gibt so viele kreative Ideen in diesem Roman, die für mich genau richtig umgesetzt wurden. Manche Pointen habe ich erst einige Zeilen später verstanden und sie ließen mich dann Loskichern. 
 
Trotzdem sind die Charaktere teilweise auch so "schrullig" (im positiven Sinne) und geraten in skurrile Situationen, die mich bestens unterhalten haben. 
 
In kürzester Zeit hatte ich das Buch durchgesuchtet und blieb mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Wenn ein Roman das schafft, ist das große Kunst.  
 
 
Bewertung

*Triggerwarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

Donnerstag, 25. Dezember 2025

[Buchrezension] "Der kleine Lord" von Frances H. Burnett

 

 


- Dressler Verlag
- 1886 erschienen
- 203 Seiten
- übersetzt von Eva Schumann 
- Zeichnungen von Ulrike Mühlhoff
 

 
Inhalt
Der siebenjährige Cedric lebt mit seiner Mutter in Amerika. Plötzlich möchte sein Großvater (ein Graf) ihn nach England holen, wo er später das Erbe des Grafen antreten soll. Doch der Graf ist nicht gerade beliebt...  
 
Meinung
Als ich diesen Kinderbuchklassiker vor kurzem im öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe, nahm ich ihn mit. Die Verfilmung kannte ich und habe sie auch in diesem Jahr im Fernsehen gesehen. 
 
Das Buch ist herzerwärmend schön. Ich habe es richtig gerne gelesen und habe mich gefreut, dass Buch und Film so nah beieinander geblieben sind. Trotzdem sehe ich beide Medien als eigenständige Kunstwerke. 
 
Es vermittelt eine wichtige Botschaft, die an Aktualtität nicht verlieren dürfte. Und gleichzeitig trägt es Witz und Charme in sich, weil Cedric so manche Situation durch seine altkluge Art auffrischt. 
 
Ein Klassiker, der meiner Meinung nach öfter gelesen werden sollte.  
 
Bewertung

Montag, 22. Dezember 2025

[Buchrezension] "Eins" von Sarah Crossan


 

 

- Mixtvision Verlag
- 2015 erschienen
- 424 Seiten
- übersetzt von Cordula Setsman

 
Inhalt
Grace und Tippi sind siamesische Zwillinge im Teenageralter. Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen. Aus Grace' Sicht erfahren wir ihre Geschichte.  

 

Meinung
In sehr kurze Kapitel mit Überschriften unterteilt, ist das Buch zudem sehr poetisch geschrieben. Jedes Kapitel liest sich fast schon wie ein Gedicht, auf mancher Zeile steht nur ein Wort. Das hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. 
 
Der Roman ist keine leichte Kost, aber in meinen Augen sehr authentisch dargestellt. Wir erleben Grace in Ich-Perspektive mit all ihren Sorgen, Ängsten und Freuden im Teenager-Dasein. Doch das Besondere ist, dass ihre Zwillingsschwester immer dabei ist, weil sie an der Hüfte zusammengewachsen sind. Und trotzdem sind sie unterschiedliche Persönlichkeiten, was immer wieder thematisiert wird. Auch ihre Familie und der Freundeskreis spielen eine wichtige Rolle. 
 
Das Buch hat mich zur Weiterrecherche gebracht, was berühmte siamesische Zwillingspaare betrifft. Einige davon kannte ich bereits, weil ich Dokumentationen zu dem Thema gesehen habe. 
 
Sarah Crossan hat intensiv recherchiert, was dem Buch anzumerken ist. Sehr behutsam und dennoch tiefgründig erzählt sie die Geschichte von Grace und Tippi. 
 
Das Ende habe ich so nicht kommen sehen. 
 
Insbesondere ist das Buch authentisch, es regt zum Nachdenken an und es ist auch traurig. Und gleichzeitig auch so berührend und schön. Ich habe es richtig gerne gelesen.
 
Zuvor habe ich noch nie ein Buch über siamesische Zwillinge gelesen, was mir wieder vor Augen führt, dass ich gerne mehr über meinen Tellerrand hinauslesen möchte. 
  
Bewertung

Mittwoch, 29. Oktober 2025

[Buchrezension/Rezensionsexemplar] "Gerettet und geliebt" von Lisa-Marie Irschik


 

- erschienen bei BoD
- 2025 erschienen
- 486 Seiten
- Originalsprache: Deutsch
 
Inhalt
Karlo und Alice sind Hunde, die die Autorin aus Rumänien adoptiert hat. Das Sachbuch zeigt deren Geschichte auf, aber auch wie Tierschützer:innen allgemein in Rumänien agieren, um Tiere zu retten. Es beleuchtet auch die politische Situation und vermittelt Tipps zur eigenen Hundehaltung. 

