"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Donnerstag, 4. Februar 2021

[Leserunde] "Die eisblaue Spur" von Yrsa Sigurdardóttir



 
Hey Ihr Lieben,

relativ spontan findet auf meinem Blog ab 05.02.2020 die Leserunde mit Julia von *Julias Sammelsurium* zum Buch "Die eisblaue Spur" von Yrsa Sigurdardóttir statt. Es handelt sich um den vierten Band der Reihe "Dóra Gudmundsdóttir". 

In den Kommentaren werden wir zu den einzelnen Leseabschnitten kommentieren.

Wir haben das Buch wie folgt eingeteilt:

1. Abschnitt: Taschenbuch S. 1 - 112
Kapitel 1 bis einschließlich 11 

2. Abschnitt: Taschenbuch S. 112 - 216
Kapitel 12 bis einschließlich 23

3. Abschnitt: Taschenbuch S. 216 - Ende
Kapitel 24 bis zum Ende


ACHTUNG - die Kommentare unter diesem Beitrag können SPOILER enthalten!!

Ich wünsche uns eine spannende Lektüre und ein paar entspannte Lesestunden :)

Eure Melli ♥

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27 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ich freue mich auf unsere Leserunde :-)

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    2. Ich habe gerade mal nachgeschaut, wie viele Teile die Reihe hat und ob es diese in der Bibliothek gibt. Es sind nur sechs und ja, es gibt Teil 5 und 6 in der Bibliothek. Aktuell bin ich hochmotiviert Reihen zu beenden und das muss ich nutzen, solang es anhält. Ich habe ganz fest vor, die Reihe dann jetzt zeitnah zu beenden. Also im März, weil Band 5 ist bis Ende Februar ausgeliehen. Wahrscheinlich renne ich da bei dir offene Türen ein, aber hast du auch Lust gemeinsam den Rest zu lesen? Oder ist dir März zu spät?

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    3. Haha, das ist lustig, weil ich gerade gestern beide Teile (5 und 6) schon mal als eBook geliehen habe, um gewappnet zu sein, gleich weiterzulesen :D Aktuell gibt es keine anderen Vormerker, so dass ich es bis Anfang März haben dürfte und dann könnte ich es notfalls neu leihen. Sollte das nicht klappen, sage ich Dir nochmal Bescheid, ansonsten können wir die Reihe gerne gemeinsam im März beenden ♥

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    4. Super :) Falls dir die Wartezeit doch zu lang ist, lies sie aber ruhig schon. Ich weiß ja leider noch nicht, ob ich die Bücher dann auch wirklich bekommen kann. Die Bib ist ja aktuell eh geschlossen, daher kann ich mir nichtmal den sechsten Band schon leihen... Es ist kompliziert.

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    5. Ah, das verstehe ich. Ich nutze gerade manchmal den kontaktlosen Ausleihservice bei uns. Aber da muss ich auch mal schauen, ob ich alles bekomme, was ich bestellt habe, denn aufgrund "hoher Nachfrage" kann es sein, dass man dann doch nur ein paar der maximal fünf Medien bekommt.

      Ich habe hier aktuell noch ein paar andere Bücher rumfliegen, die unbedingt gelesen werden wollen :D Wir warten einfach mal ab, wie sich das alles bis Anfang März entwickelt. Gibt ja noch genug andere Reihen, die wir notfalls angehen könnten (ich erinnere mich z. B. daran, dass ich mal mit Elizabeth George anfangen wollte - vor ein paar Jahren :D Inzwischen steht Band 1 zumindest schon mal auf der 21 für 2021 Liste) ^^

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    6. Unsere Bib hat eigentlich ganz normal geöffnet, aber aktuell finden Bauarbeiten statt, daher ist geschlossen. Nächste Woche soll sie aber wieder öffnen. Zum Glück arbeite ich direkt um die Ecke, ich kann mir also die Bücher holen, sobald sie verfügbar sind.

