"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Montag, 9. April 2018

[Buchrezension] "Die Anstalt" von John Katzenbach




- Knaur Taschenbuch Verlag
- 2004 erschienen
- 749 Seiten
- Originalsprache: Englisch
- übersetzt von Anke Kreutzer




Inhalt
Francis wurde vor 20 Jahren gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, die nach einer Mordserie geschlossen wurde. Er hört immer noch Stimmen und beginnt, aufzuschreiben, was passiert ist - mit Bleistift an die Wände seiner Wohnung...


Meinung

"Die Anstalt" ist ein Buch, das mit nur zwei Schauplätzen auskommt - die psychiatrische Anstalt von damals und Francis' Wohnung heute. Das bietet ebenso wie die fiktiven Charaktere in einer solchen Anstalt erhebliches Potenzial für eine spannende Story. Leider hat der Autor dieses Potenzial für meinen Geschmack viel zu wenig bzw. gar nicht ausgeschöpft. 

Nur ein oder zwei Figuren haben für mich herausgestochen. Am Anfang dachte ich noch, dass in der psychiatrischen Anstalt vergleichsweise wenig Patienten sind, doch dann erwähnt John Katzenbach, dass es mehrere hundert Menschen in mehreren Gebäuden sind. Damit war für mich klar, dass er nicht jeden in die Geschichte einflechten konnte. Trotzdem hätte ich mir mehr Charaktertiefe gewünscht.

Das Buch blieb für mich durchgehend langatmig und langweilig. Es wurden viel zu viele Nichtigkeiten erwähnt, die mit der Handlung gar nichts oder nur wenig zu tun hatten. Ein Spannungsbogen hat sich für mich überhaupt nicht aufgebaut. Vor allem die vielen Wiederholungen haben überwiegend zu Beginn meinen Lesefluss gestört. Francis schreibt die Ereignisse an seine Wände. Das steht dann auch oft genau so da, indem ein Absatz zitiert wird und dann geht es mit den Ereignissen damals in der Anstalt mit genau diesem Absatz weiter. 

Da ich mich die ganze Zeit so langweilte, begann ich, überfliegend zu lesen. Trotzdem verpasste ich rein gar nichts. 

Leider war das Ende für mich nicht nachvollziehbar und unbefriedigend. Es hat sich für mich also nicht gelohnt, bis zum Ende durchzuhalten. Das heißt für mich: beim nächsten Mal wieder abbrechen! Ich möchte meine wertvolle Lesezeit nicht mit schlechten Büchern verschwenden. John Katzenbach hat definitiv bessere Bücher geschrieben!

Bewertung

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