"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Montag, 3. Oktober 2022

[Leserunde] "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara


 

Hey Ihr Lieben, 

heute startet die gemeinsame Leserunde mit Julia zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara. 

Wir tauschen uns in den Kommentaren zu diesem Beitrag aus. 

ACHTUNG - die Kommentare unter diesem Beitrag können SPOILER enthalten!!
 
Triggerwarnungen: Ableismus/Exklusion, Drogenmissbrauch, Essstörung, Gewalt, Intoleranz, Selbstverletzendes Verhalten (SVV), Suizid, Suizidgedanken, Suizidversuch, Vergewaltigung 

Ich wünsche uns eine spannende Lektüre :-)

Wir haben das Buch wie folgt eingeteilt:

1. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 1 - 116
Kapitel I

2. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 117 - 284
Kapitel II

3. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 285 - 376
Kapitel III

4. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 377 - 563
Kapitel IV

5. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 564 - 837
Kapitel V
 
6. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 838 -934
Kapitel VI

7. Abschnitt: Gebundene Ausgabe S. 935 - Schluss
Kapitel VII
 
Ich freue mich auf das gemeinsame Lesen und regen Austausch zur Lektüre :)
 
Eure Melli ♥

**unbezahlte Werbung**

40 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ich wünsche euch eine feine Lesezeit! Es war mir ein großes Vergnügen, Jude kennenzulernen und ist mir damals sehr nahe gegangen. Obwohl meine Begegnung mit ihm schon 5 Jahre her ist, muss ich von Zeit zu Zeit noch immer an diesen Protagonisten denken. Ein wundervolles und erschütterndes Buch! Meine Seele hat es bis heute nicht losgelassen.

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    2. Oh Nicole, das klingt gut. Vielen Dank!

      Wow, schon fünf Jahre. So lange stand es also auf meiner Wunschliste :D

      Wir sind gespannt, nicht wahr @Julia? ;-)

      Freue mich auf unsere gemeinsame Leserunde. Hab schon begonnen, bin aber noch nicht so weit gekommen xD

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    3. Danke, Nicole :)

      Ich hab auch schon angefangen, bin bislang aber noch ein bisschen verwirrt, weil ich die Protagonisten nicht sooo gut auseinanderhalten kann.

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    4. Hey ihr Lieben

      Ich bin schon seeeehr neugierig, was ihr zum Buch berichten werdet und werde wohl einige Male hier vorbeistöbern.

      Alles Liebe
      Livia

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    5. Hey Julia,

      mir geht es ähnlich.

      Liebe Grüße Melli

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    6. @Livia: Wir werden spätestens hier berichten xD Leider bin ich nicht so gut ins Buch gestartet, es kann also nur besser werden - mal abwarten.

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  2. Antworten
    1. So, ich bin auch endlich durch mit dem Abschnitt. Wollte ihn eigentlich im Zug beenden, da hatte ich aber keine Lust. Heute kam mir dann erst die Bachelorareit meines Bruders dazwischen. Aber nun ja.

      Ich war zunächst irritiert, dass das Buch in New York spielt. Ich bin da wohl in die Falle getappt, dass ich aufgrund des Namens der Autorin, von einer in Asien spielenden Handlung ausgegangen bin.

      Was die vier angeht, bin ich bei dir. Ich habe zu jedem ein paar Stichpunkte im Kopf, bei Jude und JB sind es deine, bei Malcolm erinnere ich mir vor allem an seine Familie und den Reichtum. Willem ist Schauspieler und ein Schönling.

      Bislang finde ich es auch noch nicht so schlimm, obwohl es durch das Selbstverletztende Verhalten (SVV) schon eine erste Triggerwarnung bräuchte. Ich fürchte aber, dass wir noch in diesem Abschnitt schlimmeres erleben werden.

      Ich erinnere mich an einige Triggerwarnung aus dem Post, den Livia verlinkt hatte. Schon da wurde ja deutlich, dass in dem Buch einige Themen angeschnitten werden. Ich kann mir vorstellen, dass wir noch häufiger das Gefühl haben werden, dass es zu viel ist.

      Zum Teil fand ich es auch seeeeehr ausschweifend. Und die Sätze sind manchmal auch so lang. Bislang finde ich es inhaltlich noch nicht anstrengend zu lesen, aber stilistisch leider schon.

      Natürlich wird weitergelesen, aber ich kann nicht behaupten, dass ich morgen früh als erstes zu meinem Reader greifen möchte.

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    2. Finde es total interessant (ohne das zum Vorwurf o. ä. zu machen), dass Du von einer Handlung in Asien ausgegangen bist, weil die Autorin einen asiatisch klingenden Namen hat. Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Es könnte an unseren verschiedenen Leseerlebnissen liegen (?), denn ich kenne einige z. B. deutsche Autor:innen, die ihre Handlungen nach Südengland, London oder tatsächlich auch New York verlagern. Spannend!