      Elizabeth George, ja... Ich hab alle Teile, aber es sind so viele und die werden immer dicker und überhaupt...

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    7. Ah okay. Hab gelesen, dass Du die Reihe nicht unbedingt am Stück lesen würdest. Wir könnten ja trotzdem den fünften noch versuchen - ich warte einfach ab, bis Du ihn hast. Vielleicht passt es ja dann.

      Elizabeth George: Ich möchte unbedingt beginnen, um herauszufinden, ob es was für mich ist. Ich habe die ersten beiden und dann noch zwei Bände, die irgendwann später kommen. Mal sehen, ob ich es in diesem Monat noch schaffe, Band 1 endlich zu lesen.

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    8. Ne, ich hab mich falsch ausgedrückt. Bei Linda Castillo habe ich zum Beispiel sechs oder acht Teile in zwei Monaten oder so weggelesen. Das könnte ich mir hier nicht vorstellen. Aber wir machen ja jetzt zwangsweise ein, zwei Pausen und dann ist das kein Problem die letzten beiden Teile nacheinander zu lesen.

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    9. Ah, alles klar. Inzwischen gibt es bei beiden Büchern einen weiteren Vormerker. Das heißt, dass ich die Bücher auf jeden Fall bis Anfang März (ca. 06.03.) haben werde. Ich werde schon mal schauen, ob ich die Bücher einteilen kann und beginne vielleicht dann etwas eher (so Ende Februar/Anfang März) mit dem Lesen von Band 5. Ich kann mir ja trotzdem schon mal Notizen machen.

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  2. 1. Abschnitt
    Kapitel 1 bis einschließlich 11

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    1. Nachdem ich im August 2020 die ersten drei Bände dieser Reihe las, wusste ich nicht, wie gut ich in den vierten Band finden würde.

      Es hat richtig gut funktioniert! Ich habe direkt die Personenaufstellung am Ende des eBooks gesehen, als ich das Inhaltsverzeichnis überblätterte. Das hat mich direkt daran erinnert, welche privaten Verwicklungen bei Dóra so anstehen/anstanden.

      Der Prolog war schon spannend und ich war direkt mitten im Geschehen. Was es wohl mit dem Schlittenhund und den gefundenen Knochen in der Schublade auf sich hat?

      Dass Dóra nicht Ermittlerin, sondern Rechtsanwältin ist, war mir ehrlich gesagt gar nicht mehr so klar, aber sofort wieder in Erinnerung, als ich davon las. Auch diesmal rutscht sie quasi "zufällig" in den neuen Fall, weil eine ihrer neuen Sachen sie nach Grönland führt. Ich finde dieses "in-den-Fall-Stolpern" bei anderen Büchern manchmal schwierig, aber hier gefällt es mir gut, weil es für mich persönlich perfekt dargestellt wird. Witzig fand ich auch, dass sie sich wünscht, der neue Fall möge sie irgendwo an den Strand führen und dann muss sie nach Grönland :D

      Diese persönlichen Einblicke in die Protagonistin Dóra finde ich bei dieser Reihe sehr interessant und es lockert auch die Ermittlungen auf. Hierzu gehört für mich auch das Verhältnis zur Sekretärin Bella, das mich öfter schmunzeln lässt. Der Sarkasmus ist hier einfach großartig. Ich fand zum Beispiel auch die Aussage lustig, dass Dóra nun nach Grönland fährt und die Referendare dann eben ein bisschen weniger im Internet surfen müssen :D

      Neben Sarkasmus und witzigen Episoden ist es aber auch unglaublich spannend und interessant. Der frische Schreibstil lässt es mich flüssig lesen und ich muss aufpassen, dass ich es nicht in einem Stück verschlinge ;-)

      Mit den Namen habe ich übrigens keine Probleme. Notfalls hilft die Aufstellung am Ende des Buches. Ich setze mir bei so was immer Lesezeichen, um es im eBook einfacher wiederzufinden.

