"Books are uniquely portable magic." (Bücher sind einzigartige tragbare Magie.)
~Stephen King~
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Dienstag, 13. Oktober 2026

[Gedankenfetzen] Ich habe Instagram gelöscht 2.0

Hey Ihr Lieben, 

sechs Monate hat es ungefähr gedauert. Nun bin ich in alte Muster verfallen.

Kurzer Umriss meiner Instagram-Geschichte 

Nachdem ich von 2017 bis 2025 acht Jahre lang Bookstagram betrieben habe und damit auch im Großen und Ganzen eine gute Zeit hatte, brauchte ich eine Pause und habe ab September 2025 sechs Monate lang gar kein Instagram gehabt. 

Im April 2026 habe ich es wieder installiert und mich mit verschiedenen Buchmenschen verbunden. Selbst habe ich gerne Inhalte erstellt. Aber mir sind recht schnell immer mehr Nachteile für mein eigenes Leben aufgefallen.  

Ich habe bereits *HIER* und *HIER* über meine Struggles mit Instagram in der Vergangenheit geschrieben.

Meine ganz persönlichen Nachteile von Instagram  

Diesmal möchte ich die - für mich ganz persönlich geltenden - Nachteile nur kurz auflisten. 

  • Werbung - jeder zweite Post (kein Witz) waren Anzeigen und keine Accounts, denen ich gefolgt bin
  • KI - Damit wurde ich regelrecht überflutet. Texte und Bilder waren KI-generiert und sahen damit alle gleich aus. Das fand ich erschreckend (unecht).
  • Kein Mehrwert - Postings verschwinden nach kurzer Zeit im Nirwana. Hashtags funktionieren nur bedingt, wenn ich etwas wiederfinden wollte, musste ich mühsam meinen eigenen Verlauf durchforsten (ich speicherte nicht alles, was ich gut fand)
  • Schnelllebigkeit, die damit einhergeht - alles ist nach einer Woche spätestens Schnee von vorgestern 
  • Oberflächlichkeit - Rezensionen wie "Das Buch ist ganz toll, das müsst Ihr alle lesen" ohne Begründung, ohne Kritikpunkte - im schlimmsten Fall noch als "Ja, Nein, Vielleicht"-Version, die mir so gar nichts gebracht hat, wenn ich das Buch selbst nicht gelesen habe
  • Algorithmen, die kein Mensch versteht (ich soll zweimal am Tag eine Story hochladen, möglichst nur tagsüber posten usw. - wer bitte hält sich daran in einem Leben mit anderen Prioritäten als Social Media?)
  • Doomscrolling - mein wohl größtes Problem. Teilweise wollte ich eigentlich schlafen, habe "noch mal kurz" Instagram geöffnet, um ein bis zwei Stunden (!) später zu merken, dass ich mal wieder Lebenszeit mit einer App verschwendet habe - und nicht aufhören konnte (typisches Suchtverhalten)
  • damit einhergehende innere Unruhe und das Handy lag immer griffbereit - furchtbar!
  • Ich möchte nicht so ein Mensch werden, der sein ganzes Leben am Handy und auf Social Media verschwendet. Ich erlebe es tagtäglich, wie Menschen mit Handy in der Hand auf der Straße entlanglaufen, nur um es in der Hand zu halten. Wie sie damit in öffentlichen Verkehrsmitteln kurze Videos etc. schauen. Es ist so erschreckend zu sehen, dass fast alle Menschen mit Blick nach unten an ein kleines Gerät gebunden sind. Ich nutze das Handy in der Bahn fast nie, sondern lese eher. 
  • Aufmerksamkeitsspanne/Konzentration - beides ging flöten. Ich konnte keinen Film mehr schauen, ohne nebenbei aufs Handy zu gucken. 

Wie es mir jetzt damit geht 

All das war in meiner sechsmonatigen Pause bis April 2026 so viel besser geworden! Und ich merke nun nach einigen Tagen auch eine deutliche Veränderung zum Positiven. 

Ich kann mich mit einem Puzzle beschäftigen, ohne aufs Handy zu gucken - sogar zwei Stunden am Stück oder länger! Meine Konzentration und Kreativität können wieder fließen und ich bin innerlich weniger unruhig. Keine FOMO, kein Grund, das Handy ständig in die Hand zu nehmen. Ich gucke zwar noch YouTube, aber die Inhalte hier sind viel länger und damit auch gut, um mein Gehirn zu regnerieren. (Ich habe hier die Funktion des Verlaufs ausgeschaltet, so dass mir keine Inhalte angezeigt werden außer meine abonnierten Kanäle). 

Ich möchte meine Energie in analoge Projekte und in meinen Blog stecken. Und ohne Instagram gelingt mir das deutlich besser.  

Man soll ja niemals nie sagen. Aber für den Augenblick bin ich sehr erleichtert, Instagram wieder gelöscht zu haben.  

Passt auf Euch auf! 

Eure Melli ♥ 

 

Samstag, 11. April 2026

[Gedankenfetzen] Nach sechs Monaten Pause zurück auf Social Media

Hey Ihr Lieben, 
 
eigentlich sollte an dieser Stelle ein Beitrag stehen nach dem Motto "Sechs Monate ohne Instagram - was sich verändert hat, welche Dinge mir aufgefallen sind" und warum ich es großartig finde. 
 

Doch erstens kommt es anders...

 
...und zweitens haben die meisten Dinge zwei Seiten. 
 
Kurz vorab: Ich rede hier ausschließlich über Instagram. Auf YouTube war ich weiterhin als Zuschauerin aktiv. Und TikTok hatte ich nie so richtig. Da hab ich nur mal kurz reingeschaut und sofort bemerkt, dass mich das komplett überfordert :D
 
Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich insbesondere ein Problem mit dem Format der Kurzvideos habe. Deshalb habe ich auf YouTube den Startbildschirm quasi deaktiviert. Somit werden mir dort keine Inhalte angezeigt, in denen ich mich sofort verlieren könnte, ohne es zu wollen.
 
Im September 2025 habe ich meinen Account auf Instagram komplett gelöscht. Acht Jahre war ich aktiv auf Bookstagram zusätzlich zu meinem Literaturblog. 
 
Doch dann habe ich immer mehr gemerkt, dass es mir nicht gut tut - mehr dazu in meinen bisherigen Blogbeiträgen dazu. Und dann gab es die sechsmonatige Pause. 
 

Sechs Monate ohne Instagram 

Das hat mir definitiv gut getan! 
 
  • Ich kann mich besser konzentrieren
  • Lesen und ähnliche Aktivitäten bringen meinem Gehirn wieder genügend Dopamin 
  • Ich kann wieder einen ganzen Film schauen (wenn er spannend ist ^^), ohne zum Handy zu greifen
  • Ich vergleiche mich weniger mit anderen Lesenden, das merke ich vor allem dann, wenn ich Kommentare von anderen Leser:innen mitbekomme, die sich darüber (immer noch) echauffieren, wie viel so gelesen wird und die sich dann verrückt machen
  • Negative Gefühle "scrolle" ich nicht weg, sondern reflektiere und verarbeite sie zum Beispiel in meinem Tagebuch
  • Mehr Zeit! Egal ob für weitere Hobbys, Unternehmungen oder einfach mal nichts tun 
  

...Und nun bin ich zurück auf Instagram? 

Ja, tatsächlich. Es gibt nur einen Grund dafür: 
 
Ich hab einfach total Lust darauf. Und so habe ich mir einen neuen Account erstellt und bin wieder aktiv. 
 
Der Austausch ist nochmal anders und es ist möglich, dass ich auch mal zeitnah poste, was ich gerade so lese. 
 
Literaturblogs sind definitiv mein Zuhause. Sie sind nachhaltig, nicht schnelllebig, tiefgründig und bieten Platz für viele Gedanken und Fakten im Hinblick darauf, dass es keine Grenze für die Länge des Textes gibt.
 
Und somit verbinde ich wieder beide Dinge miteinander. 
 
Eine Funktion nutze ich von Instagram dabei so gut wie gar nicht: endloses Scrollen durch Kurzvideos, so genannte Reels. Denn das ist es ja gerade, was mich überfordert und schlechter fühlen lässt. Doomscrolling wird es auch genannt und ich versuche, das zu vermeiden, indem ich den Button dafür einfach ignoriere. Bis jetzt klappt das sehr gut.  
 
Natürlich werde ich auf mich aufpassen. Wenn ich merke, dass es mir zu viel wird, möchte ich Pausen einlegen. Denn vom Algorithmus lasse ich mir ganz bestimmt nicht vorschreiben, wann ich was zu posten habe! 
 
Eure Melli ♥ 

Samstag, 14. Februar 2026

[Gedankenfetzen] "Ich komme nicht mehr hinterher" - über Konsum (Über-Konsum?), SuB-Abbau, Wunschliste und Leseprojekte

Hey Ihr Lieben,  
 
kommt Euch das bekannt vor?: 
 
"XXL Neuzugänge".
"Bücher kaufen und Bücher lesen sind zwei verschiedene Hobbys."
"Meine Wunschliste platzt bald."
"Ich möchte 
  • alle offenen Reihen beenden, 
  • meinen SuB abbauen (jetzt aber wirklich!), 
  • neue Autor:innen entdecken, 
  • von Lieblingsautor:innen das Gesamtwerk lesen und 
  • die ganzen Bücherlisten erlesen, die ich mir vor zehn Jahren vorgenommen habe."
 

Ich komme nicht mehr hinterher. 

Und das, obwohl ich Social Media ganz bewusst vor nicht ganz fünf Monaten komplett gelöscht habe. Ich nutze nur noch YouTube (BookTube). Die Schnelllebigkeit auf anderen Plattformen hat mir nicht mehr gut getan. 
 
Diskussionen über Bücher-Konsum oder die Anzahl von gelesenen (und ungelesenen) Büchern gehe ich lieber aus dem Weg. Trotzdem gibt es jetzt diesen Beitrag, um meine Gedanken dazu festzuhalten. 
 
Ich spreche hier VON MIR und MEINEM KONSUM/MEINER MEINUNG. Jede Person sollte ihren eigenen Weg damit finden. 
 
Ich konsumiere in der Buchhandlung sehr bewusst (da bin ich sehr wählerisch). In der Bibliothek dagegen schleppe ich auch mal ein paar Bücher mehr raus :D Bücher kaufe ich eher gebraucht und gezielt. Ich versuche, Großbestellungen zu vermeiden. (Ab wann Neuzugänge als XXL gelten, lassen wir auch mal offen - da hat jede Person wohl eine andere Meinung.) An öffentlichen Bücherschränken kann ich mich manchmal nicht beherrschen. Leider liegen diese Bücher aber auch eher länger ungelesen herum. 
 
