"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~

Donnerstag, 3. September 2026

[Leserunde] "Aufzeichnungen eines Serienmörders" von Kim Young-Ha

 


Hey Ihr Lieben, 

morgen startet die Leserunde mit Julia :-)

Wer mag, kann sich uns gerne anschließen! Meldet Euch bei Interesse einfach via Kommentar unter diesem Beitrag :-)

 
Die Leserunde findet auf diesem Blog statt. Der entsprechende Beitrag wird pünktlich online kommen. Die Leserunde startet am 04.09.2026, wobei alle in ihrem Tempo lesen. Wir teilen das Buch in Leseabschnitte ein, so dass der Austausch wie gewohnt in den hiesigen Kommentaren abschnittsweise erfolgen kann. 

Solltet Ihr andere Ausgaben/Seitenzahlen haben, meldet Euch gerne, dann nehme ich das mit auf.

Bei diesem Buch gibt es keine Kapitel, deshalb hoffe ich, dass wir die Stellen alle finden :D

Wir haben das Buch wie folgt eingeteilt: 

1. Anfang bis Seite 51 "Ich habe noch nie jemanden wüst beschimpft."
2. Seite 51 "Ich habe noch nie jemanden wüst beschimpft." bis Seite  100 "Der Mensch ist ein Häftling, eingekerkert in einem Gefängnis namens Zeit."
3. Seite 100 "Der Mensch ist ein Häftling, eingekerkert in einem Gefängnis namens Zeit." bis zum Schluss
 
Wir freuen uns auf das gemeinsame Lesen und regen Austausch zur Lektüre :)
 
Eure Melli ♥ 

21 Kommentare:

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    1. Ich bin so gespannt, wie uns das Buch gefallen wird. Ich hab von dem Buch mal irgendwo auf YouTube gehört und es hat mich gleich neugierig gemacht. Ein Serienmörder, der sein Gedächtnis verliert... klingt spannend. Aber gleichzeitig war ich auch so unsicher, ob das Buch was für mich ist. Ich lese normalerweise keine Bücher in denen Demenz/Alzheimer thematisiert wird und unzuverlässige Erzähler mag ich auch nicht :D Ich wollte das Buch aber trotzdem unbedingt lesen, weshalb ich dir ja quasi keine Wahl gelassen habe, als das Buch mit mir zu lesen. Erhöht den Druck bei mir ein bisschen, aber nun ja. Vielleicht wird es ja gut :D

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    2. Das muss einfach gut werden :D

      Ich meine mich zu erinnern, dass ich es bei Fabienne gesehen habe. Über Demenz lese ich hin und wieder, aber nur leicht dosiert, weil es in der Regel schwere Kost ist.

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    3. Das kann gut sein, dass es Fabienne war.

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  2. 1. Anfang bis Seite 51 "Ich habe noch nie jemanden wüst beschimpft."

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    1. Ich habe den ersten Abschnitt soeben beendet und weiß noch überhaupt nicht, was ich davon halten soll. Ich habe aber auch nicht wirklich etwas anderes erwartet.

      Man kann den Text wirklich gut lesen, aber das heißt nicht unbedingt, dass man ihn auch versteht. Es gibt viele Lücken in den Gedankenfetzen und es ist nicht klar, ob die Lücken bewusst entstehen, weil der Erzähler Dinge weglässt, oder ob sie entstehen weil er die Dinge vergisst. Vielleicht ist es aber auch beides.

      In erster Linie stellt sich jetzt die Frage, ob wirklich jemand versucht Unhi zu töten und wenn ja, wer. Gibt es diesen anderen Serienmörder und hat er es auf Unhi abgesehen? Oder ist der Erzähler diese Person? Er hatte ja von dem Roman erzählt, in dem ein alter Fischer einem jungen Fischer begegnet und sich selbst in ihm erkennt. Vielleicht interpretiert der Erzähler aber auch nur zu viel in die Situation und der junge Mann ist Unhis Freund oder ein Kollege?

      Fragen über Fragen und ich habe die Befürchtung, dass am Ende keine geklärt werden wird.

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    2. Ich weiß auch noch nicht, was ich davon halten soll und wo das Buch hinführen wird.

      Byongsu Kim ist 70 Jahre alt und war Tierarzt. Im Alter von 16 Jahren hat er zum ersten Mal gemordet und das führte er dann weiter. Nun ist er an Demenz erkrankt und möchte deshalb alles aufschreiben.

      Seine Tochter ist gar nicht seine leibliche Tochter, sondern er brachte ihre Mutter um.