      Noch finde ich jeden verdächtig :D Was geschah mit Oddný? Die beiden weiteren Expeditionsteilnehmer sind verschwunden und auch die mit Dóra mitgereisten Personen benehmen sich teilweise merkwürdig.

      Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob die Dorfbewohner wirklich eine Hilfe sind. Irgendwie bezweifle ich das.

      Vom Wetter her ist es übrigens witzig, denn es spielt ja im verschneiten Grönland und sonst auf Island. Die ersten drei Bände las ich bei 40 °C im Schatten auf dem Balkon :D und jetzt beim vierten Band wird es bald anfangen zu schneien :D Es passt also schon mal besser ^^

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    2. Ich habe die ersten drei Teile gehört und fand sie thematisch auch ganz spannend, aber ich hatte immer leichte Probleme mit Dóras Art. Sie hat manchmal eine negative und herablassende Art über andere Menschen zu denken. Hier ist es mir noch nicht so sehr aufgefallen. Aber sie ist schon ein spezieller Mensch, was man ja auch an dem Inhalt ihres Koffers sehen kann.

      Ich bin tatsächlich auch richtig gut in die Geschichte eingestiegen und konnte mich bei der ersten Nennung der jeweiligen Charaktere auch gleich wieder an sie erinnern. Momentan habe ich auch das Gefühl, dass mir die Reihe in gedruckter Form besser gefällt als vertont. Das Personenverzeichnis am Ende hilft notfalls und sehr schön finde ich auch den kleinen Isländischkurs bzw. die Hilfe zur Aussprache am Anfang.

      Ich mag auch den leichten Humor in dem Buch. Zum Beispiel am Anfang, als Sóley einen Hund oder eine Katze fordert, weil Gilfy ja schließlich ein Baby bekommen hat :D

      Den Fall find eich bisher sehr interessant, aber auch ein wenig gruselig. Für mich persönlich wäre das überhaupt nichts, in dieser Station zu arbeiten. Ich habe kein großes Problem mit Schnee und Kälte und auch kein großes Problem mit wenig Sozialkontakten, aber wenn ich mir vorstelle, da gibt es einen Notfall, aber keinen Arzt. Oder keinen IT-Menschen, Heizungsinstallateur oder was auch immer. Horror. Was das angeht, gebe ich offen zu, dass ich ein verwöhntes Mädchen bin. Ich nutze die Möglichkeit alles/vieles in kurzer Zeit zur Verfügung zu haben selten, aber es gibt mir enorm viel psychische Sicherheit, dass ich die Sachen im Notfall schnell haben könnte.

      Zurück zum Fall. Es ist alles noch sehr mysteriös und ich bin mir nicht sicher, wohin uns die Geschichte geführt. Eine verschwundene Geologin. Danach zwei verschwundene Bergarbeiter. Der Rest weigert sich, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Dazu ein verbitterter Jäger und ein mindestens ebenso verbitterter Ingenieur.
      Auf diese Zusammenhänge bin ich gespannt.

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    3. Das Verhältnis zwischen Dóra und Bella ist schon sehr speziell. Ich kann verstehen, dass Dóra sie nervig und unfähig findet. Sie geht mir auch sehr oft auf den Zeiger. Auf der anderen Seite finde ich Dóra aber auch oft sehr unfair und hart Bella gegenüber. Sie zeigt ihr ja doch sehr deutlich, was sie von ihr hält, feuert sie aber gleichzeitig nicht. Wenn Bella so eine grottenschlechte Sekretärin ist und dazu auch noch menschlich schwierig, dann muss ich mir eine neue suchen, auch wenn das heißt, dass ich dann für die Übergangszeit selbst telefonieren muss. Das finde ich manchmal doch widersprüchlich.

      Über das Wetter habe ich auch schon nachgedacht. Bei uns soll es ab Morgen zu einem heftigen Schneesturm kommen. Ich sollte mir also eigentlich Montag frei nehmen und das Buch Sonntag/Montag lesen :D

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    4. Haha, ja, der Inhalt des Koffers ist doch sehr speziell :D Und den Humor mit dem "mein Bruder hat jetzt ein Baby, dann kann ich doch einen Hund haben" finde ich auch super.