      Haha, da muss ich Dir leider Recht geben: Ich greife auch nicht gerne zum Buch. Dass bei Dir eine Bachelorarbeit (ungeachtet der vermutlich dafür angesetzten Frist) und keine Lust dazwischengekommen sind, kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist es eine neue Putzroutine, die dazu führt, dass ich - Achtung - lieber putze als lese. Spricht auch nicht gerade fürs Buch :D

      Die Triggerwarnung habe ich angefügt. Hatte ich vergessen, ist aber natürlich wichtig.

      Finde es auch stilistisch nicht so toll. Wenn man bedenkt, dass ich gerne King lese und er auch sehr detailliert erzählt und ich das liebe, ist es mir hier zu überladen.

      Mir geht es ähnlich: Lese wenig und habe keine rechte Lust, weiterzulesen. Werde dies aber ebenso tun.

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    3. An den verschiedenen Leseerlebnissen liegt es nicht. Ich habe definitiv auch schon viele Bücher gelesen, die nicht im Geburtsland der Autor:innen spielen. Wahrscheinlich hab ich auch mal irgendwann gehört, dass die Handlung in New York spielt, das aber nicht als wichtigste Information abgespeichert :D

      Ich kämpfe mich gerade durch den zweiten Abschnitt, aber ich hab ein bisschen Zweifel, dass ich bis zum Ende durchhalten kann.

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  3. Antworten
    1. Die Geschichte plätschert so dahin und es gibt Momente, in denen ich weiterhin sehr verwirrt bin. Dazu gehören zum Beispiel die Zeitsprünge. Ich habe am Anfang auch nicht verstanden, wer diesen Brief in der Ich-Perspektive erzählt, bis der Name Harold auftaucht. Aber an wen schreibt er? Zunächst dachte ich an eine Frau. Logischer wäre Jude. Aber warum steht das nicht da? Oder habe ich es überlesen?

      Das Buch hat aber auch gute Formulierungen, so zum Beispiel ganz am Ende dieses Abschnitts zum Thema Freundschaft.

      Trotzdem bin ich bislang ziemlich enttäuscht, weil meine Erwartungen wohl aufgrund des Hypes zu hoch waren.

      Ich bin gespannt, was noch passiert, aber so richtig gut gefällt es mir leider nicht.

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    2. Ich hab die Autofahrt heute genutzt und den letzten Teil des Abschnitts gelesen. Das meiste habe ich zum Glück schon gestern Abend beim GLM geschafft.

      Diese Zeitsprünge finde ich auch super verwirrend. Sowohl in der Erzählzeit, als auch in der erzählten Zeit. Es geht zum Teil um Judes Kindheit, seine ersten Studienjahre, dann der Moment in dem er sich an Silvester ritzt und dann ist selbst das schon einige Jahre her. Dazu kommt dann, dass zwischen Präsens und Präteritum gewechselt wird. Aufgefallen ist es mir, nachdem Jude und Harold die Pflanze aufstellen und Jude das Gefühl hat, er muss Harold erzählen, was für ein schlechter Mensch er ist, bevor dieser ihn adoptiert (Kapitel 3, Abschnitt 2). Es wird die ganze Zeit im Präteritum erzählt und dann wechselt es ab "In seinem Zimmer legt er sich auf die Steppdecke" plötzlich aufs Präsens und ich check das nicht. Die Pflanzaktion und das um Vergebung bitten, passieren ja unmittelbar bevor Jude sich aufs Bett legt. Warum ist das dann nicht die gleiche Zeitebene?

      Was den Brief angeht, stimme ich dir zu, dass ein Adressant sinnvoll gewesen wäre. Ich habe nämlich eine andere Theorie. Ich denke, dass Harold an Willem geschrieben hat und nicht an Jude. Zum Beispiel gibt es da den Satz: "Es war der erste Sommer, in dem Ihr uns draußen im Haus besucht habt, und das Wochenende war für mich ebenso seltsam wie für ihn (...) und für ihn, weil er mich bis dahin nur als seinen Professor gekannt hatte..." Das klingt für mich, als wäre ihn/er Jude, weshalb Jude dann auch nicht der Adressat sein kann. Es muss einer der anderen drei sein. Auf Willem komme ich dann wegen folgender Szene: "Und dann berührtest Du ihn an der Schulter, schobst Dich an ihm vorbei, knietest Dich hin und bandest ihm einen seiner Schnürsenkel, der aufgegangen war" Das ist etwas, was am ehesten zu Willem passt. An dem Satz merkt man übrigens auch, dass der Schreibstil sehr ausschweifend ist. Ich habe letzten Monat erst für eine Freundin Kurzgeschichten testgelesen und wenn sie den Satz so geschrieben hätte, hätte ich den Zusatz "der aufgegangen war" als unnötig markiert. Ist ja logisch, dass der Schnürsenkel offen war, sonst hätte Willem (oder wer auch immer) den ja nicht zugebunden.