      Fragmente sind aneinandergereiht und bilden die Gedanken des Protagonisten ab. Ich finde es auch nicht so einfach zu lesen. Vor allem muss man sehr konzentriert lesen, denn in jedem Satz könnte eine wichtige Information stecken.

      Da es aber so kurz ist, fliege ich durch die Seiten.

      Spannend, dass Du die Theorie aufstellst, dass es gar keinen zweiten Mörder gibt. Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.

      Ich denke auch, dass ein paar Fragen offen bleiben werden.

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    3. Es stimmt, dass in jedem Satz eine wichtige Information stecken könnte. Aber gleichzeitig ist das auch so tricky an dem Buch, finde ich. Einerseits versuche ich mir jedes Detail zu merken, weil es ja noch wichtig sein könnte und mir vielleicht Hinweise gibt. Andererseits versuche ich mir immer wieder zu sagen, dass man ihm einfach nicht trauen kann und diese Info vielleicht gar nichts wert ist.

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    4. Das stimmt natürlich, da ergeht es mir ähnlich.

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  3. 2. Seite 51 "Ich habe noch nie jemanden wüst beschimpft." bis Seite 100 "Der Mensch ist ein Häftling, eingekerkert in einem Gefängnis namens Zeit."

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    1. Das dürfte eine kurze, knackige Leserunde werden :D

      Aber ich kann auch nicht so viel Zeit zwischen den Abschnitten verstreichen lassen, denn aufgrund dessen, dass es sich um Fragmente handelt, vergesse ich vieles sehr schnell.

      Zwei Dinge sind mir hier ins Auge gesprungen: Der Protagonist würgt seine Tochter, ohne sich daran zu erinnern. Wir wissen nicht, was er noch alles tut und es wieder vergisst.

      Und die Idee mit dem Recorder um den Hals hängend fand ich sehr schlau. Aber auch traurig, denn die Kraknheit Demenz wird damit auch sehr anschaulich dargestellt. Es ist wirklich eine schlimme Erkrankung, vor allem wenn Dinge und Menschen vergessen werden, die einem einmal sehr wichtig waren. Und die Person ist ja auch diesen Menschen wichtig. Für Angehörige dürfte es eine der schlimmsten Erfahrungen sein, wenn ein Mensch an Demenz erkrankt.

      Dass wir so schnell durch das Buch kommen, ist ein bisschen schade, aber ich freue mich auch, zwischen meinen ganzen Wälzern auch mal was Kurzes zu lesen :-)

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    2. Das wird wirklich die schnellste Leserunde, die wir je hatten :D Aber das ist auch in Ordnung.

      Ich fand hier den Blick auf Demenzkranke ein bisschen schwierig. "Aber Demente sollen immer noch Gefühle haben" (S. 53) Das ist eine harte Aussage der Tochter. Man darf sicher nicht unterschätzen, wie hart und anstrengend die Pflege von (dementen) Angehörigen ist. Aber in Frage zu stellen, ob demente noch fühlen, nur weil sie sich nicht erinnern... Und dann die Pflegerin im Altenheim, die das Beispiel mit den Betrunkenen bringt und man müsse nicht unbedingt intelligent sein, um sich zu unterhalten. Ich finde das so abwertend. Ich weiß schon, dass sich durch die Demenz mitunter auch die ganze Persönlichkeit verändern kann. Aber trotz allem sind das doch Menschen.

      Die Idee mit dem Rekorder ist wirklich gut. So lang man sich daran erinnert, wie man ihn benutzt und es dann auch tut.

      Der Freund von Unhi ist tatsächlich dieser Typ, den der Erzähler als den Serienkiller verdächtigt. Zumindest ist das der aktuelle Stand. Vielleicht ist es auch wie mit dem Hund und der existiert nicht? Spannend fand ich auch die Polizeigruppe. Kommissar Ahn macht den Eindruck, als würde er den Erzähler wenigstens ein bisschen verdächtigen. Aber auch das ist natürlich wieder nur ein durch Byongsus Augen gefärbert Eindruck.

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    3. Oh stimmt, das habe ich gar nicht erwähnt. Mir ist das auch aufgefallen, dass schwierig über sie geredet wird.

      Der Hund war auch tricky.

      Und die Polizeigruppe war sehr skurril :D

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  4. 3. Seite 100 "Der Mensch ist ein Häftling, eingekerkert in einem Gefängnis namens Zeit." bis zum Schluss

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    1. Ich habe den letzten Abschnitt gerade gelesen und bin überrascht, wie viel Auflösung wir dann am Ende doch bekommen. Sofern alles so stimmt. Da kann man sich ja nach wie vor nicht sicher sein.