      Ich muss sagen, dass mich Dóras Art irgendwie gar nicht so stört. Ja, sie denkt tatsächlich sehr negativ über manche andere Menschen und das auch ziemlich offen, aber damit habe ich hier kein Problem.

      Bella ist, glaube ich, genau so gewollt als Charakter. Täte sie stillschweigend ihre Aufgaben, wäre sie für den Leser wohl sehr blass und uninteressant. Aber so hat sie Ecken und Kanten und mir geht sie auch auf den Keks, aber irgendwie finde ich ihre Widerworte doch auch liebenswert :D Sie lässt es sich ja gefallen, so behandelt zu werden bzw. tut nichts dagegen (sucht sich z. B. keinen neuen Job). Also tun quasi beide nichts, damit dieses Arbeitsverhältnis endet. Ich finde die Reibereien zwischen den beiden recht amüsant und es lockert für mich die Handlung auch auf.

      Ich weiß nicht, ob diese Abgeschiedenheit etwas für mich wäre. Mir geht es ähnlich wie Dir, dass ich mit wenig Sozialkontakten und Ruhe zurecht komme, aber das stimmt schon, wenn mal ein Arzt gebraucht wird, ist schlicht keiner da. Und dieses abgeschieden/eingeschneit sein ist eines meiner liebsten Horror-Szenarien in Büchern, weil es für mich richtig gruselig ist.

      Ich bin auch auf die Zusammenhänge mit dem Jäger usw. gespannt.

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  3. 2. Abschnitt
    Kapitel 12 bis einschließlich 23

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    1. Den zweiten Abschnitt habe ich gestern und heute gelesen, aber weil immer was war nur kapitelweise und deshalb hab ich mir auch keine Notizen gemacht. Nun ja, ein bisschen was bekomme ich zusammen.

      Es gibt auf jeden Fall einen Toten. Und mehrere Vielleicht-Tote. Ich habe aktuell keine Theorie, wer der Tote sein könnte. Es wird im Grunde genommen ja niemand vermisst.

      Usinnas Forschungsergebnisse finde ich richtig interessant, aber auch ein bisschen gruselig. Für uns wäre ein großer Frauenüberschuss erstmal nicht von großem Nachteil (das kommt dann langfristig, wenn es weniger Männer zur Fortpflanzung gibt und Frauen aufgrund der höheren Lebenserwartung die Sozialsysteme belasten), aber ich finde das schon nachvollziehbar, dass es für Jagdvölker erstmal ein Problem darstellt, wenn es zu viele Frauen gibt. Oder besser gesagt zu wenig Jungen.
      Ob Usinnas Erkenntnisse mit Ihrem Tod zusammenhängen? Ich glaub da ja nicht an einen Unfall...

      Was ich von dem plötzlichen Auftauchen der Vogelgrippe halten soll, weiß ich auch noch nicht. Wo soll die denn herkommen? Wie Dóra schon gesagt hat, gibt es da keine Vögel und wo soll denn das kontaminierte Fleisch herkommen? Mal ganz abgesehen davon, dass es ein bisschen ermüdend ist, ausgerechnet jetzt über Vogelgrippe und die Spanische Grippe zu lesen. Kann die Autorin natürlich nichts für, das Buch ist ja schon alt, aber es nervt mich trotzdem.

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    2. Ich beendete gerade den zweiten Abschnitt. Bin seit gestern ein bisschen in meiner Wohnung rumgewuselt und habe ausgemistet :D

      Ach, ich dachte Oddný (die Geologin) hat das mit dem Frauenüberschuss rausgefunden? Ist Usinna nicht das Mädchen/die Frau, die vor längerer Zeit umgekommen ist? Ich bin verwirrt. Aber ist ja eigentlich auch wurscht.