      Bislang ist mir Jude auch noch nicht richtig nah. Es werden ja schon einige schlimme Dinge angedeutet, aber es berührt mich nicht. Ich denke zum Beispiel an die Szene, in der die Mönche zu Jude sagen, dass er einfach ein schlechter Mensch sei und er etwas Schlimmes getan haben müsse, weshalb er ausgesetzt werden müsse. Über solche Aussagen würde ich mich ein einem Buch von Jodi Picoult oder anderen Autor:innen furchtbar aufregen, weil ich so etwas ganz schlimm finde. Aber hier... nichts.

      Lediglich als genau beschrieben wird, wie Jude sich ritzt, musste ich schlucken. Das lag aber eher an der plastischen Beschreibung und nicht weil ich Mitgefühl mit Jude hatte.

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    3. Dass verschiedene Zeitformen (Präsens, Präteritum) verwendet wird, habe ich noch gar nicht gemerkt :D Sehr skurril!

      Jude ist mir auch nicht nah. Finde auch die Beschreibung der Selbstverletzung sehr eingehend, aber sonst sind es ja eher Andeutungen, bei denen man nicht weiß, ob man selbst zu viel reininterpretiert oder ob wirklich Schlimmes passiert ist. Ich vermute zwar Letzteres, aber ich WEISS es eben nicht. Denke, dass die Autorin vielleicht später näher darauf eingeht. Aber so richtig interessiert es mich tatsächlich gar nicht.

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  4. Antworten
    1. Ich weiß einfach nicht, was die Autorin mir mit diesem Werk sagen möchte.

      Es passieren Dinge, es gibt eine Handlung, aber doch sind es irgendwie nur aneinandergereihte Beschreibungen. JB nimmt Drogen, er ist in der Künstlerszene aktiv. Aha.

      Es gibt ein Trio von lesbischen Frauen, die sich für unsere Protagonisten nacheinander "interessieren". Was bedeutet das? Wenn sie lesbisch sind, interessieren sie sich doch nicht für Männer? Hä? Sind sie doch bi oder pan? Muss ich das verstehen?

      Dann kam noch die Szene mit dem Scherz zum Thema Transgender. Das fand ich sehr plump erzählt, überhaupt nicht komisch und total überflüssig.

      Und sonst? Zu lange Sätze und Abschnitte, die abrupt am Kapitelende enden und mich verwirrt zurücklassen.

      Es ist einfach nicht mein Buch... Schade!

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    2. Ich versteh das auch nicht so wirklich. Wie du schon sagst, sind es immer nur Momente. Ich finde, es gibt keine durchgezogene Handlung. Es sind immer nur Ausschnitte aus dem Leben der vier und die auch noch kreuz und quer durcheinander. Immerhin habe ich jetzt begriffen, dass Judes Abschnitte im Präsens erzählt werden, die der anderen im Präteritum. Warum das so ist, habe ich aber nach wie vor nicht verstanden.

      Das mit den lesbischen Frauen habe ich auch nicht verstanden. Vielleicht Wunschdenken der Jungs? Wobei das ja in dem Willempart erzählt wurde und das zu ihm eigentlich nicht so passt.

      Warum JB erzählt hat, Edie wäre trans und dabei wandert sie nur aus, habe ich auch nicht verstanden. Vielleicht wollte er Willem auf den Arm nehmen oder keine Ahnung... war jedenfalls nicht witzig.

      Wir haben ja schon mehrfach über die diversen Zeitsprünge gesprochen. Es wurde auch hier wieder deutlich. Malcolm heiratet vielleicht oder vielleicht auch nicht Sophie. Als wir dann in JBs Kapitel sind und er sich allein fühlt, spricht er von dem Haus, welches Malcolm und Sophie sich nach ihrer Hochzeit gekauft haben. Haben sie also wohl doch geheiratet. Aber wie weit in der Zukunft sind (Zukunft aus Judes Perspektive) ist völlig unklar.

      Was ich aber mochte, war die kurze Beschreibung von JBs aktuellem Zyklus. Ich finde die Idee grundsätzlich spannend und mochte auch die Erkenntnis, die JB daraus gewonnen hat. Also das jeder Tagesablauf seiner Freunde ein eigenes Farbschema hat. Ich mochte auch das erste Projekt von JB, wobei sein Verhalten da natürlich völlig unmöglich war. Ich selbst würde nie Gegenstand einer solchen Serie sein wollen, aber irgendwie finde ich die Idee spannend, dass jemand (JB) Menschen aus dem persönlichen Umfeld (seine Freunde) fotografiert und sie zu einem Thema macht. Nur leider reichen diese kurzen Beschreibungen nicht, um dem Roman irgendwas abgewinnen zu können.

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    3. Da gebe ich Dir völlig Recht: Das Buch hat gute Szenen, gute Momente. Aber das reicht mir auch nicht.