 

Meinung
Seit längerer Zeit nehme ich nur noch vereinzelt Rezensionsexemplare an. Auch für dieses habe ich eine Ausnahme gemacht, weil mir persönlich Tierschutz sehr am Herzen liegt.
 
Die Autorin arbeitet als Journalistin, was ich zum einen ihrer Recherche angemerkt habe, aber auch ihrem Schreibstil. Es las sich für mich eher wie ein längerer Zeitungsartikel als wie ein Sachbuch. Das hat mich aber weniger gestört. 
 
Zwei Dinge haben meinen Lesefluss allerdings beeinträchtigt. Zum einen markiert die Autorin alle Wörter, die ihr wichtig erscheinen, mit Fettdruck. Das fand ich ein bisschen anstrengend zu lesen. Denn einerseits fand ich das sinnvoll bei den Namen, die auftauchen. Es kommen Menschen aus dem Tierschutz zu Wort, die dort ganz unterschiedliche Positionen innehaben. Andererseits empfand ich die vielen fettgedruckten Stellen als zu "reißerisch". Der Appell der Autorin ist bei mir auch so angekommen. Da hätte es dieses Stilmittel zur Unterstreichung nicht gebraucht. 
 
Der zweite Kritikpunkt sind die zahlreichen Wiederholungen. Oft beschreibt Lisa-Marie Irschik zunächst mit eigenen Worten, was ihre Interview-Partner:innen gesagt haben, um anschließend genau diese wörtlich zu zitieren. Auch sonst gibt es für mich zu viele Doppelungen. Das ist immer Geschmackssache. Es gibt an jedem Kapitelende eine Zusammenfassung. Für langsame Leser:innen ist dies in meinen Augen ideal, damit sie die Gesichtspunkte vom Anfang eines Kapitels noch einmal vor Augen haben. Ich persönlich fand diese Zusammenfassungen eher unnötig, weil sie zu weiteren Wiederholungen geführt haben. 
 
Das möchte ich alles erwähnen, weil es mein Empfinden beim Lesen widerspiegelt. 
 
Positiv hervorzuheben ist, dass die Autorin zunächst den Tierschutz beleuchtet, dann die Geschichte ihrer Hunde in diesem Zusammenhang erzählt und anschließend einen Bogen zum Tierschutz zurückschlägt. Das hat mir sehr gut gefallen. Es gibt auch Informationen zu einigen Hunderassen und zum Schluss noch allgemeine Tipps zur eigenen Hundehaltung. 
 
Ich persönlich kann keine Hunde halten, was verschiedene private Gründe hat. Trotzdem interessiere ich mich sehr für Tierschutz. Ich lese gerne darüber, wie Menschen sich im Tierschutz engagieren. Das Buch hat mir sehr viele neue Informationen zu Rumänien im Speziellen mit seinen Tötungsstationen gegeben. Ich spreche hierfür keine Triggerwarnung aus, weil die einzelnen Tierschicksale zwar sehr berührend und schrecklich sind, aber alles sehr sachlich (und trotzdem emotional) beschrieben wird. Die Autorin hat explizite Fotos aus diesen Stationen nicht mit in das Buch aufgenommen. Das finde ich super, weil nicht jede lesende Person so etwas gut verkraftet.
 
Die vorhandenen Fotos haben den Text bildlich meiner Meinung nach unterstützt. Es gibt zwei Ausgaben des Buches: Schwarzweiß oder in Farbe. So können alle selbst entscheiden, wie sie das Buch lesen möchten.  
 
Mich hat das Buch auf jeden Fall dazu inspiriert, selbst zu recherchieren und (weiterhin) aktiv zu werden.  
 
Bewertung

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Montag, 18. August 2025

[Buchrezension] "Love with Pride" von Lea Kaib



- Fischer Verlag
- 2021 erschienen
- 373 Seiten
- Originalsprache: Deutsch
Triggerwarnung*: gibt es im Buch auf Seite 379
 
Inhalt
Stella beginnt ihr Studium in Haydensburgh und lernt dort Ellie kennen, die das Gegenteil von ihr zu sein scheint. Die beiden kommen sich näher...   
 