Rezensionsexemplare nehme ich fast gar nicht mehr an, weil sie mich eher unter Druck setzen. Ich mache mir damit Druck, nicht die Autor:innen oder Verlage.
 
Ein Buch kann schnell einziehen, leider fehlt dann manchmal die entsprechende Lesezeit dafür. Die würde ich gerne direkt dazu bekommen :D
 
Und nein, es ist nicht normal, riesige Bücherregale zu besitzen. Hierbei ist zu bedenken, wie lange eine Person diese Bücher schon sammelt und aus welchen Quellen die Bücher möglicherweise stammen (neu gekauft, öffentliche Bücherschränke, Geschenke, Rezensionsexemplare, Leihen,...). 
 
Wenn ich irgendwo angefixt werde und ein Buch gerne haben möchte, wandert es zunächst auf die Wunschliste. Manche Bücher stehen da nun schon einige Jahre drauf. Meine Wunschliste umfasst mehrere hundert Bücher. Bei Gelegenheit möchte ich sie mal aussortieren, aber im Moment stört mich das nicht. 
 
Meine ungelesenen Bücher dagegen stören mich gerade schon. Zum einen, weil manche Bücher schon so lange ungelesen hier herumliegen. Das hat mit dem Stephen-King-Projekt zu tun und da mache ich mir auch keinen Lesestress. Zumal es in diesem Jahr gut damit weitergehen wird. 
 
Die Anzahl der Bücher ist auch noch okay (Stand heute 67 Bücher), auch wenn ich das gerne reduzieren möchte. Es ist ein Lesevorrat von über einem Jahr, wenn ich mir die Seitenzahlen anschaue. Denn das ist eine größere Herausforderung auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher): Die Hälfte der Bücher hat über 500 Seiten, viele sogar über 700 oder gar 1.000 Seiten. Ich liebe Wälzer, aber sie brauchen natürlich auch mehr Lesezeit.  
 
Nebenbei möchte ich auch noch meine Buchreihen beenden, neue Werke entdecken, Lieblings-Autor:innen belesen und Bücherlisten erlesen. 
 
Mir ist klar, dass ich in diesem Leben nicht alle Bücher werde lesen können, die ich möchte, weil es einfach zu viele sind. Aber ich möchte (ganz ohne Stress) so viele wie möglich für mich entdecken. 
 

Ich drücke jetzt mal die Pausentaste.  

 
Denn es gibt etwas, was mich ausbremst: Lesende Menschen, die sich vergleichen. Die fragen, wie man so viel lesen kann. Ob es nicht verwerflich ist, sich nach drei Monaten nicht mehr an ein Buch zu erinnern. 
 

Halt! Stop! 

Lesen ist kein Wettbewerb. 

Und sich beim Lesen zu vergleichen, macht keinen Sinn.  

Denn wir haben alle unser eigenes Lesetempo und individuelle Prioritäten im Leben. Da spielt das Lesen entweder eine zentrale Rolle oder eben nicht - oder irgendwas dazwischen. 

Lesen soll Spaß machen. 

Das ist die Hauptsache. Und da ich persönlich unter Bücher-Amnesie leide (hihi), ist es für mich völlig normal, regelmäßig nicht nur das Ende von Büchern zu vergessen, sondern auch ganze Inhalte. 
 
Weil ich für den Moment lese, zur Unterhaltung, um etwas zu lernen, mich berühren zu lassen oder zum Nachdenken angeregt zu werden. 
 
Ich lese nicht, um mich an alles zu erinnern, was ich je gelesen habe. Aber es gibt Bücher, die so nachhallen, dass sie einen besonderen Platz im Bücherherzen haben.  

Und jetzt setze ich mich in aller Ruhe hin, schlage meinen über 1.100-Seiten-Schinken auf  und lese ganz gemütlich darin weiter. 
 
Und irgendwann werde ich vielleicht doch meinen SuB weggelesen und alle weiteren Leseprojekte abgeschlossen haben. Dann kann ich mich in Ruhe zurücklehnen. (Man wird ja noch träumen dürfen...) ;-) Aber mal ehrlich: Ohne Bücher wäre das Leben doch langweilig.    
 
Eure Melli ♥  

Montag, 22. September 2025

[Gedankenfetzen] Ich werde in Kürze meinen Instagram-Account löschen

Hey Ihr Lieben,  

vor einiger Zeit habe ich *HIER* bereits über meinen Struggle mit Instagram und Social Media im Allgemeinen geschrieben.

Leider habe ich es weiterhin nicht geschafft, einen gesunden Konsum von Instagram zu erreichen. Entweder die App war auf dem Handy gelöscht oder sie war da und ich verfiel wieder der Sucht, sinnlos durch Reels zu scrollen. 

Was darunter extrem leidet, sind meine anderen Hobbys und Dinge, die eigentlich erledigt werden müssten, aber liegenbleiben, weil ich "keine Zeit dafür habe". Diese Zeit floss in Instagram. So habe ich auch weniger gelesen. 

Nachhaltiger konnte ich hier auf dem Blog Beiträge gestalten, mich austauschen und Projekte im Lesebereich umsetzen. 

Seit einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich keine Energie mehr für Social Media habe. Es gibt im beruflichen Alltag ein paar Veränderungen seit ungefähr einem Jahr, die mich sehr beschäftigen. Da habe ich mental keine Kapazitäten, mich noch zusätzlich in meiner Freizeit auf Social Media "herumzuärgern". 

Ich nutzte Instagram acht Jahre lang. In dieser Zeit gab es natürlich einige Änderungen, ob wir das nun wollten oder nicht. Inzwischen sah ich mehr Werbung als Beiträge, manche Reichweite wurde von Instagram blockiert, es entstanden Diskussionen über Konsum und Wettbewerb beim Lesen, was für mich persönlich doch sehr ausgeartet ist. 

Reels bekommen mehr Aufmerksamkeit, weil der Algorithmus sie eher pusht. Das fand ich von Anfang an schwierig. Hinzu kommt, dass die App auf dem Handy die beste Funktionsweise hat. Auf dem PC sind zum Beispiel manche Funktionen gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. 

Mit Instagram möchten uns die Hersteller so lange wie möglich auf der App halten. 

Und das ist für mich extrem ungesund. Deshalb habe ich schweren Herzens entschieden, meinen Instagram-Account zu schließen und das Kapitel zu beenden. 

Aktuell gibt es meinen Account noch, denn ich wollte zumindest noch einen kurzen Tschüss-Post veröffentlichen. In Kürze wird der Account dann geschlossen.  

Ich habe auch überlegt, ihn privat zu stellen. Aber das löst mein Problem nicht. Deshalb habe ich entschieden, ihn komplett zu löschen.   

Ich erhoffe mir davon, meine Energie wieder in analoge und digitale Projekte stecken zu können, die nachhaltiger sind und mir mehr bedeuten. 

Eure Melli ♥  

Samstag, 13. September 2025

[Gedankenfetzen] Von Leseflaute zu Leseflaute ~ Currently Reading/Aktuelle Lektüre

Hey Ihr Lieben, 

dieses Jahr ist wild, was Leseflauten angeht. Ich habe ja immer mal eine kleine Lesepause und das ist völlig in Ordnung. Aber 2025 lese ich entweder exzessiv - oder gar nicht. 

Aktuell hat es mich wieder erwischt. Ich lese gerade ungerne, greife kaum zum Buch und wenn, bin ich unkonzentriert und lege es genervt wieder weg. An den Büchern liegt es nicht (dazu später mehr). 

Stattdessen ist mein Kopf so voll mit anderen Dingen. Auf Arbeit gab es verschiedene Umstellungen, an die ich mich noch gewöhne (das dauert bei Veränderungen bei mir immer etwas). Darüber denke ich viel nach. Dann gab es ein Problem in der Wohnung, das nach vier Wochen endlich so halbwegs behoben ist. Und dann gibt es eben noch diese tausend alltäglichen Dinge, die erledigt werden wollen - oder einem unerledigt im Nacken hängen. 

Früher habe ich vor allem an den Wochenenden gelesen. Inzwischen sind meine freien Tage mit unzähligen (meistens positiven) Unternehmungen gefüllt. Und ja, das ist schön, wobei ich introvertiert bin und dann wieder Zeit alleine bräuchte - die ich aber nicht habe, weil dann schon die neue Woche beginnt. 

Versteht mich nicht falsch: Ich bin total dankbar für all diese Dinge und weiß sie zu schätzen. Ich müsste nur an meinem Zeitmanagement arbeiten. Denn oft ist es dann zu viel auf einmal. Und ich brauche als hochsensible Person länger, diese ganzen Reize zu verarbeiten. 

Im Moment steckt meine Nase - theoretisch - in drei Büchern: 


Zunächst einmal lese ich "Long walk to freedom" von Nelson Mandela auf Englisch. Nach einer Woche in meiner Leserunde mit Julia bin ich auf Seite 26. Toll. :D

Das Buch ist total interessant. Ich kann mich nur schlecht auf die Fremdsprache konzentrieren. Trotzdem mag ich die Sprache nicht wechseln. ^^


"Sara" von Stephen King sollte da etwas Leichtigkeit reinbringen. Deshalb habe ich es parallel begonnen. Ich bin auf Seite 40. Super :D

Es geht am Anfang um Trauer und Tod und irgendwie zieht mich das zu sehr runter. 


Schließlich habe ich gestern Abend "Das Kalendermädchen" von Sebastian Fitzek begonnen, da ich dachte, so ein Thriller könnte sich zum Pageturner entwickeln. Ich bin ca. auf Seite 45, wobei mein eReader mehrfach abgestürzt ist. :D Nun dürfte es aber gehen. Irgendwie wurde die Software umgestellt. Ich habe das Buch in der Onleihe geliehen und es wollen noch so viele andere lesen, deshalb habe ich ein bisschen Zeitstress.  

Alle drei Bücher sind auf ihre Art interessant und besonders. Es wäre schade, wenn sie unter meiner Leseflaute leiden würden. 

Deshalb werde ich heute erstmal andere Dinge tun und dann vielleicht zwischendurch immer mal zu einem der Bücher greifen, um meine Lesefreude zurückzugewinnen. :-) Drückt mir die Daumen!

Eure Melli ♥  

Mittwoch, 28. Mai 2025

[Gedankenfetzen] Social Media - eine Hassliebe

Hey Ihr Lieben, 

seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken über meinen eigenen Social-Media-Konsum.
 

Meine Social-Media-Geschichte

Alles fing mit StudiVZ an. Später wechselte ich zu Facebook (auch mit eigener Blogseite) und schließlich landete ich bei Instagram und YouTube (Letzteres nur als Konsumentin).
 