      Und ich bin ebenso verwirrt wie du :D

      Ich finde es auch spannend, wenn solche Fotoprojekte über Jahre hinweg aufgenommen werden. Aber eben nur mit Einverständnis der Fotografierten.

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  5. Antworten
    1. Ich schätze, mit diesem Abschnitt beginnt der krasse Teil.

      Ich hab mir einige Notizen gemacht, aber ich weiß nicht so Recht wie ich sie formulieren soll, ohne das es falsch klingt.

      Relativ zu Beginn des Abschnitts habe ich mich gefragt, ob ich ein anderes Buch lese als alle anderen. Jude wird 40 und es ist mehr oder weniger noch nichts schlimmes passiert. Und das soll auf keinen Fall heißen, dass ich darauf giere Jude leiden zu sehen (und es wurde ja auch schon vorher angedeutet, dass Jude schlimme Dinge erlebt hat). Aber wenn ein Buch so beschrieben wird wie dieses, wenn viele es nicht ertragen konnten, wenn viele es gleichzeitig als das schlimmste und das beste was sie je gelesen haben beschreiben, dann kann doch nicht mehr als die Hälfte des Buches NICHTS passieren.

      Nun ja. Kaum gedacht, ging es ja dann Schlag auf Schlag und die Autorin hat Grausamkeit um Grausamkeit aneinander gereiht.

      Caleb ist so ein schlechter Mensch. Es fängt ja schon damit an, dass er Jude im Rollstuhl nicht ertragen kann. Grundsätzlich kann ich nachvollziehen, dass ihm Rollstühle (und andere medizinische Dinge) ein schlechtes Gefühl geben, sofern die Geschichte mit seinen Eltern stimmt. Aber er tut ja so, als würde Jude sich nur in den Rollstuhl setzen um ihn zu ärgern. Da war ich schon wirklich wütend.

      Dann der Überfall, die Körperverletzung, die Vergewaltigung. Schrecklich. Wie kann man so grausam sein? Und aus welchem Grund? Ich kann so oder so nicht nachvollziehen, warum man so etwas tut, aber was war sein Motiv? Macht? Überlegenheit? Fühlte er sich im Restaurant gekränkt?

      Am schlimmsten (schlimmer noch als Judes langer Genesungsprozess) fand ich eigentlich, als Jude über seine Wohnung spricht. Sein Zuhause, seine sichere Burg. Der Ort der nur ihm gehört, an dem er sich wohlfühlt. Dieser Ort wird zerstört, wird entweiht, von diesem Menschen.

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    2. Es geht danach nicht schön weiter, sondern tiefer in Judes Vergangenheit. Ich hatte hier zwischenzeitlich Probleme, alles zeitlich einzuordnen. Aber das ist ja kein neues Gefühl in diesem Roman.

      Ich weiß nicht, ob du dich noch erinnern kannst, aber als Jude anfangs etwas mehr vom Kloster erzählt (ca. bei 20 %) da versucht er zu ergründen, wo alles angefangen hat. Letztendlich kommt er zu dem Schluss das es anfing, als Luke ihn mit in sein Gewächshaus nahm um ihm etwas zu zeigen. Es wurde nie erwähnt, aber für mich las es sich so, als hätte Luke da auch angefangen, ihn zu vergewaltigen (was ja vorher schon die anderen getan haben und weshalb er dann mit dem Geschrei usw. anfing).

      Ich war daher ein wenig irritiert, dass Luke ihn zuerst so umschmeichelt hat und später dann, dass er Luke vorher doch nicht vergewaltigt hat, sondern eben erst, nachdem sie aus dem Kloster gegangen waren. Als Jude sagte, dass es im Gewächshaus anfing, meinte er wohl nur, dass er zu diesem Zeitpunkt seine Beziehung zu Luke intensiviert hat und es daher dort anfing.

      Wie auch immer. Ich finde, dass Luke eigentlich der ekelhafteste Mensch von allen ist. Schlimmer noch als die Männer, die sich an einem Kind vergehen. Schlimmer als die Brüder, die ihn schlagen, vergewaltigen und mit Worten abwerten. Schlimmer als Caleb. Caleb war immerhin von Anfang an nicht gut zu ihm. Aber Luke... Er erzählt Jude von diesem tollen Leben. Von der Hütte, der Familie, all diesen schönen Dingen. Vielleicht hat er wirklich dran geglaubt und vielleicht hat er Jude wirklich geliebt. Aber diese Hoffnung von Jude so auszunutzen. Ihn so unter Druck zu setzen, im das Gefühl zu geben, dass er gut darin ist, dass er dafür geboren ist, dass nur er ihnen den Traum von der Hütte erfüllen kann. Es ist furchtbar.