Meinung
Leider bin ich von dem Buch sehr enttäuscht. Ich hatte mir eine queere Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen erhofft, die sich langsam über das ganze Buch hinweg entwickelt und entfaltet.  
 
Stattdessen erschöpft sich das Buch bis zu ca. zwei Drittel in Wiederholungen und dem Versuch, einer Studierendenbewegung beizutreten, indem merkwürdige Mutproben bestanden werden müssen. Es mag sein, dass dies an bestimmten Universitäten so gehandhabt wird. Die so genannten Mutproben waren für meinen Geschmack allerdings an Kreativlosigkeit nicht zu überbieten. Allgemein mag ich keine Mutproben in der Literatur, aber auch die Umsetzung ist meiner Meinung nach leider nicht gelungen. Eine davon fand ich schlichtweg unrealistisch. Mehr dazu sage ich nicht, um nicht zu spoilern. 
 
Was ich nur sehr merkwürdig fand, war, dass die Studierendenbewegungen nur so lange eine Rolle spielten, wie die Aufnahmerituale dauerten. Danach gab es nur noch ganz kurze Szenen, aber keinerlei "Gemeinschaft", die sie doch eigentlich als Ziel haben. Da haben mir kreative Szenen gefehlt, wie es damit weiterging. Es wird nur darüber diskutiert, was man machen könnte
 
Zwei Nebenfiguren haben mich auch mit ihren kleinen Streitszenen total genervt. Ein Beispiel möchte ich geben. Die eine regt sich darüber auf, dass die andere einer Dritten beim Kürbisschnitzen hilft. Ernsthaft? Wo bleibt da der Gemeinschaftsgedanke? Natürlich sind die Anwärterinnen quasi Konkurrentinnen. Das war mir aber zu übertrieben. Am Ende werden diese sich wiederholenden Streitgespräche dann auf eine Art gelöst, die ich als völlig an den Haaren herbeigezogen empfand. Aber das ist wohl Geschmackssache.  
 
Enttäuscht bin ich ferner davon, dass "Love with Pride" weder Love noch Pride beinhaltet. Ja, es gibt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen. Den ersten Kuss allerdings gibt es auf Seite 320 von 373 (!). 
 
Es gibt Kapitelüberschriften mit "Davor" und "Danach" und in letzteren gibt es zwei angedeutete Sexszenen (die nicht detailliert ausgeschrieben sind - für alle, die das wissen müssen). Allerdings werden hier keine Namen verwendet und wenn ich den Klappentext nicht gelesen hätte, wäre ich wohl sehr verwirrt gewesen. Denn zwei andere Frauen führen einen Dialog vor einer solchen Szene. Dann geht es plötzlich heiß her und ich fand das an dieser Stelle extrem unpassend. Das kam wie aus dem Nichts. Der Aufbau des Buches hat hier für mich ein Problem dargestellt. Denn ich lese gerne sich langsam entwickelnde Liebesgeschichten zwischen zwei Personen (Geschlecht ist mir egal), aber bitte "in richtiger Reihenfolge erzählt". Hier werden intime Szenen vorgegriffen, die an völlig unpassender Stelle quasi als Vorschau eingebaut werden - nur leider gibt es dann am Ende wiederum zu wenig davon.   
 
Es gibt für mich zu wenig Annäherung in dem Buch. Das Einzige, was die beiden bis Seite 320 machen ist, sich anzulächeln. Und die eine nennt die andere die ganze Zeit "Tollpatsch", was mich spätestens beim zweiten Mal schon total genervt hat. Ich hätte mitzählen sollen, wie oft das Wort vorkommt. Mir war das viel zu viel.  
 
Warum gibt es mir zu wenig Pride in dem Buch, wenn es doch am Ende zumindest einen Hauch von  Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen gibt? Was mir komplett gefehlt hat, war das innere Coming-Out von Stella. Irgendwelche Gedanken dazu wird sie sich doch gemacht haben. Immerhin erfahren wir aus ihrer Sicht die Dinge, so dass ihre Gedanken durchaus sehr stark thematisiert werden. Das sehen wir sehr schön bei ihren sozialen Ängsten. Diese sind sehr gut ausgearbeitet. Aber warum denkt sie dann so gar nicht über queere Themen nach? Sie muss sich gar kein Label geben, darum geht es mir nicht. Das Einzige, was angeteasert und sehr spät im Buch (für meinen Geschmack auch wieder sehr lahm) erklärt wird, ist ein Ereignis aus der Vergangenheit, weshalb sie Probleme hat, darüber zu sprechen. Aber sie muss doch für meine Begriffe irgendetwas darüber gedacht haben. Irgendetwas. Aber es gibt null queere Reflexion darüber. Das fand ich schade und es hat mir gefehlt. Denn gerade, wenn sie soziale Ängste hat, dürften jede Menge solcher Gedanken in ihrem Kopf sein. Das hat mir komplett gefehlt. Nich einmal, als Ellie sich ihr gegenüber outet, sagt oder denkt sie dazu irgendetwas. Das fand ich sehr enttäuschend. 
 