Inzwischen habe ich meine Profile auf StudiVZ (das dürfte es gar nicht mehr geben) und Facebook gelöscht.
 
TikTok, Snapchat und andere Plattformen nutze ich nicht. Und das habe ich auch nicht vor.  
 

 Vorteile von Social Media 

Fangen wir mit dem Positiven an:
 
Ich nutze Instagram selbst als Plattform und teile dort vor allem Inhalte über Literatur. Es ist für mich ein Zusatz zu meinem Blog. Hauptplattform ist und bleibt mein Literaturblog. Das hat auch damit zu tun, dass ich hier so viele Zeichen, wie ich mag, verwenden kann und unbegrenzt in meinen Gedanken bin. In den Beiträgen bei Instagram weichen viele auf die Kommentare aus, um mehr schreiben zu können. Das finde ich unpraktisch. 

Was ich an Instagram sehr mag, ist der Austausch über Bücher. Gefühlt bekommt man dort schneller und öfter Kommentare als auf herkömmlichen Blogs. 

Auf Instagram und YouTube finde ich aber auch Menschen mit anderen gemeinsamen Hobbys und Interessen, zum Beispiel Literatur, Puzzles, Malen, Reisen. So kann ich mich recht unkompliziert mit Menschen verbinden, die ähnliche Dinge mögen wie ich. 

Außerdem hole ich mir manchmal gerne Inspiration auf anderen Accounts, zum Beispiel zu Challenges oder Ähnliches.

Mein Problem mit Social Media

Ein Nachteil auf Social Media ist das übermäßige Sich-mit-anderen-Vergleichen. Mir passiert das manchmal in der Bücherbubble. Da stolpere ich in Diskussionen rein, wie viel und was man denn am besten lesen sollte und warum anderes nicht in Ordnung ist. Darüber schüttele ich dann meistens den Kopf. Lesen ist kein Wettbewerb und sollte vor allem Spaß machen. Es spielt keine Rolle, wie viel oder was man liest. 
 
Was natürlich gar nicht geht sind Hater, Spam und Mobbing im Netz. 
 
Leider habe ich ein großes Problem mit Social Media. Diese Apps sind dazu erschaffen worden, uns so lange wie möglich am Bildschirm zu halten, uns regelrecht süchtig zu machen.
 
Ich merke das insgesondere bei den Reels auf Instagram. Wenn ich da nicht aufpasse, vergeht eine halbe Stunde, ich sehe ca. 60 kurze Videos und kann mich hinterher an keines erinnern. Und vor allem fällt es mir beim Scrollen schwer, damit aufzuhören. Dieses Phänomen ist auch als Doomscrolling bekannt.
 
Das Gehirn erhält einen Dopamin-Kick nach dem anderen und kann hinterher nicht mehr mit längeren Inhalten befriedigt werden. Beim Schauen von Filmen zum Beispiel sind wir schneller gelangweilt und greifen wieder zum Handy, weil das interessanter scheint. 
 
Ich möchte meine Zeit nicht mehr auf Social Media verschwenden. Ferner möchte ich meine Konzentrationsfähigkeit verbessern. Von zu langer Bildschirmzeit bekomme ich außerdem Kopfschmerzen und ich spüre Anzeichen von Suchtverhalten - ich habe diesen Reflex entwickelt, ständig zum Handy zu greifen :-( 

Ideen für Gegenmaßnahmen

Dass ich mit diesem Problem nicht alleine dastehe, sehe ich spätestens, wenn ich das Haus verlasse. An der Haltestelle, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Café und sonst überall haben ständig fast alle Leute ein Handy in der Hand. Es ist ein bisschen erschreckend!
 
In öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich mir das Handy gar nicht erst angewöhnt. Klar schreibe ich auch mal eine Nachricht, aber ansonsten bleibt das Handy bei mir in der Tasche. Stattdessen schaue ich aus dem Fenster oder lese. Manchmal höre ich auch Musik. Genau dieses Verhalten möchte ich gerne auf mehr Situationen anwenden. 

Wenn ich zu Hause bin, liegt mein Handy immer öfter in einem anderen Raum. So kann ich nicht ständig daraufschauen. Sämtliche Benachrichtigungen und Töne habe ich stummgeschaltet. 

Die App Forest lässt Bäume wachsen, während ich "meine Dinge erledige" :D
 
Bereits seit Januar führe ich regelmäßig einen Social Media Detox durch. Dazu lösche ich Instagram vom Handy. Der Account bleibt dabei erhalten. Dieser Detox ist wirklich eine Erleichterung!
 
Es kann auch helfen, den Handyhintergrund unattraktiv zu gestalten. Schwarz/Weiß-Modi oder hässliche Bilder/Themes können helfen. Ich hatte mal als Hintergrundbild Rosenkohl. Ich mag keinen Rosenkohl :D
 
Bei Langeweile ist es auch schön, sich analoge Tätigkeiten zu suchen. Irgendetwas gibt es ja immer zu tun in unserer realen Welt. 

Mein Anliegen ist es vor allem, einen gesunden Konsum von Social Media zu erreichen, ohne mich hinterher schlecht zu fühlen. Ferner möchte ich die gewonnene Zeit für die Dinge nutzen, die mir wirklich wichtig sind.
 
Eure Melli ♥ 

Donnerstag, 8. Mai 2025

[Gedankenfetzen] So many books, so little time - den SuB (plus Re-Reads) von 100 auf Null lesen?!

Hey Ihr Lieben, 

heute gibt es mal wieder ein paar Gedanken zum Stapel ungelesener Bücher. Monatlich kommt mein SuB Horst von Hochstapel sogar selbst zu Wort. Und alle drei Monate schauen wir in der SuBventur, wie es so läuft. 
 
Doch mich beschäftigt die Anzahl und das Alter meines SuBs schon länger. Ich fühle mich ein bisschen unter Druck gesetzt, wenn neue Bücher bei mir einziehen. Ich hatte meinen SuB schon mal auf Null gelesen. Er war aber auch schon zweimal über 200 Bücher groß. Es schwankt also recht stark :D
 
Ich bin deshalb relativ gechillt, wenn es darum geht, wie viele Bücher hier noch auf mich warten. Irgendwann wird ihre Zeit kommen. Aber ist das wirklich so? Lese ich nicht vielmehr Neuzugänge relativ schnell weg und gibt es nicht auch Bücher, die schon länger auf ihren Moment warten? Definitiv! 
 
Es gibt Bücher, vor denen ich mich drücke. Weil sie schwere Themen mit sich bringen. Weil sie auf Englisch geschrieben sind. Weil es sich um Reihen handelt und somit insgesamt gleich mehrere tausend Seiten auf mich warten. Oder weil es einfach noch nicht gepasst hat. 
 
Gleichzeitig zieht nicht jedes Buch sofort bei mir ein, das ich lesen möchte. Stattdessen wandert es zunächst auf die Wunschliste. Manche Bücher werden dann doch recht schnell davon befreit und auf den SuB gepackt. Und im besten Fall direkt gelesen. Die anderen über 700 Bücher (ups!) müssen noch auf mich warten, aber das ist okay. Die hohe Zahl kommt u. a. daher, dass ich die Bücherlisten-Bücher alle mit draufgepackt habe. Meine Wunschliste ist aus guten Gründen nicht öffentlich. Denn ich müsste sie auch mal überarbeiten. Doch das ist eine andere Geschichte ;-)
 
Zunächst soll der SuB gelesen werden. In letzter Zeit sehe ich öfter Lesende, die tatsächlich ihren SuB auf Null lesen möchten. Einige sogar mit einem Zeitziel. Das finde ich mitunter doch recht sportlich. 
 
Ich habe mir auch viele Gedanken zu meinem eigenen Überkonsum bei Büchern gemacht (in allen anderen Lebensbereichen lebe ich recht minimalistisch. Ich besitze auch viel Krimskrams, aber ich überlege inzwischen sehr genau, bevor ich mir etwas kaufe). Es fühlt sich für mich nicht richtig an, 100 Bücher zu besitzen, die ich EIGENTLICH gerne lesen möchte, wenn ich ständig neue Bücher kaufe oder leihe und diese vorziehe. 
 

Mein aktueller SuB...

 
Heute möchte ich einen Blick auf meinen eigenen SuB werfen. Ich habe meine SuB-Seite überarbeitet. Aktuell befinden sich genau 75 Bücher + 25 Re-Reads auf meiner Leseliste. Das sind zusammen genau 100 Bücher. Und genau das möchte ich einmal kurz hier festhalten. 
 

... und wie er sich zusammensetzt

Als ich beschloss, Stephen Kings Werk chronologisch (noch einmal) komplett von vorne zu lesen, hatte ich bereits einige Bücher davon auf dem SuB, die ich noch nicht kenne. Deshalb sind die ältesten Bücher auf meinem SuB nicht so leicht zu lesen für mich. Sie sind noch nicht dran. 
 
Zwei der Bücher sind noch nicht gekauft, aber fest eingeplant, um eine fortführende Reihe am Stück lesen zu können (Pik 7 von Cordelia Kingsbridge). Deshalb zählen diese beiden ausnahmsweise schon zum SuB. Insgesamt gibt es 25 Re-Reads und 75 andere SuB-Bücher.
 