      Judes Selbstmordgedanken fand ich sehr erschreckend, obwohl oder vielleicht gerade weil, sie gar nicht so konkret formuliert wurden. Es ist die ganze Zeit was er tun will, aber es wird immer schön umschrieben, zum Beispiel als "damit aufhören". So als würde man aufhören Klavier zu spielen, weil einem das Instrument keinen Spaß mehr macht.

      Zwei Kleinigkeiten noch zum Schluss.
      Ganz am Anfang dieses Abschnitts (als es um Dr. Kashen und seine Beerdigung geht), da wurde ja auch über Autismus gesprochen. Ich mochte die Darstellung/Beschreibung von Autismus nicht.

      Und es tatsächlich so, dass Harolds Brief/Briefe an Willem gerichtet sind. Zuerst gibt es die Stelle "als wir ihn adoptierten" (es kann also nicht an Jude gerichtet sein) und später wird Willem nochmal direkt angesprochen.

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    3. Dass mit den Briefen und dass Du damit Recht hattest, ist mir auch aufgefallen :-)

      Leider kann ich Dir nur zustimmen und Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Es wird in der ersten Hälfte nur angedeutet, aber es passiert nicht wirklich etwas. Und aufgrund der unklaren Zeit vergesse ich oft am Ende eines Abschnittes, was eigentlich am Anfang oder zwischendrin passiert ist. Es ist nur eine Aneinanderreihung von Ereignissen, völlig durcheinander (jedenfalls kam und kommt es mir so vor).

      Caleb. Als er auftaucht, wollte ich das Buch mehrfach in die Ecke werfen oder abbrechen. Er erträgt Jude im Rollstuhl nicht, aber das ist doch sein Problem und nicht das von Jude! Dass Jude sich so deswegen fertigmacht, hat mich zum ersten Mal mitfühlen lassen mit ihm. Aber gleichzeitig war ich auch wütend auf ihn. Er hat sich nichts zuschulden kommen lassen!
      Calebs Motiv bleibt für mich auch im Dunkeln. Ja, seine Eltern. Ernsthaft?!

      Dann kommen die Szenen mit Luke und ich fand es schrecklich, dass nun auch wieder ausgerechnet ein Klosterbruder ihn nicht nur zur Prostitution bringt, ihn selbst vergewaltigt, missbraucht und andere deckt, die dies auch tun - auch wenn ich mir vieles davon, insbesondere den Missbrauch durch Luke, schon ausgemalt hatte, weil es eben vorher oft angedeutet wurde. Nein, er führt ihn auch noch in die Selbstverletzung ein. Das habe ich aber auch nicht verstanden. Die Freier mögen keine blauen Flecken (Judes erstes Mittel gegen inneren Schmerz), aber vernarbte Arme (und Beine)?? Wobei ich dazu sagen muss, dass ich Bücher zum Thema Prostitution/Missbrauch gelesen habe, in denen tatsächlich deutlich wurde, dass es manchen Menschen so ziemlich egal ist, mit wem/welchen zerschundenen Körpern sie verkehren. Trotzdem fand ich das hier merkwürdig - wie so vieles im Buch.
      Ich hatte auch gedacht, dass Lukes Missbrauch eher begann - im Gewächshaus.

      Ich glaube, dass Luke wie viele Täter handelt: Er versucht, Jude mit Versprechungen "bei der Stange" zu halten, sie brauchen das Geld angeblich für all die schönen Sachen. Fand das aber auch furchtbar.

      Ich habe die Stelle mit dem Autismus nochmal nachgelesen. Mag das auch nicht, aber einen Aspekt fand ich irgendwie gut: Dass er sich vorher über die beiden Lieblingsthemen informiert und sich dann mit ihnen darüber unterhält. Das kann man jetzt auch so oder so sehen, aber immerhin zeigt er überhaupt Interesse und tut zumindest so, als würde er die aktuellen Entwicklungen auf den entsprechenden Wissensgebieten kennen...

      Ich habe mir auch schon oft die Frage gestellt, ob wir vielleicht einen anderen Text vorliegen haben als jene Leser:innen, die es toll fanden/berührt waren :D

      Der nächste Abschnitt ist überschrieben mit "Die glücklichen Jahre" und ich weiß noch nicht, ob ich das glauben kann...

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    4. Ich finde es auch ganz schwierig sich zu merken, was alles passiert ist. Obwohl wir ja eigentlich das Gefühl haben, dass nichts passiert.

      Der Widerspruch mit den blauen Flecken und der Selbstverletzung ist mir gar nicht aufgefallen. Wo du es ansprichst, bin ich aber ganz bei dir. Ist nicht wirklich nachvollziehbar.

      Was die Autismus Sache angeht, gebe ich dir Recht. Dass Jude sich bemüht auf die beiden zuzugehen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen, finde ich auch sehr gut. Es geht mir auch gar nicht um Jude. Ich hatte nur das Gefühl, dass es wieder eine Beschreibung von "Autisten sind so und so" ist und nicht berücksichtigt wird, dass es eine Spektrumsstörung ist und eben nicht jede:r gleich ist.