      Ich finde das auch gruselig, wenn Schadstoffe über das Meer und die Tiere wieder in die Menschen gelangen und somit dafür sorgen, dass mehr Mädchen geboren werden.

      Ich glaube auch nicht an einen Unfall. Und ich habe auch keine Ahnung, wer der Tote sein könnte.

      Ich kann mir auch keinen Reim darauf machen, wo jetzt die Vogelgrippe herkommen soll. Ich finde es auch ein bisschen gruselig, ausgerechnet jetzt von der Grippe zu lesen. Wobei mir auch aufgefallen ist, wie wenig ich eigentlich über die Spanische Grippe weiß. Aber zur Recherche habe ich da auch eher wenig Interesse gerade.
      Ich zucke bei Büchern aktuell manchmal zusammen, wenn jemand ins Restaurant geht oder so :D

      Und eine Szene fand ich witzig: Wie Dóra im Abendkleid schläft, weil es so bequem ist - und weil sie einen sehr speziell gepackten Koffer hat :D

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    3. Ich hab auf Insta schon gesehen, dass du ganz fleißig bist :)

      Genau, Usinna ist die Tote Schwester/Tochter. Aber sie war ja recht intelligent und ist nach Dänemark zum Studieren gegangen. Sie hat Biologie studiert und hat dann für ihre Doktorarbeit (?) in ihrer alten Heimat geforscht.

      Ich hab letztens von einem Buch gehört, in dem es um die Spanische Grippe geht. Das hörte sich toll an, aber aktuell ist es für mich auch nichts.
      Haha das mit den Restaurants geht mir auch so. Oder wenn sich Leute die Hände schütteln... Mal ehrlich, ob man jemals wieder anderen Leuten zur Begrüßung oder ähnlichem die Hand schütteln wird?

      Dóra und ihre Klamotten... Fast komisch, dass sie in dem Camp nicht erfroren ist.

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    4. Haha, ja, aber am Ende hat sie ja auch noch alle Klamotten verloren :D

      Ah okay, da weiß ich auch mit Usinna Bescheid.

      Ich glaube tatsächlich nicht, dass ich JE wieder jemandem die Hand geben werde. Es wird wohl so ein komischer Tanz werden, bei dem beide versuchen, die Hand zu geben, sie zurückziehen und sich auf einen Ellenbogenstupser einigen - oder so :D

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    1. Ich hab heute kurzfristig Überstunden abgebaut und habe daher das Buch heute beendet. Es gab ja nochmal die ein oder andere Aufregung.

      Die Bohrmänner gehen mal gar nicht. Ich hab mich so fürchterlich über die beiden aufgeregt. Mobbing ist so oder so scheiße, aber wie krank muss man drauf sein, dass man ein kleines Vögelchen umbringt und das einer Person "schenkt", die sich um das Tier gekümmert hat? Zu diesem Zeitpunkt habe ich übrigens gedacht, dass wir da ja dann die Erklärung für die Vogelgrippe haben. Aber habe ich das richtig verstanden, dass es die Vogelgrippe letztendlich nie gab und es stattdessen die Spanische Grippe war. Oder tauchte im Camp beides auf?

      Wir wissen dann auch jetzt, um wen es sich bei den diversen Toten handelt und wie sie zu Tode gekommen sind.
      Zunächst ist da Usinna, die an der Spanischen Grippe gestorben ist. Die Spanische Grippe hat auch Anfang des Jahrhunderts das ganze Dorf ausgerottet. Vermutlich wurde sie von einem Arzt oder dem Begleiter eingeschleppt. Kann ich soweit nachvollziehen. Die Frage ist nur, wo hat sich Usinna mit der Spanischen Grippe angesteckt? Als sie sich heimlich in das verbotene Gebiet gewagt hat, weil sie dort Proben für ihre Forschung nehmen wollte?