 
So sieht die Liste aktuell aus:
 
Re-Reads:
  1. Ken Follett: Die Säulen der Erde - 1.296 Seiten
  2. Ken Follett: Die Tore der Welt - 1.320 Seiten
  3. Stephen King: Schlaflos - 1.039 Seiten
  4. Stephen King: Desperation - 832 Seiten
  5. Stephen King: The Green Mile - 592 Seiten
  6. Stephen King: Das Mädchen - 304 Seiten
  7. Stephen King: Atlantis - 800 Seiten
  8. Stephen King: Puls - 576 Seiten
  9. Stephen King: Qual - 400 Seiten
  10. Stephen King: Sunset - 496 Seiten
  11. Stephen King: Der Anschlag - 1.072 Seiten 
  12. Stephen King: Joyland - 368 Seiten
  13. Stephen King: Mr. Mercedes - 608 Seiten
  14. Stephen King: Finderlohn - 560 Seiten
  15. Stephen King: Mind Control - 544 Seiten
  16. Stephen King: Revival - 528 Seiten
  17. Stephen King: Basar der bösen Träume - 816 Seiten
  18. Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes - 576 Seiten
  19. V. C. Andrews: Melody - 506 Seiten
  20. V. C. Andrews: Im Netz der Lügen - 484 Seiten
  21. V. C. Andrews: Das Lied der Nacht - 501 Seiten
  22. Carlos Ruiz Zafón: Der Fürst des Nebels - 273 Seiten
  23. Wolfgang und Rebecca Hohlbein: Die Templerin - 385 Seiten
  24. Wolfgang und Rebecca Hohlbein: Der Ring des Sarazenen - 561 Seiten
  25. Wolfgang und Rebecca Hohlbein: Die Rückkehr der Templerin - 513 Seiten
 

Bücher, die seit 2017 auf dem SuB sind
Bücher, die seit 2018 auf dem SuB sind
Bücher, die seit 2019 auf dem SuB sind
Bücher, die seit 2022 auf dem SuB sind 
Bücher, die seit 2023 auf dem SuB sind 
Bücher, die seit 2024 auf dem SuB sind
Bücher, die seit 2025 auf dem SuB sind
 
  1. Stephen King: Love (Mai 2017) - 737 Seiten
  2. Stephen King: Das Leben und das Schreiben (Mai 2017) - 386 Seiten
  3. Stephen King: Zwischen Nacht und Dunkel (Juni 2017) - 529 Seiten
  4. Stephen King: Das Bild (Juli 2017) - 673 Seiten
  5. Stephen King: Duddits (Januar 2018) - 898 Seiten
  6. Stephen King: Der Buick (März 2018) - 495 Seiten
  7. Stephen King: Regulator (August 2018) - 545 Seiten
  8. Stephen King: Sara (August 2018) - 641 Seiten
  9. Stephen King: Gwendys Wunschkasten (September 2018) - 129 Seiten
  10. Stephen King: Wahn (September 2018) - 900 Seiten
  11. Stephen King: Im Kabinett des Todes (September 2018) - 593 Seiten
  12. Stephen King: Colorado Kid (Dezember 2018) - 177 Seiten
  13. Stephen King: Die Arena (Dezember 2019) - 1.281 Seiten
  14. Stephen King: Fairy Tale (September 2022) - 881 Seiten
  15. John Grisham: Der Gefangene (September 2022) - 465 Seiten
  16. John Grisham: Das Komplott (September 2022) - 449 Seiten
  17. John Grisham: Die Bruderschaft (September 2022) - 465 Seiten
  18. Carlos Ruiz Zafón: Der Gefangene des Himmels (Januar 2023) - 414 Seiten
  19. Joy Fielding: Nur wenn Du mich liebst (April 2023) - 480 Seiten
  20. Stephen King: Billy Summers (November 2023) - 721 Seiten
  21. Donna Tartt: The Secret History (November 2023, Englisch) - 573 Seiten
  22. Diana Gabaldon: Outlander - Ein Hauch von Schnee und Asche (Dezember 2023) - 1.351 Seiten
  23. Diana Gabaldon: Outlander - Echo der Hoffnung (Dezember 2023) - 1.662 Seiten
  24. V. C. Andrews: Stärker als der Sturm (Dezember 2023) - 436 Seiten
  25. V. C. Andrews: Olivia (Dezember 2023) - 449 Seiten
  26. Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes - Die Romane (Januar 2024) - 715 Seiten
  27. Maren Schwarz: Grabeskälte (April 2024) - 233 Seiten
  28. Freida McFadden: The Housemaid (April 2024, Englisch) - 338 Seiten
  29. Freida McFadden: The Housemaid's Secret (April 2024, Englisch) - 316 Seiten
  30. Alice Oseman: Loveless (April 2024, Englisch) - 499 Seiten
  31. Ali Shaw: Der Mann, der den Regen träumt (Juli 2024) - 336 Seiten
  32. Nicola Marni: Die Tallinn-Verschwörung (Juli 2024) - 528 Seiten
  33. Lola Jaye: Für immer, Dein Dad (Juli 2024) - 324 Seiten
  34. Nelson Mandela: Long walk to freedom (September 2024, Englisch) - 684 Seiten
  35. Jodi Picoult: Die Wahrheit der letzten Stunde (September 2024) - 688 Seiten
  36. Hillary Rodham Clinton und Louise Penny: Staat der Angst (September 2024) - 561 Seiten
  37. Sabine Weigand: Die Königsdame (November 2024) - 464 Seiten
  38. Sabine Weigand: Das Perlenmedaillon (November 2024) - 591 Seiten
  39. Sabine Weigand: Die Seelen im Feuer (November 2024) - 528 Seiten
  40. Ulrike Schweikert: Die Dirne und der Bischof (November 2024) - 449 Seiten
  41. Edith Hahn Beer: Ich ging durchs Feuer und brannte nicht (November 2024) - 288 Seiten
  42. Dorothee Schmitz-Köster: "Deutsche Mutter, bist Du bereit..." (November 2024) - 412 Seiten
  43. Anna Maria Sigmund: Die Frauen der Nazis (November 2024) - 432 Seiten
  44. Lisa Genova: Still Alice (November 2024, Englisch) - 352 Seiten
  45. Carlos Ruiz Zafón: Mitternachtspalast (November 2024) - 336 Seiten
  46. Carlos Ruiz Zafón: Der dunkle Wächter (November 2024) - 304 Seiten
  47. Carlos Ruiz Zafón: Das Spiel des Engels (November 2024) - 720 Seiten
  48. Carlos Ruiz Zafón: Das Labyrinth der Lichter (November 2024) - 944 Seiten
  49. Elena Sonnberg: Die Bucht der Träume (Dezember 2024) - 464 Seiten
  50. Ken Follett: Kingsbridge - Der Morgen einer neuen Zeit (Januar 2025) - 926 Seiten
  51. Karin Slaughter: Pretty Girls (Januar 2025) - 528 Seiten
  52. Jeffery Deaver: Der gehetzte Uhrmacher (Januar 2025) - 512 Seiten
  53. Stephen King: Holly (Februar 2025) - 640 Seiten
  54. Stephen King: Der Sturm des Jahrhunderts (Februar 2025) - 320 Seiten
  55. Ken Follett: Das Fundament der Ewigkeit (Februar 2025) - 1.168 Seiten
  56. Karen Rose: Eiskalt ist die Zärtlichkeit (Februar 2025) - 640 Seiten
  57. James Joyce: Ulysses (Februar 2025) - 832 Seiten
  58. Cordelia Kingsbridge: Trick Roller (Februar 2025, eBook) - 313 Seiten
  59. Cordelia Kingsbridge: Cash Plays (Februar 2025, eBook) - 365 Seiten
  60. Sebastian Lipphaus: New Pinocchio (Februar 2025, unangefragtes Rezi-Ex, WERBUNG) - 155 S.
  61. Matthias Brügelmann (Hrsg.): 60 Jahre Bundesliga 1963 bis 2023 (Februar 2025, Leihe) - 320 S.
  62. Dieter Hallervorden: Meine erstaunlichen Alltagsabenteuer (März 2025) - 184 Seiten
  63. Stephen King und Owen King: Sleeping Beauties (März 2025) - 721 Seiten
  64. Bernd-Lutz Lange: Café Continental (April 2025, Leihe) - 395 Seiten
  65. Owen King: Die Kuratorin (April 2025, eBook) - 640 Seiten
  66. Nicole Seifert: "Einige Herren sagten etwas dazu" (April 2025) - 352 Seiten
  67. Wolfgang Hohlbein: Das Wasser des Lebens (April 2025) - 544 Seiten
  68. Wolfgang Hohlbein: Das Testament Gottes (April 2025) - 496 Seiten
  69. Wolfgang Hohlbein: Das Band des Schicksals (April 2025) - 528 Seiten
  70. Oliver Schlick: Rory Shy 4 (Mai 2025) - 320 Seiten
  71. Oliver Schlick: Rory Shy 5 (Mai 2025) - 320 Seiten
  72. Oliver Schlick: Rory Shy 6 (Mai 2025) - 320 Seiten
  73. Oliver Schlick: Rory Shy 7 (Mai 2025) - 320 Seiten
  74. Cordelia Kingsbridge: Pik Sieben Band 4 (Kauf) - 381 Seiten
  75. Cordelia Kingsbridge: Pik Sieben Band 5 (Kauf) - 400 Seiten
 

Mein Vorhaben

Aber was genau habe ich nun vor? Möchte ich den SuB nun wirklich auf Null lesen? JEIN.
 
So genau weiß ich das noch nicht. Fakt ist: Es wäre möglich - mit Disziplin, Willensstärke, vielleicht einem Kaufverbot oder wenn ich nur noch eine bestimmte Anzahl an Büchern hier einziehen lassen möchte. Aber das wäre mir doch zu krass, denn es hat am Ende diesen Jo-Jo-Effekt, den ich ja auch schon durchgemacht habe. Und den ich nicht möchte.
 
Heute ist mein Ziel erst einmal, meine Gedanken dazu öffentlich zu machen (was ich hiermit tue), um mir einen Motivationsschub zu geben. 
 
Denn eines meiner "Probleme" ist meine Liebe zu Wälzern. Aktuell lese ich u. a. "Schlaflos" von Stephen King und das hat über 1.000 Seiten. Solche Bücher brauchen natürlich mehr Zeit und das ist vollkommen okay. Nur bremst es natürlich ein bisschen aus, wenn man liest und liest und nur ein kleiner Fortschritt zu sehen ist. 

Trotzdem liebe ich solche dicken Schinken und habe davon so einige auf dem SuB. Etwa 50 Bücher haben über 500 Seiten (!). Das ist schon viel :D
 
Das bedeutet natürlich, dass es länger dauern wird. Und es wird immer Verführungen im Buchladen oder in der Bibliothek geben. 
 
Ich werde mir nichts verbieten, aber kontinuierlich den SuB abbauen. Das ist mein Ziel für die nächsten Monate (oder Jahre) xD
 
Wenn ich meine aktuellen Bücher beendet habe, werde ich nach Lust und Laune die nächsten Bücher aussuchen. 

Dabei werde ich aber auch einen Zufallsgenerator einschalten, um auch mal Bücher zu lesen, vor denen ich mich drücke. 
 
Unabhängig davon laufen ja ohnehin in diesem Jahr Challenges (z. B. Sherlock Holmes, 25 Bücher für 2025), die sowieso auf meinem SuB liegen und hoffentlich wirklich befreit werden. So kann ich meinen SuB auch in Häppchen teilen.
 
Ein Zeitziel gibt es natürlich NICHT. Das wäre einfach zu krass.

Wichtig ist, dass ich Spaß an der Sache habe, dass die Bücher vom SuB befreit werden und dass ich mir keinen Stress mache. Aber da mache ich mir weniger Sorgen :-) Bücher sind einfach toll!
 
Eure Melli ♥
(und Horst lässt auch lieb grüßen!)

Samstag, 22. Juni 2024

[Gedankenfetzen] Melli vs. Leseflaute

Hey Ihr Lieben, 

es gibt verschiedene Tipps, um Leseflauten zu bekämpfen. Vielleicht hilft es auch, dagegen anzuschreiben. Denn ich möchte sie in die Knie zwingen. 