      Es scheint so, als wäre Unhi nie die Tochter des Erzählers gewesen. Weder seine leibliche, noch seine adoptierte. Vielmehr war sie seine Pflegerin. Das passt natürlich dazu, dass sie dann später aus Sicht des Protagonisten nachts nicht mehr nach Hause kam. Aber wen hat er dann gehört, als er dachte Unhi würde mit ihren Freundinnen telefonieren? Wen hat er nachts weinen gehört? Hat er sich das eingebildet? Geträumt?

      Die Frage stellt sich bei vielen Dingen. Die vermeintliche Traumszene mit der Frau und den Kindern. Vielleicht war das tatsächlich seine Familie? Oder war das Kinderskelett die kleine Unhi, die Tochter der Kulturmitarbeiterin?

      Die andere Unhi, die Pflegerin, ist in jedem Fall tot, aber der Erzähler kann sich nicht daran erinnern es getan zu haben.

      Am Ende vom Buch bin ich im Grunde so schlau wie am Anfang. Ich finde es wie gesagt überraschend, dass man am Ende doch vermeintlich viel weiß. Aber gleichzeitig sind es weiterhin viele Fragmente und die ganzen Zusammenhänge bleiben unklar. Die ersten beiden Leseabschitte waren schon so, wie ich es erwartet hätte. Es gab viele offene Fragen, viele Aspekte die so sein könnten oder auch nicht. Der letzte Abschnitt war dann anders als erwartet. Also ja... ich weiß auch nicht.

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    2. :D

      Das hast Du gut zusammengefasst. Ich weiß auch nicht so recht, was ich davon nun halten soll. Wir bekommen Aufklärung, aber eben auch nicht wirklich.

      Mich hat das nun doch sehr verwirrt. Es gab den Hund, dann wieder nicht, dann wieder doch.

      Genau wie manche Personen im Hirn des Erzählers wohl miteinander verschwommen sind.

      Ist auf jeden Fall praktisch, wenn man sich nur an die Taten erinnert, die verjährt sind. Wobei Mord ja nicht verjährt. Vielleicht ist das in Asien anders?

      Jedenfalls freue ich mich, dass wir das Buch gemeinsam gelesen haben :-)

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    3. Ich hab mal ein bisschen gegoogelt und es scheint in Südkorea tatsächlich eine Verjährungsfrist für Mord zu geben. Es gibt verschiedene Zeitungsartikel über einen Serienmörder, der in den 80er und 90er Jahren mehrere Frauen ermordet hat, allerdings wurden die Taten nie aufgeklärt. Der Täter saß aber wegen einer anderen Straftat in Haft und erst nachdem die Taten bereits verjährt waren, wurde er mittels DNA als Mörder der anderen Frauen identifiziert.

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  5. Ich hatte vorher die Erwartung, dass mir das Buch entweder gar nicht gefällt oder das ich es sehr mögen werde. Wobei ich aus oben genannten Gründen mit ersterem gerechnet habe. Nun fand ich das Buch okay, nicht mehr und nicht weniger und das ist fast schon enttäuschend :D

    Ich fand es erstaunlich gut lesbar, mit vereinzelt klugen Gedanken. An sich mochte ich auch, dass man in jeder Information einen Hinweis zu entdecken glaubt, aber gleichzeitig auf der Hut ist, weil man weiß, dass man dem Erzähler nicht trauen kann. Aber am Ende, war es mir dann doch zu schlüssig. Ich kann gar nicht glauben, dass ich das geschrieben habe. Ich glaube, am Ende hätte ich es gut gefunden, wenn man die Infos über Unhi eben nicht gehabt hätte. Natürlich kann es trotzdem ganz anders sein, als es uns präsentiert wurde, aber für mich las es sich schon wie die Warheit.

    Insgesamt war es in Ordnung, aber es hat mich ehrlich gesagt nicht so beschäftigt (auf welche Art und Weise auch immer) wie ich es vorher erwartet hätte.

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    1. Ich vergebe 3/5 Herzen.

      Das Buch war in Ordnung, aber in seiner Kürze eher wenig tiefgründig, was ich so erwartet hatte, deshalb ist das okay.

      Dem unzuverlässigen Erzähler können wir wirklich nicht trauen. Ich fand die Auflösung mit Unhi trotzdem irgendwie gut, weil wir so eine Art Plottwist haben. Aber vielleicht wäre ein noch offeneres Ende tatsächlich passender gewesen? Möglicherweise.

      Aufgrund der kurzen Fragmente wird das Buch bei mir leider auch eher weniger im Gedächtnis bleiben.

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