      Dann gibt es noch den unbekannten Toten im Kühlhaus. Es handelt sich um eine alte Leiche (also vermutlich um einen der besagten Dorfbewohner?) und der Tote ist ebenfalls an der Spanischen Grippe verstorben. Er hatte ein Loch in der Brust, weil Bjarki und Halldór ihn aus dem Boden gebohrt haben (unschöne Vorstellung). Dabei haben sie sich beide mit der Spanischen Grippe angesteckt (oder einer und der hat den anderen angesteckt) und letztendlich sind sie daran bzw. an unterlassener Hilfeleistung gestorben. Damit ist dann auch klar, warum Arnar sich schuldig gefühlt und von Mord gesprochen hat. Ich hab immer überlegt, ob er etwas mit dem Tod/Verschwinden von Oddný zu tun hatte, aber ich konnte mir das nie so richtig erklären. Seine Verwicklung in den Tod der Bohrmänner macht da schon mehr Sinn. Die Leichen werden dann von Naruana zerteilt und auf die Hundeinsel gebracht. Ich finde die Erklärung, dass er total besoffen war einigermaßen schlüssig für sein Verhalten, aber ich verstehe nicht, warum er das Mädchen mitgenommen hat. Bzw. ich finde es unelegant, dass er das Mädchen mitgenommen hat, weil die Autorin ja irgendwie erklären musste, wie das Video zustande kommt... Da hätte ich mir vielleicht eine andere Lösung gewünscht.

      Bleibt dann noch Oddný. Der vielleicht interessanteste Todsfall. Ich habe irgendwann vermutet, dass sie vielleicht gar nicht das eigentliche Ziel war. Man bekommt ja eigentlich auch schon im Prolog den Hinweis, da sie ja nicht ihre eigenen Sachen anzieht. Da habe ich das aber noch nicht als Hinweis wahrgenommen. Jedenfalls hatte ich da irgendwann so meine Vermutung und auch Fridrikka kam mir von allen aus der Gruppe am seltsamsten vor. Wobei ich den ITler auch seltsam fand. Ich hab das ganze aber nicht in einen logischen Zusammenhang bringen können, finde die Auflösung aber eigentlich ganz schlüssig.

      Was mir nicht ganz klar ist: Wer hat den Blutstreifen am Fenster des Raucheraums hinterlassen und wen bzw. was hat Oddný gesehen, dass sie bewogen hat das Büro zu verlassen? War das Igimaq?

      Alles in allem ist am Ende noch einiges passiert, was ich erstmal in die richtige Reihenfolge bringen musste. Ich bin aber eigentlich ganz zufrieden am Ende.

      Oh und ist dir aufgefallen, dass das 27. Kapitel eine falsche Jahreszahl hat? Da steht 2009 statt 2008. Das hat mich anfangs verwirrt und ich hab mich gefragt, warum da jetzt ein Zeitsprung kommen soll...

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    2. Hach, das hast Du alles schön zusammengefasst ♥

      Die Mobbing-Sache fand ich auch furchtbar. Wie kann man nur so sein? Ist mir unbegreiflich. Ich habe das auch so verstanden, dass es die Spanische Grippe war und die Vogelgrippe gab es nicht.

      Ich habe mir gar keine Gedanken darüber gemacht, wo sich Usinna denn nun angesteckt haben könnte. Ich habe mir nur gemerkt, dass sich eben die Personen mit der Spanischen Grippe angesteckt haben (teilweise gegenseitig)und dass Oddný anders ums Leben kam.

      Die Umstände, die zum Tod der Bohrmänner geführt haben, empfinde ich wie Du: nachvollziehbar, dass der betrunkene Naruana gehandelt hat, ohne nachzudenken. Aber warum das Mädchen? Sehr schlechte Idee der Autorin, sie da mit reinzuziehen.

      Oddnýs Tod ist tragisch, aber die Auflösung hat mir am besten gefallen. Ich habe alle verdächtigt, aber Fridrikka war es am Ende, die mir am komischsten vorkam. Der Hinweis mit der Kleidung wird häufiger in Büchern verwendet und hätte mir ins Auge springen müssen - hat er aber nicht. So war es dann doch eine Überraschung für mich.

