Hey Ihr Lieben,
sechs Monate hat es ungefähr gedauert. Nun bin ich in alte Muster verfallen.
Kurzer Umriss meiner Instagram-Geschichte
Nachdem ich von 2017 bis 2025 acht Jahre lang Bookstagram betrieben habe und damit auch im Großen und Ganzen eine gute Zeit hatte, brauchte ich eine Pause und habe ab September 2025 sechs Monate lang gar kein Instagram gehabt.
Im April 2026 habe ich es wieder installiert und mich mit verschiedenen Buchmenschen verbunden. Selbst habe ich gerne Inhalte erstellt. Aber mir sind recht schnell immer mehr Nachteile für mein eigenes Leben aufgefallen.
Ich habe bereits *HIER* und *HIER* über meine Struggles mit Instagram in der Vergangenheit geschrieben.
Meine ganz persönlichen Nachteile von Instagram
Diesmal möchte ich die - für mich ganz persönlich geltenden - Nachteile nur kurz auflisten.
- Werbung - jeder zweite Post (kein Witz) waren Anzeigen und keine Accounts, denen ich gefolgt bin
- KI - Damit wurde ich regelrecht überflutet. Texte und Bilder waren KI-generiert und sahen damit alle gleich aus. Das fand ich erschreckend (unecht).
- Kein Mehrwert - Postings verschwinden nach kurzer Zeit im Nirwana. Hashtags funktionieren nur bedingt, wenn ich etwas wiederfinden wollte, musste ich mühsam meinen eigenen Verlauf durchforsten (ich speicherte nicht alles, was ich gut fand)
- Schnelllebigkeit, die damit einhergeht - alles ist nach einer Woche spätestens Schnee von vorgestern
- Oberflächlichkeit - Rezensionen wie "Das Buch ist ganz toll, das müsst Ihr alle lesen" ohne Begründung, ohne Kritikpunkte - im schlimmsten Fall noch als "Ja, Nein, Vielleiht"-Version, die mir so gar nichts gebracht hat, wenn ich das Buch selbst nicht gelesen habe
- Algorithmen, die kein Mensch versteht (ich soll zweimal am Tag eine Story hochladen, möglichst nur tagsüber posten usw. - wer bitte hält sich daran in einem Leben mit anderen Prioritäten als Social Media?
- Doomscrolling - mein wohl größtes Problem. Teilweise wollte ich eigentlich schlafen, habe "noch mal kurz" Instagram geöffnet, um ein bis zwei Stunden (!) später zu merken, dass ich mal wieder Lebenszeit mit einer App verschwendet habe - und nicht aufhören konnte (typisches Suchtverhalten)
- damit einhergehende innere Unruhe und das Handy lag immer griffbereit - furchtbar!
- Ich möchte nicht so ein Mensch werden, der sein ganzes Leben am Handy und auf Social Media verschwendet. Ich erlebe es tagtäglich, wie Menschen mit Handy in der Hand auf der Straße entlanglaufen, nur um es in der Hand zu halten. Wie sie damit in öffentlichen Verkehrsmitteln kurze Videos etc. schauen. Es ist so erschreckend zu sehen, dass fast alle Menschen mit Blick nach unten an ein kleines Gerät gebunden sind. Ich nutze das Handy in der Bahn fast nie, sondern lese eher.
- Aufmerksamkeitsspanne/Konzentration - beides ging flöten. Ich konnte keinen Film mehr schauen, ohne nebenbei aufs Handy zu gucken.
Wie es mir jetzt damit geht
All das war in meiner sechsmonatigen Pause bis April 2026 so viel besser geworden! Und ich merke nun nach einigen Tagen auch eine deutliche Veränderung zum Positiven.
Ich kann mich mit einem Puzzle beschäftigen, ohne aufs Handy zu gucken - sogar zwei Stunden am Stück oder länger! Meine Konzentration und Kreativität können wieder fließen und ich bin innerlich weniger unruhig. Keine FOMO, kein Grund, das Handy ständig in die Hand zu nehmen. Ich gucke zwar noch YouTube, aber die Inhalte hier sind viel länger und damit auch gut, um mein Gehirn zu regnerieren. (Ich habe hier die Funktion des Verlaufs ausgeschaltet, so dass mir keine Inhalte angezeigt werden außer meine abonnierten Kanäle).
Ich möchte meine Energie in analoge Projekte und in meinen Blog stecken. Und ohne Instagram gelingt mir das deutlich besser.
Man soll ja niemals nie sagen. Aber für den Augenblick bin ich sehr erleichtert, Instagram wieder gelöscht zu haben.
Passt auf Euch auf!
Eure Melli ♥


