Was mir ebenso komplett fehlt, ist Inhalt zum Thema Freundschaft. Denn ja, Sue und Stella sind Mitbewohnerinnen und reden ab und zu miteinander, aber dann sind sie plötzlich beste Freundinnen. Sue ist extrem verständnisvoll und hat Stella eigentlich gar nicht als Freundin verdient. Denn es gibt eine Szene, da lässt Stella sie einfach stehen und da haben wir wieder etwas, was ich in Büchern nicht mag: Wenn nicht miteinander geredet wird.
Ein weiterer Freund (Chris) ist auch plötzlich als solcher benannt. Dabei gibt es nur am Anfang des Buches noch gemeinsame Mittagessen o. Ä., später wird so etwas überhaupt nicht mehr erzählt. Da wurde meines Erachtens auch viel Potenzial verschenkt. Chris ist ja so ein toller Freund, aber sie reden einfach 200 Seiten gar nicht miteinander, bevor Stella ihn dann etwas fragt, was laut meinem Verständnis von der Zeit in dem Buch schon Monate zurücklag. Sehr unglaubwürdig.  
 
Normalerweise vergleiche ich Bücher nicht miteinander. Aber weil ich es kurz vor diesem Buch beendet habe und weil es (ohne dass ich das zuvor wusste) so viel Ähnlichkeit gibt, die völlig anders umgesetzt wurde, möchte ich doch einen Versuch wagen. 
 
In "Loveless" von Alice Oseman haben wir auch einen Studienbeginn der Protagonistinnen und eine Pflanze, die einen Namen trägt. Wir haben Freundschaft und queere Liebe (wenn auch bei Georgia, der Protagonistin aus "Loveless", nicht im eigentlichen Sinn, denn sie ist asexuell). In "Loveless" gibt es mit dem Shakespeare-Theaterkurs eine tolle Idee, denn das zieht sich durchs gesamte Buch und trägt zur Geschichte bei. In "Love with Pride" fehlt auch komplett der Inhalt zu den gewählten Studienkursen. Die Kurse werden zwar benannt, aber es gibt keinerlei Informationen zu den behandelten Themen. Hierzu müssen nur immer "Hausaufgaben" erledigt werden, die nicht weiter benannt sind (und wenn, ist es nebensächlich und mir nicht erinnerlich). 
 
Am wichtigsten ist jedoch, dass die Dynamik der Figuren in "Loveless" eine völlig andere ist. Da wird Freundschaft und queere Liebe richtig lebendig und sehr gut dargestellt. Hier hat mir die Dynamik vollständig gefehlt.  
 
Zum Abschluss möchte ich noch etwas Positives zu "Love with Pride" sagen. Es versucht, divers zu sein und auf eine Art ist es das auch. Allerdings wird auch permanent die vegane Ernährung erwähnt. Gegen vegane Ernährung habe ich nichts, aber warum setzt sich die Protagonistin dann nicht dafür ein, dass es eine dauerhafte vegane Salattheke mit Falafel usw. und anderen veganen Gerichten in der Mensa gibt, anstatt sich ständig darüber zu beklagen, dass ihr das fehlt? Sie stellt vegane Ernährung dadurch eigentlich sehr negativ dar... so habe ich es jedenfalls empfunden.
 
Leider, leider war das nicht mein Buch.  
 
Bewertung

*Triggerwarnungen sind meiner Meinung nach wichtig, deshalb werden sie ab sofort in meinen Rezensionen erwähnt, um Leser:innen zu schützen. *HIER* sind meine Gedanken dazu 

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Freitag, 15. August 2025

[Buchrezension] "Loveless" von Alice Oseman

 


- HarperCollins Verlag
- 2020 erschienen
- 433 Seiten
- Originalsprache: Englisch
 
Inhalt
Georgia beginnt ihr Studium und ist sich sicher, dass sie die große Liebe noch finden wird. Doch mit der Zeit erkennt sie, asexuell und aromantisch zu sein.  