Angefangen hat es wohl schon vor vielen Monaten. Ich habe weniger gelesen (was okay ist), obwohl sich meine Lebensumstände nicht verändert haben. Andere Hobbys kamen dazwischen. Früher habe ich richtig gerne an Lesechallenges teilgenommen. Aber immer mehr habe ich gemerkt, dass mich das doch auch stresst. Deshalb hatte ich beschlossen, in diesem Jahr keine durchzuführen. Tja, was soll ich sagen? 
 

Lesemarathon als Stressfaktor

 
Als ich im Dezember 2023 von der Bookemon Challenge erfuhrt, musste ich natürlich doch mitmachen. Sie ist inspiriert von Pokémon und das habe ich früher sehr gerne am Game Boy gespielt. Ich wollte es ruhig angehen lassen. Haha. 

Ich möchte kurz umreißen, worin die Challenge besteht. Es gibt Leseaufgaben (Lies ein Buch, das ...) sowie Aktionsaufgaben (lies ein Buch am Gewässer, poste xy auf Social Media) und wenn man diese erledigt hat, erhält man Items. Mit diesen Items bekommt man dann bestimmte Bookemon (die man vorher noch nicht kennt). Ziel ist es also, so viele wie möglich zu erhalten, also möglichst viele Bücher zu lesen. Soweit so gut. Allerdings gibt es nicht nur eine Aufgabe pro Monat (=12), sondern auch sechs weitere für je vier Monate (=18). Nicht zu vergessen die Basisaufgaben für das ganze Jahr (=86, weil für manche Aufgaben mehr zu tun ist). 

Und dann gibt es immer wieder (fast jeden Monat!) Aktionen wie Lesemarathons etc., deren Teilnahme weitere Bookemon freischaltet. 

Deshalb habe ich beschlossen, den gesamten Juni an einem solchen Lesemarathon teilzunehmen. Das Ganze findet in den USA viel größer statt als mir bewusst war. Es nehmen ca. 1.600 Menschen weltweit (!) teil. Im Vordergrund steht der Spaß. Aber der ist mir inzwischen leider abhanden gekommen. Denn es geht weniger um die Anzahl von gelesenen Seiten, sondern eher um beendete Bücher. Ferner geht es um eine Art Reise von Stadt zu Stadt (die man vorher nicht kennt) und alle drei Tage wird eine neue Aufgabe freigeschaltet. Der Sinn ist es, die Reiseroute in vorgegebener Reihenfolge zu erlesen. Das bremst mich leider aus. Hinzu kommt, dass es eine Art Rennen ist, denn fünf Teams lesen gegeneinander und bekommen Punkte. Wenn man als erstes Team ankommt, erhält man eine Belohnung, das letzte Team erhält eine Strafe. 

Ich lag recht schnell zurück und habe dann den Fehler begangen, mich selbst unter Druck zu setzen. So las ich an einem Sonntag so viel wie möglich (= ca. 300 Seiten), obwohl mein aktuelles Buch mehr Zeit gebraucht hätte. 

Das hat mich wieder so richtig schön in die Leseflaute katapultiert. Denn in der Woche darauf habe ich fast gar nichts gelesen. 
 
Andere Lesende waren dagegen so beflügelt, dass sie binnen neun Tagen ca. 50 (!) kurze Hörbücher gehört haben. Das war mir dann doch alles viel zu krass und hat mich noch mehr gestresst. 

Mein Ziel bei diesem Lesemarathon war es, drei Bücher zu erlesen, denn dafür bekomme ich in der anderen Challenge ein Bookemon. Inzwischen habe ich das erreicht und bin damit zufrieden. Das mag meinem Team nicht helfen im Lesemarathon, aber ich will mich nicht noch mehr stressen. 
 

Was ich von dem Lesemarathon gelernt habe


Ich habe bei diesem Lesemarathon auch viel gelernt und sehe es als wichtige Erfahrung. So wird er aus den USA gehostet und spielt in der entsprechenden Zeitzone. Ich habe mich dadurch diesen Monat vermehrt mit Zeitzonen und dem Rhythmus unserer Welt beschäftigt. Denn die Bookemon Challenge wiederum stammt aus Australien, wo wiederum eine andere Zeitzone herrscht. Ich liege so ungefähr in der Mitte :D

Reading Sprints sind im englischsprachigen Raum eine große Sache. Da kommt man via Zoom mit Zuschauenden zusammen, es wird sich in den Kommentaren ausgetauscht und mit Timer gelesen. Das fand ich total interessant, hat mich aber zum Lesen leider nicht motiviert. 

Apropos Englisch: Der Lesemarathon findet komplett in dieser Sprache statt. Das hat mir geholfen, mein Englisch anzuwenden und das möchte ich gerne beibehalten - also vielleicht an kleineren Lesemarathons teilnehmen und die Sprache nutzen. 
 

Warum Social Media Gift für mein Leseverhalten ist


Es gibt aber noch einen weiteren Grund für meine Leseflaute: Social Media. In meinem Fall Instagram (Reels) und YouTube (Shorts). Bei vielen anderen Leuten gehört auch TikTok in diese Liste. Das hatte ich zum Glück nie.

Denn diese kurzen Videos sorgen dafür, dass mein Gehirn immer mehr so kurze Dopamin-Impulse haben möchte. Früher konnte ich stundenlang ein gutes Buch lesen. Durch die kurzen Videos auf Social Media ist das nicht mehr möglich. Meine Konzentrations- bzw. Aufmerksamkeitsspanne hat sich extrem verkürzt. Im Büro hat es tatsächlich keine Auswirkungen, da bin ich produktiv und kann mich gut konzentrieren. Aber sobald ich in der Umgebung meines Zuhauses bin, kann ich mich kaum konzentrieren. 
 

Social Media Detox


Deshalb habe ich beschlossen, einen Social Media Detox durchzuführen. Auf YouTube bin ich noch unterwegs, versuche aber, die kurzen Videos zu vermeiden. Instagram habe ich deinstalliert (dabei bleibt der Account erhalten). 

Ich muss sagen, dass ich es nicht vermisse. Langeweile auch mal auszuhalten, fällt mir je nach Situation mal mehr und mal weniger leicht. Wenn ich mit Bus und Bahn unterwegs bin, kann ich gut aus dem Fenster gucken und brauche kein Handy in der Hand (dann doch eher ein Buch). Wenn ich aber zu Hause bin, langweile ich mich auch mal und hänge dann am Handy (YouTube). Da gucke ich aber bewusst verschiedene Inhalte und mag Lesevlogs von anderen ganz gerne. :-)
 

Und nun?


Ich möchte mir gerne wieder bewusst Zeit zum Lesen nehmen. Mein Handy darf zu Hause in einem anderen Raum liegen, damit ich es nicht ständig unbewusst in die Hand nehme (ein furchtbarer Reflex!!). 

Aktuell läuft die Fußball-EM und ich gucke sehr gerne die Spiele. Vielleicht schaue ich auch mal wieder einen Film. 

Heute möchte ich noch in die Bibliothek gehen. Es ist regnerisch und da ist so ein Besuch im Bücherparadies eine gute Idee. :D

Ansonsten stresse ich mich auf jeden Fall nicht mit dem Lesen. Im nächsten Jahr möchte ich nun wirklich auf eine große Jahreschallenge verzichten und dafür im Lesegarten wieder an einzelnen Monatschallenges teilnehmen. Denn kurze Zeitspannen tun mir gut bei solchen Aktionen. 

Nun hoffe ich, die Leseflaute schnell zu besiegen. 

Übrigens: Mit meinen letzten Lesemonaten war ich sehr zufrieden und sie spiegeln auch nicht wirklich Leseflauten wider. Aber trotzdem fühlt sich das Lesen für mich nicht immer gut an und das macht dann doch den Unterschied zu "ich habe nur ein Buch gelesen". Alle lesen bitte in ihrem Tempo und jede Seite ist ein Erfolg!

Eure Melli ♥

Freitag, 3. Mai 2024

Offener Brief an lesende Menschen, die "zu viel Queerness" in Büchern bemängeln

Heute wende ich mich nicht an die Leser:innen dieses Blogs, sondern an lesende Menschen, die in Rezensionen, Gesprächen und/oder einfach so für sich finden, dass in Büchern "zu viel Queerness" herrscht.

Seit ich mich vor ca. drei Jahren als pansexuell geoutet habe, stehe ich für die queere Community ein. Nicht in jeder Situation und nicht jedem (queerfeindlichen) Menschen gegenüber, aber so oft es geht und so oft ich mich traue.

Da ich meine Meinung öfter teilen möchte, auch wenn ich anecke, tue ich das jetzt einfach mal in Form eines offenen Briefes.

Stell' Dir vor, es wäre andersherum: Queerness wäre die Norm und Heterosexualität wäre es nicht. Nun stell Dir weiter vor, Du stehst als Frau auf Männer (oder umgekehrt), liest aber viele Jahre lang ausschließlich Bücher, in denen z. B. Frauen Frauen + Männer Männer lieben, trans Personen vorkommen usw. Weil es keine Bücher mit Heterosexualität gibt.

Irgendwann gibt es dann Bücher mit wenigen heterosexuellen Beziehungen. Und plötzlich erscheint ein Buch mit vielen oder sogar fast ausschließlich heterosexuellen Figuren. Du fühlst Dich plötzlich gesehen, kannst Dich mit den Figuren identifizieren. Und vor allem: So eine Welt wünschst Du Dir (manchmal).

Wie würdest Du Dich dann fühlen, wenn eine queere Person dazu meint "boah nee, das war mir zu viel Heterosexualität"- nachdem Du jahrelang Bücher lesen "musstest", die nur queere Figuren und deren Liebe und Identitäten beinhalten?

So, wie sich dieses Buch für Dich angefühlt hat, fühlen sich heteronormative Romane oft für queere Menschen an.

Nun habe ich gerade selbst eine Reihe gelesen, in der viele queere Themen und Beziehungen eine Rolle spielen. Und ich habe das gefeiert! Gleichzeitig fielen mir aber die Kommentare und Rezensionen wieder ein, in denen von "zu viel Queerness" die Rede war. Und ich habe mir überlegt, diesen offenen Brief zu verfassen.
 
Denn ich sehe es kritisch.