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    5. Ja, mit dem Thema Autismus bin ich ganz bei Dir.

      Das ist wie mit LGBTQIA+ in dem Buch: Es gibt immer wieder ganz ungezwungen erwähnte gleichgeschlechtliche Beziehungen (finde ich gut), aber dann eben auch Situationen wie mit den lesbischen Frauen, die sich plötzlich für unsere Protagonisten "interessieren".
      Die Autorin versucht einfach, zu viel einzubauen (das hatten wir ja schon weiter oben festgestellt). Dadurch wirkt es überladen (obwohl tatsächlich wenig passiert) und es wird nur oberflächlich angeschnitten.

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  6. Antworten
    1. Tja, was soll ich jetzt zu diesem Abschnitt sagen/schreiben?

      Zunächst einmal habe ich zum ersten Mal mit Jude wirklich mitgefühlt, und zwar bei seiner Beziehung zu Willem. Dieser wünscht sich Nähe, die Jude ihm aufgrund seiner Vergangenheit nicht so geben kann wie erhofft. Das konnte ich total nachvollziehen, auch seine Schuldgefühle, die eigentlich unnötig sind.

      Diesen Teil habe ich gerne gelesen. Es ist eine tiefe Beschreibung von Freundschaft und Liebe.

      Jude erzählt Willem und damit auch uns dann auch, was in früher noch so alles in seinem Leben passiert ist. Eigentlich sind es keine Neuigkeiten, sondern nur neue Menschen, die ihn genauso vergewaltigen, missbrauchen, demütigen, schlagen und verletzen wie zuvor Luke und andere Menschen es getan haben. Einzig neu ist diese Nacht, in der Judes Beine verletzt werden, weil Dr. Traylor (was ist das wieder für ein Sadist??) ihn absichtlich überfährt.

      Wenn ich das nun richtig verstanden habe, sehen die Lebensstationen von Jude wie folgt aus:
      Kloster - Luke (Prostitution) - Heim - Flucht (Prostitution Fernfahrer) - Dr. Traylor - College (Beginn Freundschaft zu JB, Willem und Malcolm)

      Mir ist aufgefallen, dass ich von Anfang an mit Jude mehr hätte mitfühlen können, wenn die Autorin nicht so verworren in der Zeit hin und her springend, sondern chronologisch erzählt hätte. Wenn sie nicht in der ersten Hälfte nur Andeutungen gemacht hätte und später rückblickend erzählen würde. So ist mir Jude viel ferner und ich habe über diese über 800 Seiten fast keine Beziehung zu ihm als Protagonisten aufgebaut.

      Am Ende des Abschnitts verliert Jude nun auch noch seine Beine, wobei ich nicht weiß, ob das nicht besser ist (mit der Möglichkeit, Prothesen zu tragen), als ständig nicht verheilende Wunden und Schmerzen zu haben.

      Und dann gibt es ganz zum Schluss noch den Unfall, wobei ich mich nun frage, was mit Willem und den anderen Mitfahrer:innen passiert. Müssen wir ihren Tod ertragen? Oder werden sie schwer verletzt?

      Einerseits möchte ich wissen, was hier nun los ist, andererseits möchte ich es vielleicht doch gar nicht wissen. Das erinnert mich daran, dass irgendwer gesagt hatte, Jude bleibe nichts erspart. Wie Recht diese Person doch hatte.

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    2. Zu deinem Kommentar:

      Die Stationen von Jude hätte ich auch so sortiert. Eigentlich müsste oder könnte man es sogar noch um den Missbrauch ergänzen. Kloster (Missbrauch) - Luke (Prostitution) - Heim (Missbrauch) - Flucht (Prostitution) - Dr. Traylor (Missbrauch).

      Ich denke auch, dass es leichter wäre mit Jude mitzufühlen, wenn man ihn besser/langsamer hätte kennenlernen können. Es ist ganz furchtbar was ihm passiert ist, keine Frage. Aber wenn man immer wieder von Phasen der Hoffnung und der Enttäuschung liest, so wie Jude sie erfahren hat, nimmt einen das doch viel mehr mit, als wenn einem der ganze Mist geballt um die Ohren gehauen wird und dann ist es auch schon wieder vorbei.

      Grundsätzlich scheint die Amputation für Jude besser gewesen zu sein. Aber ich finde, dass Andy sehr locker damit umgegangen ist. Du wirst keine Schmerzen mehr haben, du wirst viel besser laufen können... Es wird kaum über Risiken gesprochen. Darüber, dass er heftige und vor allem dauerhafte Phantomschmerzen bekommen könnte, zum Beispiel. Ich glaube zwar auch, dass die Amputation alternativlos war, aber dennoch war es mir zu leichtfertig dargestellt.