 

Meinung
Auch wenn Kernthemen durch die Protagonistin Asexualität und Coming-Out sind, geht es auch viel um Freundschaft. In dem Buch gibt es viele weitere queere Charaktere mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen. Das hat mir richtig gut gefallen.
 
Die Geschichte weist wohl autobiographische Züge auf, was ich als sehr interessant und authentisch verarbeitet empfunden habe. 
 
Die Vorlesungen stehen eher im Hintergrund, obwohl das Setting eine Universität ist. Einzig ein Shakespeare-Theaterkurs steht im Fokus. Ich las das Buch auf Englisch im Original und die einzigen Szenen, die ich weniger verstanden habe, waren tatsächlich die Zitate aus Shakespeares Werken, weil hier die bekannte ältere englische Sprache verwendet wird. 
 
Ansonsten habe ich alles verstanden und sogar so schnell gelesen, als ob es Deutsch gewesen wäre. Mit der Sprache hatte ich also keine Probleme. Vieles konnte ich mir aus dem Kontext erschließen. Wenige Wörter habe ich nachgeschlagen, wenn sie öfter vorkamen.   
 
Für alle, die das wissen wollen: Es gibt keinerlei explizite Spice-Szenen, auch nicht bei den queeren Nebenfiguren. 
 
Der Schreibstil der Autorin trifft genau meinen Geschmack. Es gibt ein bisschen Drama in dem Buch, aber für mich war das völlig im Rahmen und ich war neugierig, wie die Autorin das am Ende löst. Meiner Meinung nach hat sie das super geschafft. 
 
Zum Thema Queerness allgemein gab es viele Gedanken, die ich sehr gut nachvollziehen konnte. Ich habe einiges annotiert und werde mir für mich noch einige Zitate herausschreiben. 
 
Ich bin mir sicher, dass ich noch weitere Werke der Autorin lesen werde. 
 
Bewertung

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Mittwoch, 13. August 2025

[Buchrezension] "Mein Enkel, der Jakobsweg und ich" von Christine Bergmann

 

 


- Kreuz Verlag
- 2018 erschienen
- 136 Seiten
- Originalsprache: Deutsch

 
Inhalt
Christine Bergmann pilgert nach dem Tod ihres Mannes den Jakobsweg entlang. Ihr Enkel begleitet sie dabei.  
 
Interessant ist vielleicht noch, dass sie gelernte Apothekerin ist und als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gearbeitet hat. 

  

Meinung
Zunächst einmal finde ich die Aufmachung sehr schön. Es gibt vorne eine Karte mit ihrer Route, wobei mir aufgefallen ist, dass nicht alle erwähnten Orte dort eingezeichnet sind. Trotzdem ist es prima als grobe Orientierung. 
 
Außerdem gibt es zahlreiche bunte Fotos, die in den Text eingebettet sind. Das hat mir ebenso gut gefallen wie die interessanten Textschnipsel, die mich als Leserin mit Zusatzinformationen versorgt haben.
 
Nicht so gut gefallen haben mir einzelne Formulierungen. Die Autorin spielt öfter auf ihr Alter an (77) und meint, dass dies die Ursache dafür ist, dass bestimmte Dinge sie nerven o. Ä. Dabei sind es einfach Sachen, die von jedem Menschen anders empfunden werden. Manche dieser Dinge hätten mich persönlich auch genervt (zum Beispiel Lärm von Menschen) und ich bin wesentlich jünger. Ein bisschen überheblich empfand ich auch ihre Aussage, sie sei gelernte Apothekerin und jene vor Ort solle ihr doch vertrauen, dass sie diese Medizin braucht, dabei ist diese rezeptpflichtig und sie hat nun einmal kein Rezept dafür. Sie räumt dann auch ein, dass die Apothekerin richtig handelt, aber wieso ärgert es sie dann so?
 
Ferner sagt sie auch, dass sie wohl hätte Spanisch lernen sollen und beschwert sich dann wiederum in einer Szene, dass "keiner sie verstehen wolle". Tja. 
 
Es gab noch weitere solcher Formulierungen, die ich aber nicht näher ausführen möchte. 
 
Wie immer bewerte ich ja nur den Schreibstil bei Reiseberichten und das ist mir eben negativ aufgefallen, weshalb ich es erwähnen möchte.  
 
Ansonsten hat es mir aber sehr gut gefallen. Berührend fand ich auch, dass sie auf dem Weg ihre Trauer verarbeitet und dass sie dort auch etwas vom Grab ihres Mannes hinterlässt. 
 
Bewertung

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