Queerness in Büchern ist unfassbar wichtig, und zwar mehr als Randfiguren hier und da. Toleranz, Akzeptanz und Sichtbarkeit können nur entstehen, wenn es viel davon gibt. Facettenreichtum ist das Stichwort. Es gibt bekanntlich viel mehr als Homosexualität im queeren Spektrum. Schwule Figuren gibt es öfter als andere queere Charaktere. Wenn sich nun ein:e Autor:in vornimmt, einige weitere sexuelle Orientierungen aufzunehmen, fühlen sich auch diese Menschen repräsentiert (zum Beispiel Asexualität und Pansexualität sind sehr rar, aber auch lesbische Frauen sind eher unterrepräsentiert in meinen Augen).

Früher hätte ich mir Bücher mit LGBTQIA+ gewünscht. Denn seit ich sie lese(n kann, weil es sie gibt), fühle ich mich nicht mehr so "anders" und allein. Und ich würde mir wünschen, dass queere Figuren auch in Romane eingebettet werden, ohne dass ich in Unternischen bei Verlagen danach suchen muss.
 
Mir kommt es nicht darauf an, Deine Worte auf die Goldwaage zu legen. Als Bloggerin weiß ich selbst, wie lange man manchmal an Formulierungen feilt und am Ende doch nicht so zufrieden ist.

Stattdessen möchte ich zu bedenken geben, dass Sichtbarkeit in Büchern usw. enorm wichtig ist und quasi gilt "je mehr, umso besser" - zumindest dann, wenn sie sich passend in die Geschichte einfügt und sich ein rundes Ganzes ergibt. Denn ist es nicht logisch, dass queere Charaktere auch ein größeres queeres Umfeld haben?

Ich weiß, wie es sich anfühlt, queer zu sein und das ist mit nichts vergleichbar. Deshalb finde ich es manchmal schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Einerseits sind wir eine so genannte Minderheit. Gleichzeitig sind wir manchen Menschen aber auch wieder zu laut, wenn wir unsere Meinung vertreten. 

Queer zu sein gehört zu meiner Identität und ich freue mich darauf, weitere Bücher mit queeren Charakteren zu entdecken und auf diesem Blog vorzustellen - ganz egal, was Du davon hältst. 
 
Denn unabhängig davon, ob Du diese Bücher gerne liest/Dich daran störst, können sie anderen - queeren - Menschen helfen, sich gesehen zu fühlen und/oder sie in ihrem Coming-Out zu bestärken.
 
Melli 
 
***
 
Anmerkung:
Ich habe beschlossen, ausnahmsweise nicht die Kommentare unter diesem Beitrag direkt zu beantworten. Inzwischen ist es mir doch ein Anliegen, einige Worte persönlich an die Kommentierenden zu richten.
 
Trotzdem kann ich eine Sache nicht so stehen lassen: 
 
Natürlich wird ein Buch unrealistisch, wenn zum Beispiel ausschließlich eine Körperform dargestellt wird.
 
Queerness ist aber eben gerade NICHT mit kleinen, großen, übergewichtigen, schlanken, hübschen usw. Figuren vergleichbar.

Stattdessen rangiert Queerness auf einer ganz anderen Ebene und hat ein vollkommen anderes Ausmaß. Queere Menschen wurden jahrhundertelang diskriminiert, verfolgt, inhaftiert und ermordet. Es gab schon immer queere Menschen, sie werden nur heute durch Medien aller Art sichtbar gemacht, zum Beispiel durch Bücher. 

Vermutlich spielt die Anzahl an queeren Figuren gar nicht die zentrale Rolle in einer Handlung, sondern wie die Charaktere gezeichnet sind. Wenn eine Geschichte beispielsweise von einem schwulen Mann handelt und es wird kurz erwähnt, dass er auf Männer steht oder er geht ohne viele Worte eine Beziehung mit einem Mann ein, wird seine Queerness in meinen Augen prima eingebettet. Wird dagegen in jedem zweiten Satz penetrant erwähnt und betont, dass er schwul ist, fände ich das übertrieben, unnötig und dann auch ab einem gewissen Punkt unrealistisch, wenn weitere queere Figuren hinzukommen UND bei ihnen genauso verfahren wird. Dann wäre die Geschichte womöglich mit queeren Aussagen überladen, aber nicht mit queeren Figuren. Hierbei spielt gewiss auch die eigene Lebensrealität eines jeden Menschen eine Rolle, wie er das wahrnimmt.

Ich möchte keine öffentliche Diskussion zu dem Thema führen, weil es mich emotional sehr berührt und quält. Hätte ich beispielsweise zur Zeit des Zweiten Weltkriegs gelebt, wäre ich auch inhaftiert und möglicherweise ermordet worden. Und auch heute muss ich mir genau überlegen, in welche Länder ich reise und welche Gesetze dort gelten. Denn immer noch in 66 Ländern wird insbesondere Homosexualität strafrechtlich verfolgt und auch die Todesstrafe existiert weiterhin in über zehn Staaten.

Mittwoch, 6. September 2023

[Bloggeburtstag] 10 Jahre Mellis Buchleben

Bloggeburtstag. 
Zehn Jahre. 
Austausch über Literatur.
Blogaktionen, Leserunden, Rezensionen, SuB.
Kreativität.
 
Hey Ihr Lieben, 

im Frühjahr 2013 gab ich aus Spaß das Wort "gelesen" in die Suchleiste von YouTube ein. Nachdem in meinem Umfeld wenige Menschen überhaupt lesen, gab es im Internet plötzlich jede Menge Menschen, die Bücher so sehr lieben wie ich. Viele der so genannten BookTuber betrieben gleichzeitig Blogs über Literatur. So erschloss sich mir eine neue Welt. 

Mir war schnell klar, dass ich das auch wollte - einen eigenen Literaturblog. Ich war Anfang 20 und stand mitten im Berufsleben. So dauerte es noch bis zum 26. August 2013, bis ich selbst diesen Blog eröffnete. Zunächst galt es, mich mit Impressum, rechtlichen Vorgaben und einem Layout zu beschäftigen. Ich habe zwar schon immer gerne am PC gespielt und gearbeitet, trotzdem war es nochmal ein anderes Level, einen eigenen Blog zu erstellen. 
 
Für diesen Beitrag habe ich in meinen alten Posts gestöbert und die eine oder andere Perle gefunden :D

Vorgestellt habe ich mich in diversen Blogbeiträgen. Natürlich schwingt in jedem Post etwas von meiner Persönlichkeit mit. So heißt es etwa:


Mit diesem Literaturblog möchte ich meine Meinung zu Büchern teilen, die ich gelesen habe. Aber auch die Freude am Lesen als solche, denn Lesen ist eine große Leidenschaft von mir. Seit ich Lesen in der Schule gelernt habe, verschlinge ich so ziemlich alles, was mir in die Finger gelangt. Gleichzeitig kann ich meine kreative Ader ausleben. Ein Beispiel findet Ihr hier: 


Von Anfang an bin ich mit Herzblut dabei und es gibt gute wie schlechte Zeiten. Wenn es bei mir stressig wird, ist der Blog meistens das Erste, was eine Pause verpasst bekommt, weil ich dann den Kopf nicht freihabe. Trotzdem habe ich immer weitergemacht und nie aufgegeben. Selbst dann nicht, als die DSGVO als bisher größte Herausforderung hohe Wellen schlug und viele Blogs und Blogaktionen mit sich nahm. 
 
Tatsächlich habe ich den Namen und das Layout des Blogs nie geändert. 
 
Der Unterschied eines Blogs zur Website ist die Kommentarfunktion. Früh begann ich, Kontakte zu anderen Blogger:innen und Lesenden zu knüpfen. So wurden Leseabende und Leserunden organisiert und es begann ein reger Austausch, der bis heute anhält. ♥
 
Schon immer habe ich gerne an Blogaktionen teilgenommen: Montagsfrage, Montagsstarter, Top Ten Thursday, Freitagsfüller, Gänseblümchen, Gemeinsam Lesen und so weiter und so fort. Zu Silvester 2022 habe ich dann zum ersten Mal meine Gänseblümchen eines ganzen Jahres geteilt:


Im August 2021 habe ich mit *Vanessa* zusammen von Anna sogar eine Blogaktion übernommen: 
 
 
SuB bedeutet Stapel ungelesener Bücher und ist ein zentrales Thema bei mir :D Mein SuB hat sogar einen Namen bekommen, als er selbst zu Wort kommen sollte (wenn schon, denn schon). Horst von Hochstapel begleitet mich seither und ist wichtiger Bestandteil meiner Bücherregale.
Horst: ganz genau!
 
 
Auf Null gelesen habe ihn tatsächlich auch mal, was mir wegen meiner Selbstdisziplin den Spitznamen "eiserne Lady" unter den SuB-Abbauenden gab xD
 
 
Auf meinem Blog gibt es permanent laufende (Lese-)Projekte, die ich teile. So nehme ich oft an Challenges teil (gerne auch im Literaturforum Lesegarten mit so viel Motivation, dass ich dort zeitweise als Leserakete bekannt war :D), überlege mir spielerisch SuB-Abbau-Möglichkeiten und lese King mit einigen anderen chronologisch:

 
Spätestens auf dem Weg zum "Dunklen Turm" bin ich *Gabriela* und *Marc* begegnet und bewusst oder unbewusst motivieren wir uns gegenseitig, das gesamte Werk von Stephen King zu lesen - chronologisch!
 
Ganz am Anfang meiner Blogzeit nahm ich an zahlreichen TAGs teil, einer Art Fragenkatalog zu verschiedensten Themen. Zum Welttag des Buches 2022 erstellte ich mit *Vanessa* zusammen einen eigenen TAG:
 
 
Mein Lesegeschmack hat sich über die Jahre ein bisschen verändert. Ich lese diverser, auch mal in Nischen abseits vom Mainstream und sensibler bezüglich Themen wie Bodyshaming, Rassismus, Feminismus oder genderneutraler Sprache. Eines hat sich jedoch nicht geändert: Ich brauche die Abwechslung und lese querbeet:

 
Früher las ich vor allem Printausgaben, heute greife ich auch gerne zu eBooks oder Hörbüchern. Diese habe ich inzwischen in meinen Alltag integriert. 