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    3. Zum Thema Komfortzone:
      Ich denke, es ist gut, wenn es Menschen gibt, die Dir ein Angebot machen, diese zu verlassen, Dinge zu unternehmen usw. Aber sie sollten dabei niemals übergriffig werden.
      Ich habe das erst vor kurzem wieder erlebt und es hat mich fertiggemacht. Menschen sollten nie über MEIN Leben bestimmen. Denn ICH trage dafür die Verantwortung und wenn ich etwas aus welchen Gründen auch immer nicht möchte, haben sie mein Nein zu akzeptieren. Und sie haben MEINE Grenzen zu akzeptieren. Jeder Mensch ist anders und nicht alles, was für einen Menschen gut ist, ist zwangsläufig auch gut für einen anderen Menschen.

      Die Selbstverletzung war für mich auch insgesamt am schlimmsten zu ertragen beim Lesen.

      Fand es auch gut, dass Willem sich nicht labelt und nicht labeln lässt. Zu den Affären muss ich sagen, dass es weder für Jude noch für Willem eine gute Lösung ist. Hier störte mich vor allem, dass beim Sex zwischen zwei Männern für die Autorin offensichtlich nur Penetration gilt. Sie hätten ja noch viele andere Möglichkeiten gehabt (unabhängig davon, ob Jude das gewollt hätte), aber diese werden gar nicht angesprochen. Jude hätte zum Beispiel Willem auf unterschiedlichste Art Befriedigung verschaffen können... oder Willem hätte Jude zuliebe darauf verzichten könnten. Klar ist das für ihn wahrscheinlich schwer, aber ich finde, die Autorin hat hier den für sie einfachsten und irgendwie für Lesende am wenigsten befriedigenden (haha) Weg gewählt.

      Oh sorry, dass ich Dich gespoilert habe.

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    4. Ich gebe dir absolut Recht, dass niemand über das Leben eines anderen bestimmen kann und darf. Ich wollte auch nicht ausdrücken, dass jemand die Entscheidungen für mich (oder Jude) trifft/treffen soll. Es war wahrscheinlich auch falsch von Zwang zu sprechen. Mir fällt jetzt gerade kein konkretes Beispiel aus meinem Leben ein, daher mal ein fiktives: Nehmen wir an, jemand fragt mich, ob ich mit zu einer Veranstaltung komme. Ich sage nein, weil ich aus irgendwelchen Gründen Angst habe das zu tun. Die Person überredet mich aber dazu und ich gehe mit. Natürlich kann es sein, dass es mir nicht gefällt und ich die ganze Zeit mit meiner Angst/Sorge/Skepsis Recht hatte. Aber es könnte mir auch gut gefallen und ich könnte froh sein, dass ich überredet worden bin, weil ich aufgrund meiner Angst und meinem mangelnden Selbstbewusstsein niemals dorthin gegangen wäre. Ich finde einfach den Grat manchmal sehr schmal, zwischen Grenzen der anderen akzeptieren und jemanden in eine Richtung stupsen (oder von mir aus auch jemanden überreden), weil sich die Person selbst im Weg steht. Und natürlich ist das nur eingeschränkt zu Judes Situation vergleichbar, weil Judes Ängste und Probleme viel tiefer gehen und es ein Unterschied ist, jemanden zum Sex zu überreden, oder dazu zu einer Veranstaltung zu gehen. Ich hab nur darüber nachgedacht, als ich mich gefragt habe, ob ich es gut oder schlecht fand, dass Willem Jude zum Sex unter der Dusche gedrängt hat.

      Stimmt, die Autorin hat wirklich einen sehr einfachen Weg gewählt, in dem Willem seine sexuellen Bedürfnisse dann einfach woanders auslebt. So wie wir Jude kennengelernt haben, denke ich nicht, dass er irgendeine andere Form der Intimität gemocht hätte. Aber da die Autorin ja auch sonst alles bis ins kleinste Detail seziert, hätte sie das auch erwähnen können.

      Das macht doch nichts. Mich störte der Spoiler nicht so und ich hab es ja selbst beim Scrollen gelesen. Kannst du ja nichts für :)

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  7. Antworten
    1. Oh Mann.

      Die Autorin erspart uns nichts. Willem ist tatsächlich verstorben und wir erleben Judes Trauer mit. Konnte total nachvollziehen, dass er die Plakate usw. von Willem nicht ertragen hat.

      Seine Essstörung steht im Vordergrund.

      Durch die Ausstellung kommen viele Erinnerungen bei Jude und JB hoch. Das fand ich einen ganz schönen Moment, eine gute Idee.

      Am Ende möchte Jude es doch (nochmal?) mit einer Therapie versuchen. Das finde ich natürlich gut.

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    2. Ich bin mal wieder unschlüssig, was ich zu diesem Abschnitt sagen soll. Für mich war das mit Abstand der traurigste Abschnitt, aber aus diesem Grund auch der beste. Wer hätte gedacht, dass ich das mal sagen würde. Am Anfang des Abschnitts war ich sehr enttäuscht, weil mal wieder ewig Zeit vergangen ist und gar nicht näher auf Willems Tod eingegangen wird. Das ändert sich ja dann zum Glück.