      Ich wusste gar nicht mehr, warum Oddný das Büro verlassen hat. An den Blutstreifen kann ich mich erinnern, aber den Zusammenhang habe ich so jetzt nicht hergestellt. Ich dachte, sie wollte nach ihren Kollegen sehen :D

      Ich bin auch sehr zufrieden, auch wenn es für mich nun doch ein bisschen verwirrend war am Ende. Ich war nicht ganz konzentriert und musste manches mehrmals lesen. Die Jahreszahl ist mir somit durchgerutscht. :D Aber hast Recht, da ist ein Fehler. :D

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    3. Deswegen musste ich es in meinem Kommmentar nochmal auflisten, weil es für mich am Ende auch ein bisschen wirr war. Es gab so viele Tote und so weiter. Da muss man erstmal gucken, ob auch alle losen Fäden verknüpft wurden :D

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  5. Mein Fazit zum Buch fällt eigentlich ganz positiv aus. Eine Rezension werde ich nicht schreiben, bzw. hatte ich nach den ersten drei Bänden eine Reihenrezension angefangen, die ich wohl fortsetzen werde.

    Mein anfängliche Vermutung, dass die Reihe für mich als Buch besser funktioniert, hat sich am Ende bestätigt. Aber aktuell habe ich es ja sowieso nicht mit Hörbüchern, also lag es vielleicht auch ganz allgemein an der Pause, die ich zwischen dem dritten Band und diesem gemacht habe.

    Das Setting mochte ich sehr und ich fand es stellenweise fast schon gruselig, weil ich mich in so einer Umgebung gar nicht wohlfühlen würde...

    Die Handlung an sich hat mir auch gefallen, lediglich am Ende war es mir vielleicht einen Hauch zu verknotet. Also Spanische Grippe und Verwechslung als Grund des Todes finde ich gut. Aber ich fand es ein bisschen blöd, dass man am Ende erstmal entwirren musste, wer wann gestorben ist, weil er vorher diese oder jene Leiche berührt hat.

    Mit den Charakteren bin ich dann doch ganz gut klargekommen. Ich habe zwar hier und da die Augen verdrehen müssen, besonders was Dóra und Bella angeht, aber ab und an kann ich das ertragen. Diese Reihe wäre aber keine, die ich kurz hintereinander (fas) komplett lesen könnte, so wie ich es bei Linda Castillo gemacht habe und vermutlich bei Chris Carter machen werde.

    Ich danke dir wiedereinmal für eine schöne Leserunde ♥ Und viel Spaß mit deinem Wolf. Möge er dir treue Dienste erweisen :)

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    1. Ich schließe mich an: Mir hat es sehr gut gefallen (♥♥♥♥) und ich werde auch keine Rezension schreiben, weil es ein Folgeband ist.

      Ich habe sie alle gelesen und fand das sehr gut. Vielleicht höre ich mal in ihre andere Reihe rein.

      Mir hat die Handlung ebenso gefallen wie die unterschiedlichen Figuren. Am Ende las ich etwas unkonzentriert und hatte somit ein paar Probleme, dem Geschehen zu folgen. Aber nachdem ich mich dann sortiert hatte, ging es wieder.

      Das Setting verschneites Grönland war genau meins - auch wenn es vielleicht ein bisschen viel war diesmal, weil es hier gerade ganz genauso aussieht :D

      Ich mochte die Auflösung der Todesfälle, fand die Spanische Grippe aber gerade einen Hauch zu aktuell.

      Ich kann mir gut vorstellen, bald die beiden nächsten Bände zu lesen, um die Reihe zeitnah abzuschließen.

      Hihi, ich danke Dir auch ♥ und es war wieder schön, mit Dir zu lesen!

      Der Wolf wird bestimmt ein guter Wegbegleiter.

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