Als Listenmensch dürfen bei mir natürlich auch Leseplanungen und Bücherlisten nicht fehlen. Das Ganze organisiere ich in Notizbüchern:


Zwar dreht sich dieser Blog hauptsächlich um Literatur und alles, was dazugehört. Aber auch andere Themen finden immer wieder ihren Platz. So habe ich mich tatsächlich für die wichtige Sichtbarkeit der LGBTQIA+-Community öffentlich hier geoutet und die positiven Reaktionen dazu festgehalten:


Nun bleibt mir nur, Euch ein dickes

DANKE

zu sagen. Auf diesem Blog sind in zehn Jahren 1.564 Beiträge online gegangen. Es gibt über 291.000 Aufrufe. 5.364 Kommentare wurden geschrieben. 167 Follower via GFC sind treu geblieben. Darüber hinaus ist der Online-Austausch in die Realität übergegangen. Ich schreibe und erhalte Postkarten, Briefe und es gab sogar ein reales Treffen mit *Livia* ♥ Eine ganz besondere Anekdote möchte ich Euch nicht vorenthalten. Eines meiner liebsten Kinderbücher ist "Yvonne Stachelbeere" von Ellen Sell. Als ich das in dem folgenden TAG verriet, blieb das nicht ohne Folgen: 


Ellen Sell erfuhr nämlich davon und mich erreichte eine ganz liebe handschriftliche Nachricht per Post von jener Autorin, deren Werk ich schon als Kind so geliebt habe. ♥

Über die Jahre stand ich auch mit zahlreichen weiteren Autor:innen und Verlagen in Kontakt. Und auch wenn ich aus Kapazitätsgründen seit längerer Zeit keine Rezensionsexemplare mehr annehme oder anfrage, bin ich doch noch im einen oder anderen Verteiler und extrem dankbar dafür, hier und auf anderen Kanälen mit Büchermenschen verbunden zu sein. 

Auf die nächsten zehn Jahre! ;-)
 
Eure Melli ♥

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Donnerstag, 23. März 2023

Kleines Lebenszeichen

Hey Ihr Lieben, 

mir ist wichtig, mit Herzblut zu bloggen, Eure Kommentare zu beantworten und unsere Aktion "Mein SuB kommt zu Wort" aus dem Monat März nachzubereiten. 

Leider ist mir das aktuell nicht möglich. Ich habe nicht die Kapazitäten und die nötige Ruhe dafür. Denn meine Probleme privater und beruflicher Natur wachsen mir gerade über den Kopf. Mehr werde ich dazu öffentlich nicht sagen, denn dies ist der falsche Rahmen dafür. Nur so viel: Es ist etwas geschehen, das mich 24/7 beschäftigt und einnimmt. Da bleibt wenig Raum für anderes.

Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen. Mir steht nur gerade überhaupt nicht der Kopf nach Lesen, Bloggen und allem, was dazugehört. 

Ich möchte nicht explizit in eine Blogpause gehen, denn vielleicht habe ich schon bald wieder Lust darauf.  

Wollte hier nur kurz Bescheid sagen. 

Eure Melli ♥

Freitag, 10. Februar 2023

Buchreihen sind eine unendliche Geschichte! ~ Komfortzone verlassen ~ Serienkiller Challenge 2023

Hey Ihr Lieben,

heute möchte ich ein paar Gedanken teilen, die mich in Bezug auf Bücher beschäftigen. Am Ende stelle ich noch eine neue Challenge für 2023, die ich aber sowieso schon in meine Leseziele integriert habe. Nun bekommt das Ganze nur einen anderen Namen und ich werde meinen Fortschritt im nächsten Beitrag teilen :-)

Obwohl ich akribisch Listen zu meinen offenen Buchreihen führe, lag mein Fokus im letzten Jahr woanders und ich habe es schleifen lassen. Deshalb war es Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen und ich hatte in einem anderen Beitrag schon mal erzählt, dass ich einige Buchreihen aussortiert habe. Das klingt gut, aber trotzdem sind noch viel zu viele offen. 
 
 

Buchreihen sind eine unendliche Geschichte!

 
Immerhin stehen 164 Buchreihen auf meiner Liste, von denen 62 beendet/auf den neuesten Stand gelesen sind, 53 habe ich aus unterschiedlichen Gründen abgebrochen/nicht weiter verfolgt. Bleiben 49 offene Buchreihen, die es zu beenden gilt (das sind die letzten bekannten Zahlen, keine Gewähr für Aktualität ^^). Ich verlinke Euch die Listen mal *HIER*.

Bereits im letzten Jahr konnte ich erfolgreich ein paar Reihen beenden - obwohl der Fokus wie gesagt woanders lag. So beendete ich Reihen, bei denen mir nur wenige Bände fehlten (z. B. "Zeitenzauber-Trilogie" von Eva Völler, "Numbers-Trilogie" von Rachel Ward) und konnte im Dezember dann ab Band 4 die Reihe um die "besonderen Kinder" von Ransom Riggs beenden. Davon angefixt beendete ich dann im Januar die "Medicus-Trilogie" von Noah Gordon und las endlich mit "Die verschwundene Schwester" von Lucinda Riley den vorletzten Band, bevor im Mai der letzte erscheint.
 
 

Komfortzone verlassen

 
Nun sind Buchreihen aber nicht mein einziges Projekt. Wälzer lesen, weibliche Autorinnen unterstützen, mehr auf Englisch lesen, queere Protagonist:innen kennenlernen, Backlist lesen, SuB abbauen. Wo soll ich da anfangen? Seit Jahren führe ich natürlich parallel verschiedene Leseprojekte durch. Das klappt mal besser und mal schlechter. 

Als Beispiel führe ich mal meine SuB-Zahlen an:

01.04.2013: 227 Bücher
01.01.2017: 5 Bücher
01.01.2018: 145 Bücher 
01.01.2019: 202 Bücher
01.01.2020: 91 Bücher
01.01.2023: 74 Bücher

Genau solche Schwankungen verzeichne ich auch bei meinen Erfolgen, die anderen Challenges/Projekte betreffend. 

Aktuell widme ich mich mit großer Freude meiner Backlist. Da liegen einfach zu viele Titel, die endlich entdeckt werden wollen! Im Moment steht "Menschenkind" von Toni Morrsion im Fokus, denn das habe ich angefangen. Bald möchte ich ein Lesetagebuch zu "It" von Stephen King beginnen, um meine Eindrücke beim Lesen auf Englisch festzuhalten. 

Gekreuzt werden diese Pläne nun von einer Reihe, die ich unbedingt und am liebsten sofort beenden möchte: "Outlander" von Diana Gabaldon. Um meine Fortschritte besser festhalten zu können, möchte ich an der 

Serienkiller Challenge 2023

von *Vanessa* teilnehmen. Dabei wandle ich eine Sache ab: Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, fünf Reihen zu beenden und dabei bleibt es vorerst. Bei den Buchreihen, die ich aktuell lese, wäre es auch unrealistisch, mehr auf die Liste zu packen. Denn meine Buchreihen sind lang und dick xD

Welche fünf Buchreihen ich lese, werde ich erst im Laufe des Jahres nach und nach entscheiden. Allerdings konnte ich bereits eine beenden. Morgen gibt es dann den Beitrag mit meinem Fortschritt dazu. Ich freue mich darauf, mich in die Reihen fallen lassen zu können und sie vor allem so zeitnah weiterzuverfolgen, dass meine "Bücheramnesie" mich nicht stresst. Ich vergesse nämlich super viel (ist ja auch klar, wenn man so viel liest...) und das wird mir bei Buchreihen manchmal zum Verhängnis. Deshalb möchte ich das endlich angehen. 

Eure Melli ♥

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Sonntag, 25. Dezember 2022

[Gedankenfetzen] Selbstreflexion zum Jahreswechsel ~ Raunächte ~ Kalendervorstellung ~ Ein guter Plan ~ selbstgekauft - unbezahlte Werbung

Hey Ihr Lieben, 
 
heute möchte ich Euch erzählen, wie ich die letzten Tage im alten und die ersten Tage im Neuen Jahr für gewöhnlich so verbringe. Es geht dabei um Selbstreflexion. Weiter unten stelle ich Euch dann noch meinen aktuellen Kalender vor. 
 
Die Zeit "zwischen den Jahren" werden auch als Raunächte bezeichnet und umfassen die Tage und Nächte zwischen dem 24. Dezember (Nacht zum 25. Dezember) und dem 6. Januar. Nach dem Mondkalender gibt es diese Zeit nämlich nicht und das ist das Besondere daran. Denn ein Mondjahr hat lediglich 354 Tage. Die Differenz zum Sonnenjahr mit 365 (366) Tagen ergeben 12 Nächte voller "Magie".
 
Es gibt viele Bräuche und Rituale, die in dieser Zeit für manche Menschen eine besondere Bedeutung haben. Ich werde in diesem Blogbeitrag einige vorstellen, wobei ich selbst die Ideen dahinter toll finde, aber auch nicht alle umsetze.  
 
Im Grunde genommen geht es mir persönlich darum, das alte Jahr Revue passieren zu lassen, einen Rückblick zu "erarbeiten", Sorgen gehen zu lassen. Das Neue Jahr möchte begrüßt werden, Träume und Ziele werden visualisiert und Wünsche finden auch ihren Platz. 
 
Zum Thema Raunächte kann ich das Video von *Juli* sehr empfehlen. Sie gibt hier einen Einblick, wie sie die Raunächte zelebriert. 
 

Keine To-do-Liste

Zunächst wohl der wichtigste Hinweis: Es geht nicht darum, eine To-do-Liste abzuarbeiten. Tut das, was Euch gut tut und was sich für Euch richtig anfühlt. Probiert Neues aus, aber stresst Euch nicht! Wenn etwas für Euch nicht funktioniert, ist das vollkommen in Ordnung. Auch ich werde nicht alle Rituale durchführen. Ich habe zum Beispiel sehr großen Respekt vor offenem Feuer und werde in meiner Wohnung ganz bestimmt keine Zettel verbrennen (siehe unten)! ^^ Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. 

Räuchern

Ursprünglich hießen die Raunächte Rauchnächte. Denn ein wichtiger Bestandteil ist für viele das Räuchern. Da ich persönlich sehr geruchsempfindlich bin und schon handelsübliche Räucherkerzen nicht so gerne mag, kommt das für mich eher nicht in Frage.

(Traum-)Tagebuch 

Im Dezember beginne ich damit, meine Tagebucheintragungen vom ganzen Jahr zu lesen und mir Schlagworte für den Rückblick rauszuschreiben. Ich schreibe schon seit mehr als 20 Jahren Tagebuch (mal mehr, mal weniger) und liebe es, Worte und Gedanken frei fließen zu lassen und ohne Zensur aufzuschreiben. Das hilft mir vor allem in schwierigen Zeiten, um mich mit Problemen intensiv auseinanderzusetzen und sie zu reflektieren, um sie lösen zu können. Und es ist eine schöne Sache, darin zu blättern, die positiven Momente zu lesen (und seien sie noch so klein) und die Erinnerungen daran heraufzubeschwören. 
 
Meine Träume finden darin auch immer wieder Platz, wenn auch eher selten. Man sagt, dass die wiederkehrenden Motive, die man in der Zeit der Raunächte träumt, bestimmend für das nächste Jahr sein können. Deshalb werde ich in diesem Jahr vermehrt darauf achten, meine Träume direkt nach dem Aufwachen zu notieren. 
 