      Tatsächlich fand ich dann die Trauer sehr eindrücklich und ich hab hier und da wirklich weinen müssen. Keine Ahnung, ob ich heute einfach einen guten/schlechten Tag habe, aber heute haben mich viele Dinge in diesem Abschnitt auf eine gewisse Art und Weise berührt.

      Ich kann es auch absolut nachvollziehen, dass Jude die Plakate und alles nicht erträgt. Er wird ständig und überall an Willems Tod erinnert. Was ich ein bisschen Schade finde ist, dass Malcolms Tod ein bisschen untergeht. Natürlich geht es hauptsächlich um Jude und Jude hat nunmal diese enge Beziehung zu Willem gehabt und die Trauer um Willem überlagert alles andere... aber ich weiß nicht... ich finde das irgendwie unfair.

      Man merkt aber auch in diesem Abschnitt wieder, dass die Autorin echt alles erwähnt, was Menschen irgendwie traurig oder verletztlich machen kann. Zum Beispiel die Szene, in der Jude Lucien besucht, der einen Schlaganfall hatte. Das hat so gar nichts für die Geschichte getan. Hätte man auch streichen können.

      Sehr heftig fand ich dann auch die Essstörung und vor allem den fortgeschrittenen Zustand. Als Jude im Krankenhaus zwangsernährt wurde, habe ich mir echt Gedanken gemacht. War das richtig? Ist es richtig, jemanden gegen seinen Willen zu ernähren? Jemanden der so offensichtlich sterben will wie Jude, zu zwingen am Leben zu bleiben? Klar, Jude hätte sich ja umbringen können (also können im Sinne von körperlich in der Lage sein, sein moralisches Können wegen des Versprechens ist ja nochmal was anderes), wenn er wirklich hätte sterben wollen. Und natürlich wäre es Unterlassen, wenn Andy und die Personen im Krankenkaus ihn hätten verhungern lassen. Aber trotzdem hatte ich bei diesem massiven Zwang ein schlechtes Gefühl.

      Ich finde es aber auch sehr schön, dass Jude sich augenscheinlich für die Therapie entschieden hat. Mal sehen, was da der letzte Abschnitt noch bringt.

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    3. Das mit der Zwangsernährung ist so eine Sache. Wenn ich richtig informiert bin, wird das regelmäßig bei Menschen gemacht, die sich weigern, zu essen.

      Das stimmt, Malcolms Tod (wie auch sein Leben?!) gehen total unter.

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  8. Antworten
    1. Hier hat mich verwirrt, dass es nur ein Unterkapitel gibt. Das hätte man dann ja auch unnummeriert lassen können...

      Ehrlich gesagt hatte ich dieses Ende seit 400 Seiten erwartet. Und ich frage mich, warum Jude es nicht viel eher gemacht hat. Ich meine: Er hat es ja mal ernsthaft versucht, aber es hat nicht geklappt. Die Autorin jetzt aber auch wieder: zack, Jude hat sich umgebracht. Und zwar auf diese Weise. Punkt.

      Nee, das war mir jetzt auch wieder zu wenig. Man hätte so viel aus diesem Buch, aus dieser Geschichte, aus der Freundschaft herausholen können.

      Schade, schade. Das war einfach nicht mein Buch.

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    2. Fand ich auch seltsam. Hatte das auch nicht mehr richtig im Kopf, dass es nur dieses eine Kapitel noch gibt. Dann hätte ich dir paar Seiten gestern Abend noch lesen können...

      Ich finde das Ende auch sehr unbefriedigend. Zuletzt haben wir zwar einen sehr traurigen, depressiven und lebensmüden Jude erlebt, aber er hat sich aktiv für die Therapie entschieden. Was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist. Und dann zack, zwei Jahre um, noch ein Jahr um und Jude ist tot.

      Was ich aber gut fand, waren Harolds Gedanken bezüglich Judes Lebenslust. Ich hab mich ja oben auch gefragt, ob man jemanden der einfach nicht mehr leben will dazu zwingen sollte. Harold macht sich hier ähnliche Gedanken und das hat mir gefallen.

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  9. Antworten
    1. Leider war das nicht mein Buch. Ich vergebe 2/5 Herzen und tippe schon fleißig an meiner Rezension. Sie wird demnächst online gehen.

      Kurz gesagt: Langatmig, schwieriger Schreibstil, den Fokus zu sehr auf Grausamkeiten gelegt anstatt auf Charakterentwicklung.

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    2. Meine Bewertung wird auch bei 2 landen. Wir waren uns ja sehr einig.

      Es war zu viel und gleichzeitig zu wenig. Ich mochte eigentlich nur den 6. Abschnitt. Das ist bei so einem dicken Buch dann doch ein bisschen dürftig.

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