Jahresrückblick  

Aus den notierten Schlagworten aus meinem Tagebuch habe ich dann eine Liste mit den Dingen, die (manchmal nach Monat sortiert) einen guten Überblick über die (negativen wie positiven) Ereignisse des Jahres bieten. Hinzu kommen meine damit verknüpften Gedanken, Gefühle und Stimmungen, die ich beim Lesen wahrnehme. Das hilft mir, meinen Fokus fürs Neue Jahr zu setzen und zu schauen, wovon ich mehr oder weniger möchte und was ich möglicherweise gehen lassen möchte. So kann ich das alte Jahr - egal wie schwierig es gewesen sein mag - positiv abschließen und ziehen lassen, um ein neues zu begrüßen. 

In diesem Jahr bastele ich aus dem Rückblick auch Gänseblümchen für das ganze Jahr, die pünktlich zu Silvester online kommen. 
 
Ferner werde ich für mich persönlich auch in diesem Jahr die *101 Fragen, die Du Dir unbedingt gestellt haben solltest* von Laura Malina Seiler beantworten. 

Brief(e) an mich schreiben

Bevor ich mich näher mit den Raunächten beschäftigte, sah ich irgendwo die Idee, einen Brief im Dezember an sich zu schreiben und ein Jahr später zu öffnen. Das fand ich irgendwie genial und wollte es auch mal ausprobieren. Seit einigen Jahren schreibe ich mir nun schon diesen Brief und es ist eine Offenbarung, ihn im Dezember zu öffnen und zu schauen, welche Hoffnungen da vor einem Jahr in mir schlummerten für dieses Jahr und welche vorausgesagten Ereignisse tatsächlich eingetreten sind.

In diesem Jahr überlege ich noch, ob ich wieder einen Brief fürs ganze Jahr schreibe oder vier für die Jahreszeiten oder die Quartale des Jahres. 

In den Raunächten steht jede Nacht für einen Monat des Neuen Jahres. Viele schreiben sich deshalb täglich einen Brief, so dass am Ende 12 Briefe für die einzelnen Monate existieren. Das wäre mir persönlich ein bisschen zu viel. 

Sorgen gehen lassen

Sorgen, Ängste und Kummer werden auf Zettel geschrieben und diese werden (beispielsweise in einer feuerfesten Schale) verbrannt. Da ich persönlich zu viel Respekt vor offenem Feuer habe, werde ich das nicht verbrennen. Ich überlege noch, ob ich das Ritual anders durchführe oder ob ich es weglasse. Zerreißen ist mir irgendwie zu banal :D

13 Wünsche für das Neue Jahr

Dieses Ritual beschäftigt sich mit Herzenswünschen für das Neue Jahr. Diese werden einzeln auf Zettel geschrieben und jede Raunacht verbrennt man - ungesehen! - einen der Zettel. So bleibt am Ende ein Zettel und damit ein Wunsch übrig. Die Idee dahinter ist, dass man die verbrannten Wünsche an höhere Mächte abgegeben hat. Um den übriggebliebenen Wunsch kümmert man sich nun quasi selbst und legt seinen Fokus im Neuen Jahr darauf, diesen Wunsch zu erfüllen. 
 
Diese Idee finde ich richtig toll, aber auch hier scheitert für mich die Umsetzung beim offenen Feuer ^^ Ihr seht schon: Ich bin noch dabei, meinen Weg mit den Raunächten zu finden. 
 

Neue und alte Jahresziele

Um Ziele erreichen zu können, ist es für mich sinnvoll, sie zu visualisieren, um sie im Blick zu behalten. So habe ich ein ganzes Notizbuch mit meiner "Bucket List" fürs ganze Leben, eingeteilt in verschiedene Lebensbereiche. Hier sind alle Wünsche erlaubt, unabhängig von Finanzen, Größenwahn ^^ und Grenzen! 
 
Früher hatte ich eine einfache Liste, die tut es natürlich auch, vor allem für ein Jahr. Ich schaue dann, was im letzten Jahr gut lief und was nicht, wovon ich mehr möchte und wovon weniger. So erstelle ich dann eine Liste mit Veranstaltungen, die bereits geplant sind. Es finden aber auch Vorsorgetermine ihren Platz, um sie nicht zu vergessen und ich nehme mir vor, bestimmte Projekte zu beginnen, fortzuführen oder zu beenden. Das kann mit meiner Persönlichkeitsentwicklung zu tun haben oder etwas ganz Banales sein, wie zum Beispiel eine Serie weiterzuschauen.

Jahresziele sind etwas sehr Persönliches. Deshalb teile ich diese auch nicht öffentlich. Mir geht es darum, die Vergangenheit und die Zukunft zu reflektieren und zu schauen, was kann ich GENAU JETZT, in diesem Jahr, für oder gegen etwas tun. 

Klar versuche ich dabei, realistisch zu bleiben. Aber auch große Ziele sind erlaubt! ;-)

Kalender

Um nicht im Zettelchaos zu versinken, nutze ich gerne einen Papierkalender, um meine Termine, aber auch meine Blogbeiträge zu planen und Listen darin zu führen. Ich bin in einigen Lebensbereichen totale Freundin von Digitalisierung, beim Kalender brauche ich aber "etwas in der Hand", in das ich handschriftlichen Dinge notieren kann, und möchte nicht noch mehr auf Bildschirme starren als ohnehin schon. A5 ist hierbei mein Wunschformat.

Die letzten Jahre führte ich ein Bullet Journal, was für mich gut funktioniert hat. Ich habe es minimalistisch gehalten und trotzdem war es ein ziemlicher Aufwand, das Kalendarium selbst zu gestalten. Deshalb nutzte ich im letzten Jahr den Kalender "Auf ins nächste Abenteuer" von odernichtoderdoch. Den habe ich selbstgekauft und *HIER* vorgestellt. Nach einem Jahr der Nutzung muss ich sagen, dass ich doch eher weniger die verspielten Ideen im zweiten Teil nach dem Kalendarium gebraucht habe. Es gibt viele gute Anregungen, aber ich habe weder das Lied der Woche (obwohl ich das unbedingt wollte!) noch die anderen Seiten ausgefüllt.  

Empfehlen kann ich den Kalender dennoch, denn das Kalendarium mit dem Wochenende auf der rechten Seite und den Platz für Notizen habe ich sehr rege genutzt. Jede:r muss einfach individuell schauen, worauf der Fokus beim Kalender liegt und welcher Kalender am besten zu einem passt.

"Ein guter Plan 2023 - Zweitausendfreiundzwanzig" ~ 

Achtsamkeit, Dankbarkeit und Selbstreflexion

Für 2023 habe ich mich für einen Kalender der Marke "Ein guter Plan" entschieden. Ich habe ihn selbstgekauft und es handelt sich um keine Kooperation. Ich möchte den Kalender trotzdem gerne vorstellen, weil vielleicht noch jemand auf der Suche ist.
 

 Aufbau und Allgemeines

Der Kalender besteht aus einem Inhaltsverzeichnis, ca. 60 Seiten mit Anregungen für Selbstreflexion, einem Kalendarium und einem freien Teil für Listen und Notizen. Hinzu kommt je eine Doppelseite Reflexion des vergangenen Monats und Planung des neuen Monats. Damit passt er schon mal super zu mir, weil ich gerne selbstreflektiere und im letzten Jahr gemerkt habe, dass ich keine verspielten Seiten brauche. Als Bonus gibt es einen Stickerbogen, den ich auf jeden Fall benutzen werde, denn ich liebe Sticker einfach als Verzierung. 
 
Da ich die Selbstreflexion bereits zum großen Teil ausgefüllt habe, verlinke ich Euch *HIER* die Website von Ein guter Plan mit Einblicken in den Kalender. Ich habe die Farbe Petrol gewählt, das ist auf jeden Fall Geschmackssache. 
 

Selbstreflexion

Da ich von diesen Seiten im Kalender besonders angetan bin, möchte ich gerne näher darauf eingehen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Deshalb gehe ich nur auf einige Anregungen näher ein. 

Spannend finde ich die Doppelseite, auf der Wünsche und Hoffnungen für vier bestimmte Rollen reflektiert werden, die man im Leben einnimmt. Diese können individuell bestimmt werden (zum Beispiel Partner:in, Freund:in, Berufsbezeichnung, Elternteil, Blogger:in, ...). 
 
Als Ergänzung zur Bestimmung der aktuell wichtigen Werte hätte ich mir gewünscht, dass man auch herausfindet, welche Werte man im Neuen Jahr noch mehr in den Fokus nehmen möchte. Denn wenn man sich wie ich schon damit beschäftigt hat, sind einem die aktuellen Werte schon bewusst und die Reflexion bestätigt das eher nur noch. 
 
Das Lebensnetz finde ich sehr aufschlussreich. Dabei bewertet man seine Zufriedenheit mit 12 vorgegebenen Lebensbereichen. Die anschließende Reflexion fand ich wichtig, um zu sehen, woran ich gerade auf jeden Fall arbeiten möchte. 
 
Bei den Gewohnheiten, die später im Kalender getrackt werden sollen, fand ich die Frage nach dem Warum interessant. Wofür möchte ich zum Beispiel Tagebuch schreiben? Was sind meine Motive, um in Ruhe in den Tag zu starten und eine achtsame Morgenroutine zu haben? Sich das zu verdeutlichen, hilft mir bei der Umsetzung später, sollte ich Gewohnheiten in Frage stellen oder umstruktierne wollen. 
 
Markieren werde ich mir auf jeden Fall die Seite mit den Mantras, denn im Alltagstrubel gehen wichtige Leitsätze (z. B. Liedtexte, Lebensmotto, Aphorismen usw.) gerne mal verloren und ich möchte sie mir gerade dann vor Augen führen. 
 
Bei der Burnout-Reflexion finde ich vor allem die Idee, das Ganze quartalsweise zu betrachten, richtig gut. Denn so kann man alle drei Monate schauen, in welche Richtung sich das entwickelt und bei welchen Aspekten man genauer hinschauen sollte. Das werde ich mir direkt an den entsprechenden Stellen im Kalender eintragen, um das regelmäßig zu reflektieren, damit ich es nicht vergesse. 
 
Ich hoffe, Euch mit diesem Beitrag die Raunächte und das Thema Selbstreflexion ein bisschen nähergebracht zu haben und aufzuzeigen, wie man diese Zeit begehen kann. Wichtig ist natürlich, seinen eigenen Weg dafür zu finden und wenn man das alles so gar nicht machen möchte, ist das natürlich auch vollkommen in Ordnung! ♥ Wie gesagt: Es gibt hier kein Richtig oder Falsch. Habt eine gute Zeit!
 
Eure Melli ♥
 
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